Dienstag, 11. März 2008 11:15
John McTavish: Williamson: ‘Virgo-Maria.org’ delenda est
Die seltsame Nachsichtigkeit gewisser sedesvakantistischer Kreise mit Bischof Williamson.

Williamson gerät in den USA mehr und mehr unter Druck wegen der Affäre Urrutigoity. Da muß es verwundern, wenn die sedesvakantistische Skandalseite „Traditio.com“ alles tut, damit Williamson frei von jedem Verdacht bleibt, während man doch sonst alles tut, die Konzilskirche als organisierte Homosexualität zu brandmarken. Wer steckt hinter „Traditio.com“? Es sind in Wahrheit Anglikaner mit einer hochkirchlichen Sukzession.

Das Spiel läuft so, wie der satanistische Apostat P.Roca es einst beschrieben hatte: Der Kampf wird dialektisch geführt. Man gründet zwei Kreise, die sich scheinbar bekämpfen, einen rückständigen und einen progressiven. Die Führer beider Kreise befinden sich in ständigem Kontakt miteinander und sprechen ihre Aktionen ab.

Der Führer der „rückständigen“ Partei wird jedoch nie etwas tun, um die Revolution wirklich zu torpedieren und er beschäftigt seine nützlichen Idioten.
„Traditio.com“ macht sich nun anheischig Williamson als den zukünftigen Generaloberen der FSSPX auszugeben, ja, -hier wird es lächerlich –, als Papst. Wenn einer sagt, damit qualifiziere sich die Seite doch selbst, so ist darauf zu antworten, dass sie gelesen wird.

Es wurde bereits von anderen dargestellt, wie Bischof Williamson eine Art Wahlkampfstrategie betreibt, die auf Jahre angelegt scheint. Da „Traditio.com“ zwar regelmäßig die FSSPX attackiert, aber Williamson nicht nur ausspart, sondern sich in Lobeshymnen über ihn ergeht, so muss das angesichts des Falles des homosexuellen Urrutigoity zu denken geben.

Vor einigen Wochen gab es in Frankreich ein Priestertreffen, bei dem Abbé de Cacqueray, der Obere des Distrikts unseren Gewährsmann informierte, daß Williamson von Fellay die Liquidierung von „Virgo-Maria.org“ verlangt habe. Fellay antwortete, dass er da nichts machen könne und man kann wohl davon ausgehen, dass ihn die Sache auch nicht interessiert.

Einige Zeit später wird jemand, der von „Virgo-Maria.org“ im Zusammenhang mit dem Skandal Urrutigoity zitiert wurde, aus dem Priorat geworfen, welches er gewöhnlich besucht; wohl in der Annahme, die Person wäre ein Kopf, oder ein Autor dieser Internetseite. Die Initiative kam klar von Williamson. Leider schlug er den Sack und nicht den Esel, denn der Mann hat bei „Virgo-Maria.org“ weder Schreibrechte noch ein Passwort. Damit ändert Williamson nichts. Im Gegenteil, er schuf den Anlass für eine Runde und er auch muss, ob er will oder nicht, in den Ring steigen. Mal sehen, was da kommt!

Ein heute in „Virgo-Maria.org“ veröffentlichter Artikel beleuchtet die Aktionen Williamson, die ein regelrechtes Kesseltreiben gegen Bischof Fellay darstellen. Erinnert sei hier an die Unterstützung, die Williamson den Gründern des Institutes vom Guten Hirten angedeihen liess. Dazu kam er extra aus Argentinien angereist, um in der Nachbarschaft von Saint Nicolas du Chardannay einen Saal zu mieten. Es bedurfte der allerstärksten Intervention von Seiten Fellays und Tissier de Mallerais um diesen Auftritt zu verhindern.

Wir möchten hier an dieser Stelle deutlich machen, dass allen, denen die Tradition am Herzen liegt, ihre Unterstützung lieber Fellay geben möchten, dem Generaloberen der FSSPX ist und nicht dem Wahlkampfstrategen zu eigenen Gunsten, Bischof Williamson, vom dem keiner wirklich weiss, welche Ziele er verfolgt.
Diesen Beitrag bearbeiten Redakteur: John McTavish
Klicks: 858 mal
Weiterlesen:
• Dr. Eberhard Heller: „Nur die alte Messe!“
• Sedisvakanist: Lefebvre ungültig geweiht
4 Lesermeinungen:
Mittwoch, 12. März 2008 09:56
santa rita: „Primitivster Antidiplomatismus“
Der Geist der Diplomatie ist dem Geist der Wahrheit entgegengesetzt.
Diplomatie impliziert immer ein Zurücknehmen, Hintansetzen, Verschweigen der Wahrheit, meist um irgendwelchen Bonzen den Bauch zu pinseln.
Durch den Geist der Diplomatie kann die Lüge immer weiter vorrücken, bis sie schliesslich allgemein akzeptiert wird. Diplomatie ist das Vehikel der Lüge.
Ein Bischof als Zeuge der Wahrheit kann daher nur Antidiplomat sein. Für ihn muss gelten die Wahrheit, die Wahrheit und nichts als die Wahrheit.
Wäre Jesus Diplomat gewesen, wäre er nicht am Kreuz geendet. Auch die Propheten waren keine Diplomaten, weil der Geist der Wahrheit Diplomatie ausschliesst. Warum sind heute die meisten Bischöfe Diplomaten? Weil ihnen der Glaube an die Wahrheit und der Mut fehlt.
Dienstag, 11. März 2008 21:45
Sirilo: @rita
Wer die Wahrheit „Lügenversion“ nennt, sollte sich nicht als „santa“ bezeichnen.
Dienstag, 11. März 2008 21:37
santa rita: @Zwobbel: Papperlapapp
Welcher Kirchenmann weltweit hat den Mut, so klar die Wahrheit auszusprechen wie Bischof Williamson:

http://www.youtube.com/watch?v=ooGBMFShUVo

Bin mal gespannt, ob der Papst bei seinem Besuch an Ground Zero die offizielle Lügenversion von den bösen Terroristen stützt.
Dienstag, 11. März 2008 12:25
zwobbel: Problem Williamson
Ja, er ist zu angelsächsisch von seiner Art (selbstgefällig), seinem Humor (abstoßend unlustig), seiner Vorgehensweise (hau drauf) und seiner Kirchlichkeit (protestantisch).

Sein Vorgehen auch den schwierigsten Angelegenheiten mit dem primitivsten Antidiplomatismus zu begegnen (und damit zu blockieren!) ist schon frappierend. Notfalls kommt für Fragen der Disziplin immer die Dogmakeule heraus. Nach seiner „Logik“ gab es in der gesamten Kirchengeschichte (akkumuliert) nur einige Jahrzehnte in denen kein „Notstand“ (mit dem er seinen Protestantismus rechtfertigt) herrschte.

In den Kreisen der politischen Opposition sind die Scharfmacher (fast) immer die U-Boote, auch Maulwürfe genannt. Üblicherweise provozieren sie mit dem Thema Holocaust-wie auch Williamson. Mit ihrem Einpeitschen verhindern sie stets konstruktive Ansätze und die Bildung von Allianzen. Sie treiben die Vorsitzenden vor sich her.
Die fanatischen Sprüche kommen allerdings bei labilen Menschen/Jugendlichen gut an. Denn die Jugend (und auch einfach gestrickte fromme Leute) ist normalerweise idealistisch und puristisch, da kommen radikale Phrasen gut an. Allerdings tragen die nicht zur Vertiefung des Glaubens oder Frömmigkeit bei.

Das werden aber seine Anhänger, die als gradlinigen Verteidiger des letzten katholischen Widerstandsnestes ansehen, nicht verstehen.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.
Copyright © 2008 kreuz.net