Freitag, 21. März 2008 19:19
Kilian: Nachricht aus der Kiliansgruft
Wie man treue Katholiken ignoriert werden und die Würzburger Traditionalisten sich entzweien.
Heute am Karfreitag fanden in der hohen Würzburger Kathedralkirche die Feiern zum heutigen Tag statt.

Doch wo finden sich die traditionstreuen Katholiken aus Würburg zusammen? Nein, nicht bei der Piusbruderschaft. In der Würzburger
St. Burkaduskapelle war heute niemand zu finden. Und in der Hofkirche der Würzburger Residenz ist die traditionelle Karfreitagsliturgie auch nicht zu aufzufinden gewesen.

„Kräfte von Außen“ suchen ja den Bischof von Würzburg unter Druck zu setzen, um eine Personalpfarrei für die überlieferte Liturgie einzurichten; denen er jedoch erfolgreich standhält.

Friedhelm Hofman ist so standhaft, daß die traditionstreuen Gläubigen, nur zweimal im Monat die Gelegenheit haben die tridentinische Messe zu besuchen. Und selbst da ist es noch so eingerichtet, daß die Liturgie des Sonntags immer an einem Samstagabend gefeiert wird – zu einer manchmal recht merkwürdigen Zeit. Im Sommer kann man das Glück haben und um 17 Uhr die Alte Messe besuchen und im Winter kann man hingegen schon in der Zeit von 15 oder 16 Uhr die tridentinische Messe (vom Sonntag!) in der Würzburger Hofkirche finden. Es ist jedoch geraten pünklich zu erscheinen, weil man schnell einmal vor verschlossener Türe stehen kann und die Messe folglich ohne einem stattfindet. Die Glücklichen, welche der Messe beiwohnen dürfen und können, werden oft mit den Lesungen und Evangelien des NOM „konfrontiert“ – natürlich mit passender Predigt. Dies obwohl die pensonierten Zelebranten Lesung und Evangelium aus dem Missale des hl. Pius V. in der Messe lesen und sich ohne hin damit beschäftigen müssen.

Doch wo kann man in Würzburg den Karfreitag in der Überlieferung begegnen? In der Würzburger Semmelstraße kann man vielleicht fündig werden. Die Kapelle oder das Oratorium zu den „Vierzehn heiligen Nothelfern“ öffnet seine Türen für die überlieferte Liturgie; übriegens wie jeden Sonn- und Feiertag.

Aber wie kam es zu dieser Kapelle?
Jahrelang konnte man die Liturgie Pius V. ab und an im Würzburger Hauptbahnhof besuchen. Eines Tages wurden passende Räumlichkeiten in der Kaiserstraße, nahe dem Hauptbahnhof, gefunden. So weihte man hier eine Kapelle zu Ehren des hl. Burkard ein. Dort fanden ca. 30 Leute gut Platz. Fortan wurde diese Kapelle von den Priorat der Piusbruderschaft in Kleinwallstadt betreut. Bis eines Tages eine der Hauptspender und Organisatorin der Kapelle eine Meinungsverschiedenheit mit dem damaligen Prior, P. Trutt FSSPX, von Kleinwallstadt hatte. Diese Unversöhnlichkeit der Frau ging soweit, daß sie einen Blumenstauß samt Entschuldigungbrief des genannten Paters zuzrückwies und eigene Räumlichkeiten suchte. Hieraus entstand das Oratorium der „Viezehn Nothelfer“.

Einige Monate später konnte die FSSPX die Kapelle in der Kaiserstraße nicht mehr halten. Die Leute fehlten und die Räumlikeiten waren für nur 14 Personen zu groß geworden. Man zog in die Johannitergasse, in der Nähe des Mainufers. Doch bevor der Umzug erfolgte, gab es ein letzte Begegnung mit ehemals so großzügigen Person: Sie holte „ihre“ Sachen ab; dies obwohl ihr Ehemann für gerade diese Gegenstände eine Schenkungsurkunde unterschrieben hatte – bei der Gründung der FSSPX-Kapelle.

Die beständige Seelsorge in der Nothelferkapelle sieht aber nicht so rosig aus. Hier ab- und dort auftauchende Priester lesen dort die Messe. Meistens aber ein Würzburger Diözesanpriester: Hw. Helmut Baierl.
Doch wie soll es weiter gehen? Wird der Bischof von Würzburg doch noch weich und läßt die treuen Katholiken ihr Recht auf die überlieferte Messe bekommen oder streubt er sich weiterhin und bleibt wie die andern Deutschen Bischöfe im Ungehorsam gegen Rom; was ja bedeutet gegen Seine Heiligkeit
Benedikt XVI. selbst?
Quelle: Glaubwürdige Erzählungen und selbst Erlebnisse
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• Beobachter: Kath.net schlägt zu
3 Lesermeinungen:
Samstag, 22. März 2008 15:50
Schüttel: Kilian ist der beste Beweis, dass Schüttel Recht hat
mit der These vom liturgischen Schisma. Die Verhöhnung des NOM ist typisch für die meisten Anhänger des Mosebach’schen Tridentinismus.
Freitag, 21. März 2008 22:20
Kilian: Wie kann ein Papst eine liturgisches Schisma einführen?
Wenn ein Papst es für nötig hält einen Ritus hervorzuheben oder ihn zugänglicher zu machen, bereichert er die Kirche in ihrer Vielfalt.
Oder hat er nicht das Recht dazu, die Kirche liturgisch zu beichern? Er ist der Oberste Hirte der Christenheit.

Seit jeher war es in der Kirche üblich, daß man mehrere Messriten hatte. Dies änderte erst V II. Mit der sog. Liturgiereform wurden systematisch die Spiritualität ganzer Klöster und Orden zerstört.
Papst Pius V. hat mit dem sog. Ritus von Triét mehr als 200 weitere Messriten bewilligt. Waren dann alle Orden mit eigenem Ritus im Schisma?
Wenn man so klein denkt, dann sind die Gläubigen der „Catholica Unio“ und selbst die Karäuser in einem liturgischem Schisma.
Was die Deutschen Bischöfe mit den Gläubigen machen paßt auf keine Kuhhaut. Da wird von der „Wir haben uns alle lieb“ Theologie knallhart auf Herzenskälte umgeschaltet. Ist das christlich? Nur weil die Angst haben vor der Alten Messe, müssen die Gläubigen büßen.
Und wieviele NOM Priester begeben sich jeden Tag in ein ligturgisches Schisma!?

Ja, ja…Novus Ordo Missae!

Novus is se; aber
wo bleibt Ordo, wo ist Missae?
Freitag, 21. März 2008 19:58
Schüttel: Man muss als Bischof dem Herrn und Gott mehr gehorchen
als einem nostalgisch-rückwärtsgewandten Papst, der ein liturgisches Schisma eingeführt hat. Möge Bischof Hoffmann mit den anderen deutschen Bischöfen standhaft bleiben gegenüber elitären Lobbyisten einer Tradi-Esoterik.
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