Kairo, 969 n.d.Z. gegründete Palaststadt entwickelte sich in der Zeit, da die Familie der Fatimiden über
das Nilland herrschte, zu einer der glänzendsten Metropolen der Welt. Unter ihrer Herrschaft erreichte
Kairo den Gipfel seiner Macht. Die Kalifen von Kairo regierten das Land wie neue Pharaonen.
Anhand zeitgenössischer
Qellen breitet Heinz Halm das Panorama des mittelalterlichen ägyptischen Imperiums und seiner geschäftigen
Hauptstadt am Vorabend der Kreuzzüge vor dem Leser aus.
Das Bild zeigt die Markuskathedrale in Kairo.
Sonntag, 20. April 2008 14:49
Mittwoch, 23. April 2008 16:32
Anita Berber †: Lieber vir Dingsbums,
na in Konstantinopel gab es eine Moschee.
Dort wurde entweder für den Kalifen von Kairo oder den von Bagdad gebetet.Das hatte außenpolitische Signale.
Dort wurde entweder für den Kalifen von Kairo oder den von Bagdad gebetet.Das hatte außenpolitische Signale.
Mittwoch, 23. April 2008 07:35
virOblationis: Erzählung aus 1001 Nacht?
Moschee von Byzanz?
Was soll denn das sein?
Was soll denn das sein?
Dienstag, 22. April 2008 17:04
Anita Berber †: Richtig!
Zum Ausgleich wurde in der Moschee von Byzanz wieder für die Fatimiden gebetet anstatt für den (sunnitischen) Kalifen von Bagdad.
Dienstag, 22. April 2008 08:01
virOblationis: teilweiser Wiederaufbau der zerstörten Grabeskirche
Im Jahre 1030 n. Chr. verständigten sich der byzantinische Kaiser Romanos III. Argyros und der fatimidische
Kalif Daher. Teil des Vertrages war die Zusicherung der Fatimiden, die Byzantiner dürften die Grabeskirche
auf eigene Kosten wieder aufbauen… 1048 n. Chr., konnte die Rotunde [über dem Hl. Grab] neu geweiht
werden, [doch die zerstörte Basilika wurde nie wieder aufgebaut].
Eckart Ott, Jerusalem. Die Geschichte der Heiligen Stadt (Stuttgart u.a. 1980), hier S. 209.
Eckart Ott, Jerusalem. Die Geschichte der Heiligen Stadt (Stuttgart u.a. 1980), hier S. 209.
Montag, 21. April 2008 16:29
Anita Berber †: Lieber virOblidings,
allerdings sollten sie hinzufügen, daß die Grabeskirche ein paar Jahre später ebenfalls von den Fatimiden wieder errichtet wurde!
Montag, 21. April 2008 09:26
virOblationis: Frevlerische Fatimidenherrschaft
Sirilo fragte:
„Mit welchem Recht fielen denn die muslimischen Araber 639 in Ägypten ein?“
Anita Berber antwortete:
„Sie fielen nicht ein. Vielmehr befreiten sie die unterdrückten Kopten von der byzantinischen Unrechtsherrschaft!“
Ich füge hinzu:
Sie befreiten den größten Teil der Kopten letztendlich sogar von ihrer Religion. – Die Verblendeten, die den Einmarsch der Mohammedaner begrüßten, waren nur so lange relativ sicher, wie sie die große Mehrheit waren und die Eroberer nur eine winzige Minderheit.
Die Haltung der Mohammedaner gegenüber den Unterworfenen änderte sich, sobald sie an Zahl gewannen.
Simon Neuss schrieb:
„Über diese Phase der Entwicklung hätte ich gerne mehr gelesen, bis hin zur heutigen Situation der Kopten in Ägypten.“
Dazu eine Kostprobe:
Als sich neben Ägypten auch Palästina unter der Herrschaft der schiitischen Fatimiden (909 – 1171) befand, ließ Kalif Hakim (996 – 1021), nachdem es im Laufe des 10. Jahrhunderts bereits mehrmals Christen-Pogrome dort gegeben hatte und nachdem die Moslems bereits einen Teil der Jerusalemer Grabeskirchenanlage, nämlich den größten Teil des Vorhofs der Basilika, in eine Moschee umgewandelt hatten, diese wichtigste Kirche der Christenheit niederreißen und den Fels des Heiligen Grabes abbrechen, so daß seitdem am Ort der Auferstehung des Heilands nur noch eine Mulde im Boden vorhanden ist.
Man stelle sich einmal eine solche Zerstörung der Kaaba mitsamt dem schwarzen Stein durch Christen vor!
„Mit welchem Recht fielen denn die muslimischen Araber 639 in Ägypten ein?“
Anita Berber antwortete:
„Sie fielen nicht ein. Vielmehr befreiten sie die unterdrückten Kopten von der byzantinischen Unrechtsherrschaft!“
Ich füge hinzu:
Sie befreiten den größten Teil der Kopten letztendlich sogar von ihrer Religion. – Die Verblendeten, die den Einmarsch der Mohammedaner begrüßten, waren nur so lange relativ sicher, wie sie die große Mehrheit waren und die Eroberer nur eine winzige Minderheit.
Die Haltung der Mohammedaner gegenüber den Unterworfenen änderte sich, sobald sie an Zahl gewannen.
Simon Neuss schrieb:
„Über diese Phase der Entwicklung hätte ich gerne mehr gelesen, bis hin zur heutigen Situation der Kopten in Ägypten.“
Dazu eine Kostprobe:
Als sich neben Ägypten auch Palästina unter der Herrschaft der schiitischen Fatimiden (909 – 1171) befand, ließ Kalif Hakim (996 – 1021), nachdem es im Laufe des 10. Jahrhunderts bereits mehrmals Christen-Pogrome dort gegeben hatte und nachdem die Moslems bereits einen Teil der Jerusalemer Grabeskirchenanlage, nämlich den größten Teil des Vorhofs der Basilika, in eine Moschee umgewandelt hatten, diese wichtigste Kirche der Christenheit niederreißen und den Fels des Heiligen Grabes abbrechen, so daß seitdem am Ort der Auferstehung des Heilands nur noch eine Mulde im Boden vorhanden ist.
Man stelle sich einmal eine solche Zerstörung der Kaaba mitsamt dem schwarzen Stein durch Christen vor!
Sonntag, 20. April 2008 23:36
Anita Berber †: Mit welchem Recht fielen denn die muslimischen Araber 639 in Ägypten ein?
Sie fielen nicht ein. Vielmehr befreiten sie die unterdrückten Kopten von der byzantinischen Unrechtsherrschaft!
Sonntag, 20. April 2008 18:00
SimonNeuss: @Sirilo
Noch dazu war Ägypten schon ein christl. Land. Genauso wie Europa schon christlich war also die islam. Invasoren den europ. Kontinent 100 Jahre später überfielen. Die Kreuzzüge dagegen haben sich nur auf die Levante beschränkt, waren, für die Muslime sozusagen nur Randkriege und dienten dem Ziel, die besetzten und zerstörten Hl. Städte zu befreien (Ausnahme 3. Kreuzzug).
Sonntag, 20. April 2008 17:29
solideo: an Sirilo
Heißt es nicht in demokratischen Verfaßungen daß ,das Volk die Quele der Macht und des Rechts ist ?
Waren also die Muslime die ersten Demokraten ?
Das Volk der Kopten ist jetzt nach fast 1400 Jahren leider zu klein um Quele zu sein.Die Gerechtigkeit können wir nur vom Gott erwarten aber da es nur wenige auf Ihn hören wollen müssen wir wohl bis zum Gericht warten.
Waren also die Muslime die ersten Demokraten ?
Das Volk der Kopten ist jetzt nach fast 1400 Jahren leider zu klein um Quele zu sein.Die Gerechtigkeit können wir nur vom Gott erwarten aber da es nur wenige auf Ihn hören wollen müssen wir wohl bis zum Gericht warten.
Sonntag, 20. April 2008 16:33
Sirilo: Mit welchem Recht?
Mit welchem Recht fielen denn die muslimischen Araber 639 in Ägypten ein?
Sonntag, 20. April 2008 15:49
SimonNeuss: @Liebe selbstgerechte Muslime
Erst im 9. Jhr. tauchen jene diskriminierenden Vorschriften auf, die die Nichtmuslime – vor allem Christen
und Juden – bestimmten Beschränkungen unterwarfen und sie von den Muslimen auch äußerlich unterscheidbar
machen sollten… entwickelten sich jedoch bald zu einem Instrument der Diskriminierung… Im 15. Jhr.
wurde das Fest der Kreuzerhöhung in Ägypten kaum noch in der Öffentlichkeit gefeiert, da die Zahl der
Christen bereits stark abgenommen hatte
Über diese Phase der Entwicklung hätte ich gerne mehr gelesen, bis hin zur heutigen Situation der Kopten in Ägypten.
Über diese Phase der Entwicklung hätte ich gerne mehr gelesen, bis hin zur heutigen Situation der Kopten in Ägypten.
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