Freitag, 27. Juni 2008 21:34
Ich habe vorhin auf einen Beitrag in der Leserzeitung geantwortet und eine Usererin bestätigt, die gesagt haben soll, Eucharistie sei Kannibalismus. Ich weiß micht, ob aus Erregung oder Überzeugung. Mir jedenfalls war es ernst. Damit der Verdacht ausgeräumt wird, es handle sich um Provokation, will ich diese Ansicht erläutern. Und natürlich, weil es spannendes Thema ist.
Montag, 30. Juni 2008 10:36
GerdEric: @Pünktchen
Sollte Johannes mit Elias gemeint sein, was stellte er denn wieder her, doch wohl nix?
Montag, 30. Juni 2008 09:28
Pünktchen: Markus 9, 11 – 13
stellten sie ihm die Frage:
„Die Schriftgelehrten sind doch der Ansicht, erst müsse Elias kommen?“
Er erwiderte ihnen:
„Gewiß kommt Elias zuerst und stellt alles wieder her. Aber wie steht doch von des Menschen Sohn geschrieben? Er müsse „viel leiden“ und für nichts erachtet werden. Nun denn, ich sage euch, Elias ist schon gekommen – und sie haben ihn nach ihrer Willkür behandelt, wie es von ihm geschrieben steht.“
„Die Schriftgelehrten sind doch der Ansicht, erst müsse Elias kommen?“
Er erwiderte ihnen:
„Gewiß kommt Elias zuerst und stellt alles wieder her. Aber wie steht doch von des Menschen Sohn geschrieben? Er müsse „viel leiden“ und für nichts erachtet werden. Nun denn, ich sage euch, Elias ist schon gekommen – und sie haben ihn nach ihrer Willkür behandelt, wie es von ihm geschrieben steht.“
Sonntag, 29. Juni 2008 17:52
GerdEric: @Pünktchen
Der verheissene Name ist Emanuel, nicht Jesus (als An-Bindung an Josua, dem Nachfolger des Moses).
Dem Josua ging Moses voraus, dem Jesus ging Johannes der Täufer voraus, doch bevor Maschiach kommt wird Elias wiederkommen.
herzlichen Gruß
Dem Josua ging Moses voraus, dem Jesus ging Johannes der Täufer voraus, doch bevor Maschiach kommt wird Elias wiederkommen.
herzlichen Gruß
Sonntag, 29. Juni 2008 16:46
Pünktchen: GerdEric
Gott ist nach dem Glauben der Kirche
in Jesus von Nazareth Mensch geworden. Von
diesem bekundet der Hl. Petrus:
>> Er ist „der Stein“, der von euch, „den Erbauern, verworfen“ – aber „zum Eckstein wurde“ (Ps 117, 22),
und das Heil ist in keinem anderen. Denn kein anderer
Name ist unter dem Himmel den Menschen gegeben,
daß wir in ihm das Heil erlangen sollten. <<
Gelobt sei Jesus Christus – in Ewigkeit. Amen.
in Jesus von Nazareth Mensch geworden. Von
diesem bekundet der Hl. Petrus:
>> Er ist „der Stein“, der von euch, „den Erbauern, verworfen“ – aber „zum Eckstein wurde“ (Ps 117, 22),
und das Heil ist in keinem anderen. Denn kein anderer
Name ist unter dem Himmel den Menschen gegeben,
daß wir in ihm das Heil erlangen sollten. <<
Gelobt sei Jesus Christus – in Ewigkeit. Amen.
Sonntag, 29. Juni 2008 16:28
GerdEric: @Pünktchen
Der Weg des Sohnes Gottes ist in der Tat ein anderer: er ist der Weg aus der Gottheit heraus in die Erniedrigung
und Knechtsgestalt als Mensch und in den Tod am Kreuz. Und diesen Weg konnte keiner gehen, der Mensch
und nichts als Mensch ist!
Und wenn G’TT der HERR den Weg beschritt, sich zu erniedrigen, so doch Tausendfach in den vielen Gekreuzigten, die das römische Reich vom jüdischen Volk forderte.
Und wenn G’TT der HERR den Weg beschritt, sich zu erniedrigen, so doch Tausendfach in den vielen Gekreuzigten, die das römische Reich vom jüdischen Volk forderte.
Sonntag, 29. Juni 2008 14:22
Pünktchen: GerdEric
Der Weg des Sohnes Gottes ist in der Tat ein anderer: er ist der Weg aus der Gottheit heraus in die Erniedrigung und Knechtsgestalt als Mensch und in den Tod am Kreuz. Und diesen Weg konnte keiner gehen, der Mensch und nichts als Mensch ist!
Sonntag, 29. Juni 2008 12:21
GerdEric: Ja, Pünktchen,
und G’TT liess sich zu Tausenden für Sein Volk zu der Zeit ermorden… dass Jesus einen anderen Weg wählte, so ist der doch nur etwas anders als der des Täufers, der das Volk zur Umkehr aufrief.
Sonntag, 29. Juni 2008 11:51
Pünktchen: Ja, GerdEric,
und kann es eine größere Liebe geben?
Gott wurde ja zu diesem einzigen Zweck Mensch, uns Menschen in der Weise die größtmögliche Liebe zu erzeigen, die noch gerade eben in unsere menschliche Fassungskraft fällt.
Da das „Wort Gottes“ seine Gottheit nicht als Raub nahm (Phil. 2,6), sondern sich entäußerte und Knechtsgestalt annahm, ist das Opfer, das der Gottmensch darbringt von einem ganz anderen und unschätzbaren Wert als jedes andere schätzenswerte Opfer.
Gott wurde ja zu diesem einzigen Zweck Mensch, uns Menschen in der Weise die größtmögliche Liebe zu erzeigen, die noch gerade eben in unsere menschliche Fassungskraft fällt.
Da das „Wort Gottes“ seine Gottheit nicht als Raub nahm (Phil. 2,6), sondern sich entäußerte und Knechtsgestalt annahm, ist das Opfer, das der Gottmensch darbringt von einem ganz anderen und unschätzbaren Wert als jedes andere schätzenswerte Opfer.
Sonntag, 29. Juni 2008 11:43
GerdEric: Umgekehrt stimmt es aber, was der Lieblingsjünger Jesu im NT schreibt:
Kann es eine größere Liebe als die des Freundes geben, der sich und sein Leben um unseretwillen opfert?
Zur Zeit Jesus opferten sich viele für ihr Volk, ihre Freunde, ihren Glauben,
viele wurden gekreuzigt.
Zur Zeit Jesus opferten sich viele für ihr Volk, ihre Freunde, ihren Glauben,
viele wurden gekreuzigt.
Sonntag, 29. Juni 2008 11:41
Pünktchen: Aida: Sie haben es noch immer nicht verstanden.
Es geht nicht darum, was Gott „bedarf“, Gott ist sich selbst genug! Es geht darum, wessen wir bedürfen.
Das christliche Bekenntnis enthält daher an vielen Stellen das berühmte „pro nobis“. Für uns ist Gott
Mensch geworden, für uns hat er gelitten und er ist für uns gestorben, für uns hat er das Gedächtnis
seines Todes gestiftet in der Hl. Messe …
In all dem kommt uns Gott näher als durch bloße vom Himmel herabgefallene Worte oder durch gebetsmühlenartig wiederholte Androhung von Höllenstrafen. Er wirbt durch ein großes Liebeswerk um unsere freie Gegenliebe, um unser Herz!
Die Liebe ist nun dadurch, daß Gott uns zuerst geliebt hat (vgl. 1 Joh 4, 10), nicht mehr nur ein ,,Gebot’’, sondern Antwort auf das Geschenk des Geliebtseins, mit dem Gott uns entgegengeht.
Der Unterschied zu anderen Opfern, die andere Menschen bringen ist der nämliche Unterschied zwischen Jesus Christus und anderen Menschen: Jesus ist das fleischgewordene Wort Gottes selbst, er ist wahrer Mensch und wahrer Gott, sein Tod und seine Auferstehung stehen für die Zeitenwende von der angekündigten zur gekommenen Erlösung der Menschheit.
In all dem kommt uns Gott näher als durch bloße vom Himmel herabgefallene Worte oder durch gebetsmühlenartig wiederholte Androhung von Höllenstrafen. Er wirbt durch ein großes Liebeswerk um unsere freie Gegenliebe, um unser Herz!
Die Liebe ist nun dadurch, daß Gott uns zuerst geliebt hat (vgl. 1 Joh 4, 10), nicht mehr nur ein ,,Gebot’’, sondern Antwort auf das Geschenk des Geliebtseins, mit dem Gott uns entgegengeht.
Der Unterschied zu anderen Opfern, die andere Menschen bringen ist der nämliche Unterschied zwischen Jesus Christus und anderen Menschen: Jesus ist das fleischgewordene Wort Gottes selbst, er ist wahrer Mensch und wahrer Gott, sein Tod und seine Auferstehung stehen für die Zeitenwende von der angekündigten zur gekommenen Erlösung der Menschheit.
Samstag, 28. Juni 2008 23:43
Aida: Liebes Pünktchen
Ja aber der Freund der sein Leben opferte kann auch Imam Hussain sein oder nicht?
Auch der Imam wußte seinen Tod voraus, trotzdem zog er nach Kerbala.
Er hat sich geopfert für uns. Aber es war sicher nicht Allahs Willen dass der Imam getötet wurde. Es waren die Menschen die ihnen töteten.
Natürlich kann Gott Mensch werden, aber warum sollte er seines eigenen Todes bedürfen um uns „zu erlösen“? Von was überhaupt? Wenn Allah uns erlösen wollte so würde er es einfach tun. Dazu benötigt er nichts. Auch kein Opfer. Auch nicht „sich selbst“.
„Die eifrig hin zur Kaaba pilgern,
Wenn sie ans Ziel gekommen sind,
Sie sehn ein hohes Haus von Stein,
In einem Tale ohne Saat.
Sie gingen hin um Gott zu sehn,
Sie suchten, fanden ihn doch nicht.
Nachdem sie lang das Haus umkreist,
Scholl eine Stimme so daraus:
„Was betet ihr Steine an?
Sicht nicht das wahre Gotteshaus?
Das Haus des Herzens, Haus der Wahrheit!
Wohl dem, der eingeht in dies Haus!
Wohl denen, die wie Schems Tebrisi,
Die Wüsten meidend sind zu Haus.“
Dschelaleddin Rumi.
Auch der Imam wußte seinen Tod voraus, trotzdem zog er nach Kerbala.
Er hat sich geopfert für uns. Aber es war sicher nicht Allahs Willen dass der Imam getötet wurde. Es waren die Menschen die ihnen töteten.
Natürlich kann Gott Mensch werden, aber warum sollte er seines eigenen Todes bedürfen um uns „zu erlösen“? Von was überhaupt? Wenn Allah uns erlösen wollte so würde er es einfach tun. Dazu benötigt er nichts. Auch kein Opfer. Auch nicht „sich selbst“.
„Die eifrig hin zur Kaaba pilgern,
Wenn sie ans Ziel gekommen sind,
Sie sehn ein hohes Haus von Stein,
In einem Tale ohne Saat.
Sie gingen hin um Gott zu sehn,
Sie suchten, fanden ihn doch nicht.
Nachdem sie lang das Haus umkreist,
Scholl eine Stimme so daraus:
„Was betet ihr Steine an?
Sicht nicht das wahre Gotteshaus?
Das Haus des Herzens, Haus der Wahrheit!
Wohl dem, der eingeht in dies Haus!
Wohl denen, die wie Schems Tebrisi,
Die Wüsten meidend sind zu Haus.“
Dschelaleddin Rumi.
Samstag, 28. Juni 2008 23:21
Pünktchen: Aida:
dass Gott nichts bedarf. Er benötigt NICHTS! Auch kein Opfer.
Das ist sicher richtig! Dennoch kann aber Gott in freiem Ratschluß seinen Sohn unseren Händen ausliefern, er kann ein Sinnbild seiner Liebe stiften, das ja – wie ich schon andernorts schrieb – von seiner Seite vollkommen ungeschuldet ist. Er kann auch Mensch werden, Aida, denn er ist Gott! Er kann auch unendlich klein werden, denn er ist der unendlich Große! (Allahu akbar!) Aida, vermessen Sie sich nicht, Gott vorzuschreiben, wie er uns erlösen will, sondern buchstabieren Sie es demütig nach, was der Lieblingsjünger Jesu Johannes so formuliert:
Gott hat uns zuerst geliebt …
Das ist sicher richtig! Dennoch kann aber Gott in freiem Ratschluß seinen Sohn unseren Händen ausliefern, er kann ein Sinnbild seiner Liebe stiften, das ja – wie ich schon andernorts schrieb – von seiner Seite vollkommen ungeschuldet ist. Er kann auch Mensch werden, Aida, denn er ist Gott! Er kann auch unendlich klein werden, denn er ist der unendlich Große! (Allahu akbar!) Aida, vermessen Sie sich nicht, Gott vorzuschreiben, wie er uns erlösen will, sondern buchstabieren Sie es demütig nach, was der Lieblingsjünger Jesu Johannes so formuliert:
Gott hat uns zuerst geliebt …
Samstag, 28. Juni 2008 23:15
Pünktchen: Warum Gott seinem Liebeswillen mit den Menschen die Gestalt eines Gekreuzigten gegeben hat,
bleibt geheimnisvoll, Aida! Umgekehrt stimmt es aber, was der Lieblingsjünger Jesu im NT schreibt: Kann
es eine größere Liebe als die des Freundes geben, der sich und sein Leben um unseretwillen opfert?
Der Papst erläutert in seiner Enzyklika „Deus caritas est“:
Die Liebe ist nun dadurch, daß Gott uns zuerst geliebt hat (vgl. 1 Joh 4, 10), nicht mehr nur ein ,,Gebot’’, sondern Antwort auf das Geschenk des Geliebtseins, mit dem Gott uns entgegengeht.
Für den Christen ist das Kreuz daher ein Siegeszeichen und der Tod hat – wie Paulus schreibt – seinen Stachel verloren! In der scheinbar größten Ohnmacht bewährt sich geheimnisvoll die Macht Gottes, dessen Liebe keine Grenzen kennt und keine Abgründe scheut, wenn es gilt Menschen aus der Finsternis und Gottverlassenheit zu erlösen.
Der Papst erläutert in seiner Enzyklika „Deus caritas est“:
Die Liebe ist nun dadurch, daß Gott uns zuerst geliebt hat (vgl. 1 Joh 4, 10), nicht mehr nur ein ,,Gebot’’, sondern Antwort auf das Geschenk des Geliebtseins, mit dem Gott uns entgegengeht.
Für den Christen ist das Kreuz daher ein Siegeszeichen und der Tod hat – wie Paulus schreibt – seinen Stachel verloren! In der scheinbar größten Ohnmacht bewährt sich geheimnisvoll die Macht Gottes, dessen Liebe keine Grenzen kennt und keine Abgründe scheut, wenn es gilt Menschen aus der Finsternis und Gottverlassenheit zu erlösen.
Samstag, 28. Juni 2008 23:07
Aida: Ja aber in Koran steht eben
dass Gott nichts bedarf. Er benötigt NICHTS! Auch kein Opfer. Wieso soll Gott so etwas grausames nötig
haben?
Sorry wenn ich dir auf die Nerven gehe!
Das GEBET von Dschelaleddin Rumi
»O Gott!« rief einer viele Nächte lang,
Und süß ward ihm sein Mund von diesem Klang.
»Viel rufst du wohl«, sprach Satan voller Spott.
»Wo bleibt die Antwort >Hier bin Ich!< von Gott?
Nein, keine Antwort kommt vom Thron herab!
Wie lange schreist du noch >O Gott!<? Laß’ ab!«
Als er betrübt, gesenkten Hauptes, schwieg,
Sah er im Traum, wie Chidr niederstieg
Und sprach: »Warum nennst du Ihn denn nicht mehr?
Was du ersehnt – bereust du es so sehr?«
Er sprach: »Nie kommt die Antwort: »Ich bin hier!«
So fürchte ich, Er weist die Türe mir!«
»Dein Ruf >O Gott!< ist Mein Ruf: >Ich bin hier!<
Dein Schmerz und Flehn ist Botschaft doch von Mir,
Und all dein Streben, um Mich zu erreichen –
Daß ich zu Mir dich ziehe, ist’s ein Zeichen!
Dein Liebesschmerz ist Meine Huld für dich –
Im Ruf >O Gott!< sind hundert >Hier bin Ich!<«
Sorry wenn ich dir auf die Nerven gehe!
Das GEBET von Dschelaleddin Rumi
»O Gott!« rief einer viele Nächte lang,
Und süß ward ihm sein Mund von diesem Klang.
»Viel rufst du wohl«, sprach Satan voller Spott.
»Wo bleibt die Antwort >Hier bin Ich!< von Gott?
Nein, keine Antwort kommt vom Thron herab!
Wie lange schreist du noch >O Gott!<? Laß’ ab!«
Als er betrübt, gesenkten Hauptes, schwieg,
Sah er im Traum, wie Chidr niederstieg
Und sprach: »Warum nennst du Ihn denn nicht mehr?
Was du ersehnt – bereust du es so sehr?«
Er sprach: »Nie kommt die Antwort: »Ich bin hier!«
So fürchte ich, Er weist die Türe mir!«
»Dein Ruf >O Gott!< ist Mein Ruf: >Ich bin hier!<
Dein Schmerz und Flehn ist Botschaft doch von Mir,
Und all dein Streben, um Mich zu erreichen –
Daß ich zu Mir dich ziehe, ist’s ein Zeichen!
Dein Liebesschmerz ist Meine Huld für dich –
Im Ruf >O Gott!< sind hundert >Hier bin Ich!<«
Samstag, 28. Juni 2008 23:00
Pünktchen: Der Unterschied zu den Opfern der Azteken
Wenn es stimmt, daß sich Gott selbst in seiner Gestalt als Mensch in unsere Verhältnisse eingemischt
hat und uns das einzig in seinen Augen gültige Opfer übergibt, das wir in unseren Gottesdiensten ihm
in den Gestalten von Brot und Wein darbringen sollen, dann hat er auf diese Weise zunächst allen blutigen
Opfern ein Ende bereitet. Er sagt ja explizit, nur dieses Opfer sei vor ihm wohlgefällig und wirksam
bis zum Ende der Zeiten. Dieses Opfer bringt der Priester vor Gott den Vater in der Eucharistie, allerdings
unblutig in den Gestalten von Brot und Wein. Der christliche Kult ist also der Höhepunkt allen Opferns
und zugleich das Ende allen Blutvergießens auf Opferaltären.
Das AT kannte sehr wohl schon die Opferkritik und dennoch blieb der Opferkult im Jerusalemer Tempel für das Judentum zentral. Das christliche Opfer nimmt beide Motive auf: Gott bestätigt einerseits die Opferkritik: „ja, ihr habt nichts, was ihr mir opfern könntet, denn alles gehört mir schon“, „ja, ich will von Dir kein Blut, sondern Dein reumütiges Herz sei ein Opfer…“ Andererseits aber gibt Gott selbst den Menschen, die vor ihm doch gar nichts haben, das einzige, was er als Opfer anerkennen will, weil dies in seinem ewigen Liebesratschluß so beschlossen ist: seinen Sohn in der Gestalt eines einfachen Menschen und d.h. gewissermaßen sich selbst! Er liefert sich unseren Händen aus, weil doch unsere Hände vor ihm immer leer sind!
Das AT kannte sehr wohl schon die Opferkritik und dennoch blieb der Opferkult im Jerusalemer Tempel für das Judentum zentral. Das christliche Opfer nimmt beide Motive auf: Gott bestätigt einerseits die Opferkritik: „ja, ihr habt nichts, was ihr mir opfern könntet, denn alles gehört mir schon“, „ja, ich will von Dir kein Blut, sondern Dein reumütiges Herz sei ein Opfer…“ Andererseits aber gibt Gott selbst den Menschen, die vor ihm doch gar nichts haben, das einzige, was er als Opfer anerkennen will, weil dies in seinem ewigen Liebesratschluß so beschlossen ist: seinen Sohn in der Gestalt eines einfachen Menschen und d.h. gewissermaßen sich selbst! Er liefert sich unseren Händen aus, weil doch unsere Hände vor ihm immer leer sind!
Samstag, 28. Juni 2008 22:51
Aida: Liebes Pünktchen
ich verstehe nicht warum GOTT! das wollen sollte.
Hier geht es um Gott nicht um Menschen.
Christentum sagt doch, dass GOTT es so gewollt hat. Warum Gott? Dass Gott wollte dass Jesus stirbt. Warum sollte er das wollen. Das ist GRAUSAM!
Das die Menschen es so wollen – ok. Beschäftige dich doch mal mit Imam Hussain. Ich habe schon viel von ihm gepostet hier. Er wurde auch von Menschen getötet. Es war auch Unrecht. Wir (Shiiten) tun alle Buße für ihn und was man ihm angetan hat. Aber niemand sagt dass Gott es so wollte. Jeder weiß dass Gott es NICHT so wollte. Dass es die Menschen waren die ihn aus Habsucht und Machtgier und Korruption usw. gemordet haben.
So war es meiner Meinung nach auch bei Jesus. Aber warum sagen die Christen dass GOTT es gewollt hat das Jesus stirbt oder dass Gott es gebraucht hat wegen der Sünden usw.
Hier geht es um Gott nicht um Menschen.
Christentum sagt doch, dass GOTT es so gewollt hat. Warum Gott? Dass Gott wollte dass Jesus stirbt. Warum sollte er das wollen. Das ist GRAUSAM!
Das die Menschen es so wollen – ok. Beschäftige dich doch mal mit Imam Hussain. Ich habe schon viel von ihm gepostet hier. Er wurde auch von Menschen getötet. Es war auch Unrecht. Wir (Shiiten) tun alle Buße für ihn und was man ihm angetan hat. Aber niemand sagt dass Gott es so wollte. Jeder weiß dass Gott es NICHT so wollte. Dass es die Menschen waren die ihn aus Habsucht und Machtgier und Korruption usw. gemordet haben.
So war es meiner Meinung nach auch bei Jesus. Aber warum sagen die Christen dass GOTT es gewollt hat das Jesus stirbt oder dass Gott es gebraucht hat wegen der Sünden usw.
Samstag, 28. Juni 2008 22:33
Pünktchen: Aida:
Der Tod des Gerechten für die Sünder ist vom Propheten Jesaja im 53. Kapitel (und andernorts!) vorhergesagt
worden in den Liedern vom leidenden Gottesknecht! Dieser Text stammt aus einer Zeit, die ein halbes Jahrtausend
vor dem Erscheinen Jesu liegt:
2 Vor seinen Augen wuchs er auf wie ein junger Spross, / wie ein Wurzeltrieb aus trockenem Boden. Er hatte keine schöne und edle Gestalt, / sodass wir ihn anschauen mochten. Er sah nicht so aus, / dass wir Gefallen fanden an ihm.
3 Er wurde verachtet und von den Menschen gemieden, / ein Mann voller Schmerzen, / mit Krankheit vertraut. Wie einer, vor dem man das Gesicht verhüllt, / war er verachtet; wir schätzten ihn nicht.
4 Aber er hat unsere Krankheit getragen / und unsere Schmerzen auf sich geladen. Wir meinten, er sei von Gott geschlagen, / von ihm getroffen und gebeugt.
5 Doch er wurde durchbohrt wegen unserer Verbrechen, / wegen unserer Sünden zermalmt. Zu unserem Heil lag die Strafe auf ihm, / durch seine Wunden sind wir geheilt.
6 Wir hatten uns alle verirrt wie Schafe, / jeder ging für sich seinen Weg. Doch der Herr lud auf ihn / die Schuld von uns allen.
7 Er wurde misshandelt und niedergedrückt, / aber er tat seinen Mund nicht auf. Wie ein Lamm, das man zum Schlachten führt, / und wie ein Schaf angesichts seiner Scherer, / so tat auch er seinen Mund nicht auf.
Der Gedanke einer stellvertretenden Sühne ist hier schon klar ausgesprochen!
Sie fragen: Was hat das mit Liebe zu tun, wenn jemand sich für Sie opfert, Aida?
2 Vor seinen Augen wuchs er auf wie ein junger Spross, / wie ein Wurzeltrieb aus trockenem Boden. Er hatte keine schöne und edle Gestalt, / sodass wir ihn anschauen mochten. Er sah nicht so aus, / dass wir Gefallen fanden an ihm.
3 Er wurde verachtet und von den Menschen gemieden, / ein Mann voller Schmerzen, / mit Krankheit vertraut. Wie einer, vor dem man das Gesicht verhüllt, / war er verachtet; wir schätzten ihn nicht.
4 Aber er hat unsere Krankheit getragen / und unsere Schmerzen auf sich geladen. Wir meinten, er sei von Gott geschlagen, / von ihm getroffen und gebeugt.
5 Doch er wurde durchbohrt wegen unserer Verbrechen, / wegen unserer Sünden zermalmt. Zu unserem Heil lag die Strafe auf ihm, / durch seine Wunden sind wir geheilt.
6 Wir hatten uns alle verirrt wie Schafe, / jeder ging für sich seinen Weg. Doch der Herr lud auf ihn / die Schuld von uns allen.
7 Er wurde misshandelt und niedergedrückt, / aber er tat seinen Mund nicht auf. Wie ein Lamm, das man zum Schlachten führt, / und wie ein Schaf angesichts seiner Scherer, / so tat auch er seinen Mund nicht auf.
Der Gedanke einer stellvertretenden Sühne ist hier schon klar ausgesprochen!
Sie fragen: Was hat das mit Liebe zu tun, wenn jemand sich für Sie opfert, Aida?
Samstag, 28. Juni 2008 14:31
Aida: Ich versteh gar nix
Gott wird Mensch um in seinem Tod ein Beispiel zu geben??????????
Für was? Wie kann Gott überhaupt sterben? Und wenn er stirbt welchen Sinn hat das?
Was hat das mit LIEBE zu tun? Ein Mensch wird auf brutalstmögliche Weise umgebracht und du erzählst das hätte was mit Liebe zu tun?
Was für eine Liebe soll das sein? Ich verstehe unter Liebe ganz was anderes! Warum hat Gott ihn nach deiner Religon nicht gerettet? Gott ist allmächtig! Weißt du das nicht?
Wo ist der Unterschied zu den Opfern der Azteken? Oder zu dem Beispiel das ich sagte aus Afrika?
Für was? Wie kann Gott überhaupt sterben? Und wenn er stirbt welchen Sinn hat das?
Was hat das mit LIEBE zu tun? Ein Mensch wird auf brutalstmögliche Weise umgebracht und du erzählst das hätte was mit Liebe zu tun?
Was für eine Liebe soll das sein? Ich verstehe unter Liebe ganz was anderes! Warum hat Gott ihn nach deiner Religon nicht gerettet? Gott ist allmächtig! Weißt du das nicht?
Wo ist der Unterschied zu den Opfern der Azteken? Oder zu dem Beispiel das ich sagte aus Afrika?
Samstag, 28. Juni 2008 13:41
Pünktchen: Aida: „Was für einen Sinn hat das?“
Der Sinn besteht darin, daß Gott aus einer ungeschuldeten und unerklärlich-abgründigen Liebe zum Menschen
heraus Mensch wird um in dem Tod des Sündelosen ein unübertreffliches Sinnbild seiner selbst zu geben,
denn Deus caritas est: Gott ist die Liebe!
„Die Liebe ist nun dadurch, daß Gott uns zuerst geliebt hat (vgl. 1 Joh 4, 10), nicht mehr nur ein ,,Gebot’’, sondern Antwort auf das Geschenk des Geliebtseins, mit dem Gott uns entgegengeht…
In einer Welt, in der mit dem Namen Gottes bisweilen die Rache oder gar die Pflicht zu Haß und Gewalt verbunden wird, ist dies eine Botschaft von hoher Aktualität und von ganz praktischer Bedeutung
„Die Liebe ist nun dadurch, daß Gott uns zuerst geliebt hat (vgl. 1 Joh 4, 10), nicht mehr nur ein ,,Gebot’’, sondern Antwort auf das Geschenk des Geliebtseins, mit dem Gott uns entgegengeht…
In einer Welt, in der mit dem Namen Gottes bisweilen die Rache oder gar die Pflicht zu Haß und Gewalt verbunden wird, ist dies eine Botschaft von hoher Aktualität und von ganz praktischer Bedeutung
Samstag, 28. Juni 2008 00:57
Aida: Ja aber was soll das
sein? Warum muss jemand geopfert werden? Für was?
Warum denn überhaupt?
Allah forderte Abraham auf Ismail zu opfern um seinen Gehorsam zu „testen“. Im Koran steht an vielen Stellen (sinngemäß): Allah hat nichts nötig! Er benötigt kein Gebet, kein Fasten, keine Opfer, nichtmal Menschen. Das gibt es für die Menschen. Weil die es benötigen.
Wieso sollte Allah so grausam sein wie sie sagen?
Was für einen Sinn hat das?
Warum denn überhaupt?
Allah forderte Abraham auf Ismail zu opfern um seinen Gehorsam zu „testen“. Im Koran steht an vielen Stellen (sinngemäß): Allah hat nichts nötig! Er benötigt kein Gebet, kein Fasten, keine Opfer, nichtmal Menschen. Das gibt es für die Menschen. Weil die es benötigen.
Wieso sollte Allah so grausam sein wie sie sagen?
Was für einen Sinn hat das?
Samstag, 28. Juni 2008 00:47
Dr. Christoph Heger: Lehnt Allah Menschenopfer ab?
Aida bedient sich einer auch gelegentlich von jüdischen Polemikern eingesetzten Äquivokation betreffend
das Wort „Menschenopfer“.
Letzteres dient gewöhnlich dazu, die kultische bzw. magische Opferung von Menschen anstatt von Opfertieren zu bezeichnen. Das wird schon im AT und im Islam abgelehnt – mit der bemerkenswerten Ausnahme, daß nach beiden Gott dem Abraham befohlen hat, seinen Sohn Isaak (nach einigen islamischen Richtungen Ismael) zu opfern, und es Abraham auch als Verdienst angerechnet wird, bereit zu sein, diesem Befehl zu folgen. Daß Gott nachträglich den Vollzug der Gehorsamstat verhindert, ändert daran nichts.
Die Äquivokation besteht nun darin, daß das Wort „Menschenopfer“ auch angewendet wird, wenn ein Mensch sich für etwas – seine Frau, seine Kinder, sein Vaterland, Christus für die Erlösung der Menschen usw. – „opfert“. Sie ist insofern ein übler Trick, als versucht wird, die Unsittlichkeit des Menschenopfers im ersten Sinn auch auf dieses Selbstopfer eines Menschen zu beziehen.
Natürlich lehnt „Allah“ diese Art von „Menschenopfern“ nicht ab. Er belohnt ja bekanntlich die Schlagetot-„Märtyrer“, die das Pech haben, statt andere im Dschihad totzuschlagen, selbst totgeschlagen zu werden, mit den berühmten 72 und mehr „Huris“ (aus denen in der Zwischenzeit – dank Christoph Luxenberg – allerdings Weintrauben geworden sind).
MfG
Christoph Heger
Letzteres dient gewöhnlich dazu, die kultische bzw. magische Opferung von Menschen anstatt von Opfertieren zu bezeichnen. Das wird schon im AT und im Islam abgelehnt – mit der bemerkenswerten Ausnahme, daß nach beiden Gott dem Abraham befohlen hat, seinen Sohn Isaak (nach einigen islamischen Richtungen Ismael) zu opfern, und es Abraham auch als Verdienst angerechnet wird, bereit zu sein, diesem Befehl zu folgen. Daß Gott nachträglich den Vollzug der Gehorsamstat verhindert, ändert daran nichts.
Die Äquivokation besteht nun darin, daß das Wort „Menschenopfer“ auch angewendet wird, wenn ein Mensch sich für etwas – seine Frau, seine Kinder, sein Vaterland, Christus für die Erlösung der Menschen usw. – „opfert“. Sie ist insofern ein übler Trick, als versucht wird, die Unsittlichkeit des Menschenopfers im ersten Sinn auch auf dieses Selbstopfer eines Menschen zu beziehen.
Natürlich lehnt „Allah“ diese Art von „Menschenopfern“ nicht ab. Er belohnt ja bekanntlich die Schlagetot-„Märtyrer“, die das Pech haben, statt andere im Dschihad totzuschlagen, selbst totgeschlagen zu werden, mit den berühmten 72 und mehr „Huris“ (aus denen in der Zwischenzeit – dank Christoph Luxenberg – allerdings Weintrauben geworden sind).
MfG
Christoph Heger
Freitag, 27. Juni 2008 22:13
Aida: Ja na und?
Ich verstehe nicht was das jetzt bedeutet?
Freitag, 27. Juni 2008 22:01
Pünktchen: Martin Luther und der PSEUDO-Lutheraner:
Der Reformator aus Wittenberg auf dem Marburger Religionsgespräch mit Zwingli 1529 zur Frage der Realpräsenz:
„Das Wort ist zu gewaltig! ‘Das ist mein Leib!’ Daran kann man nicht herumdeuteln.“
„Das Wort ist zu gewaltig! ‘Das ist mein Leib!’ Daran kann man nicht herumdeuteln.“
Freitag, 27. Juni 2008 21:57
Aida: …Fortsetzung
Daran wird beim Opferfest erinnert wo man sich daran erinert wie Abraham Ismail opfern sollte genau an
der Stelle wo heute Jerusalem steht (Felsendom). Aber Allah lehnte das dann ab weil er sah dass Abraham
so gläubig war dass er sogar dazu bereit war und dann opferten Abraham und sein Sohn zusammen einen Widder.
Man schlachtet dabei immer ein Tier (zum Bsp. Schaf).
Man schlachtet dabei immer ein Tier (zum Bsp. Schaf).
Freitag, 27. Juni 2008 21:53
Aida: Ja also jetzt hab ich mich wohl unbeliebt gemacht?
Ich wusste nicht dass das vielleicht als Beleidigung aufgefasst wird. Also Entschuldigung wenn sich jemand
in seinen religiösen Gefühlen verletzt haben sollte. War nicht meine Absicht. Nur ein bisschen ist es
schon so wie in dem Beitrag gesagt. Ich habe mal einen Artikel gelesen der den Kult der Azteken und die
Religonen der Ureinwohner Afrikas mit Christen vergleicht und deshalb habe ich so einen Eindruck. Die
Ureinwohner in Afrika z.B. suchen sich manchmal den schwächsten Menschen und den unbeliebtesten usw.
ihres Dorfes und „schmücken“ ihn festlich als Opfer für die Götter. Dann jagen sie ihn fort und verfolgen
und töten ihn. Sie laden damit symbolisch ihre Schuld auf den Mann und der trägt sie dann. Und genau
das sagen auch die Christen über Jesus. Und Jesus war wohl auch der „Schwächste“, wiel er ja immer von
Liebe und keine Gewalt und so weiter geredet hat. Das ist Schwäche. Wie bei den Afrikanern. Und bei den
Azteken ist es so dass die geopferten Menschen nach ihrem Tod wie Götter wurden so dass alte Menschen
sich gern opfern ließen. Genau wie bei den Christen wo Jesus ja auch vergöttlicht wurde.
Das habe ich gemeint.
In Islam ist Jesus nur ein Prophet. Es ist wichtig was er SAGT, er hat keine irgendwie symbolische Bedeutung. Das finde ich besser. Ich finde es auch komisch dass Christen immer sagen ihr Gott sei ja so toll und so lieb („lieber Gott“) obwohl er so grausam sein soll! Oder ist das nicht schrecklich grausam? In Islam lehnt Allah Menschenopfer ab.
Das habe ich gemeint.
In Islam ist Jesus nur ein Prophet. Es ist wichtig was er SAGT, er hat keine irgendwie symbolische Bedeutung. Das finde ich besser. Ich finde es auch komisch dass Christen immer sagen ihr Gott sei ja so toll und so lieb („lieber Gott“) obwohl er so grausam sein soll! Oder ist das nicht schrecklich grausam? In Islam lehnt Allah Menschenopfer ab.
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