Montag, 7. April 2008 18:10
Beobachter: St. Michael in Schweinfurt – die „Offene Gemeinde“
Kommt es in Schweinfurt zu einem Schisma?
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Schweinfurt · Die Mitglieder der „Michaelswerkstatt“ (= Pfarrgemein-derat; Kirchenverwaltung und Engagierte von St. Michael) haben entschieden. Künftig wollen sie als „Offene Gemeinde“ in Erscheinung treten.

Bei der jüngsten Werkstatt-Versammlung stand die Frage im Raum: Was soll künftig aus der Pfarrgemeinde St. Michael werden, wenn Pfarrer Roland Breitenbach in zwei Jahren in Ruhestand geht? Die Mitglieder der Michaelswerkstatt äußerten sich besorgt über die von der Würzburger Bistumsleitung forcierte Bildung von Pfarreiengemeinschaften als einziger Alternative. Es müsse möglich sein, auch andere Wege zu gehen, fordern sie.

Die Befürchtung, das eigenständige Profil der Pfarrgemeinde könnte bei der Gründung einer Pfarreiengemeinschaft verloren gehen, wird bei der Versammlung mehrfach geäußert.

Aber auch die Frage, was mit den Gebäuden (Kirche und Pfarrzentrum) geschehen soll, falls die Pfarreiengemeinschaft mit St. Kilian Realität werde, beschäftigte die Werkstattmitglieder. Die Gebäude, so wurde versichert, seien Eigentum der Kirchenstiftung. Mit breitester Zustimmung wurde daher beschlossen, die Entwicklung selbst in die Hand zu nehmen und den Verein „Offene Gemeinde“ ins Leben zu rufen. Der soll die Pfarrgemeinde St. Michael künftig in ihren Anliegen und ureigenen Interessen maßgeblich unterstützen. Der Sprecher der Michaelswerkstatt, Christof Bretscher, verweist in dem Zusammenhang auf die Vorbildfunktion der „Offene Gemeinde“ in Schaan (Liechtenstein).

Mit der Gründung der „Offenen Gemeinde“ für St. Michael in Schweinfurt sehen die Mitglieder der Michaelswerkstatt die einzige Chance, die Pfarrgemeinde und deren ausgeprägtes Profil vor dem Zerfall zu bewahren und das lebendige Gemeindeleben zu erhalten.

Bretscher wendet sich in seiner Darstellung gegen verordnete „neue Strukturen“, die dem, was die Gemeinde St. Michael brauche, nicht gerecht werden.

Das eigenständige Profil zu erhalten sei aber nur möglich, wenn Leben im Gemeindezentrum herrsche, nicht aber wenn der Gebäudekomplex stillgelegt sei, machte Christof Bretscher deutlich. Man befürchte insgesamt eine sich breit machende Lethargie bei den Pfarreiangehörigen, wenn die Gemeinde auseinander gezogen wird.

Ziel des zu gründenden Vereins „Offene Gemeinde“ soll sein, beizutragen, dass die bestehende Pfarrgemeinde selbstständig überleben kann. Dazu sei es notwendig, selbst aktiv zu werden und die Idee „des allgemeinen Priestertums aufgrund von Taufe und Firmung“ vorwärts zu bringen.

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1 Lesermeinung:
Montag, 7. April 2008 19:16
Kilian: Kommt es in Schweinfurt zum Schisma?
Wie viele „private“ Schismen ereignen sich jeden Tag in Deutschland? Bestimmt hunderte. Es macht do eh jeder was er will. Warum sollen die Gläubigen sich zurückhalten, wenn sie es nicht anders von ihren Bischöfen sehen? Die Deutschen Bischöfe sind im Schisma, oder zumindest genauso schismatisch wie die Fsspx. Da wird man die Gemeinde nicht zur Rechenschaft ziehen, wenn man den Pfarrer wegen seiner heretisch-blasphemischen Ader schon nicht zu Recht weist.
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