nach seinem Werk „Über die Herrschaft der Fürsten“. Es wird gezeigt, daß für Thomas von Aquin die
Monarchie die perfekte Staatsform ist. Die Demokratie ist für den Aquinaten hingegen eine abzulehnende
Verfallsform.
Obwohl das Buch „Über die Herrschaft der Fürsten“ einem Fürsten, dem Kreuzfahrer-König
Hugo II. von Sizilien und Jerusalem gewidmet ist, spricht der hl. Thomas mit größten Freimut auch über
andere mögliche Staatsformen und über die Entartungen der staatlichen Gewalt. In der westlichen Welt
könnte sich derartiges analog heute kein einziger Historiker mehr leisten ohne Karriere, Ruf, Leben und
Freiheit massiv zu riskieren.
Dienstag, 1. Juli 2008 10:41
Dienstag, 1. Juli 2008 15:10
Lorenz: Die Frage ist,…
… ob man zu der Einsicht, dass die Monarchie eine den genannten Alternativen überlegene Staatsform
ist, auch innerhalb modernen staatswissenschaftlichen Räsonierens (Theorie der Verfassung, Sozialwahltheorie,
Demokratietheorie) kommen kann.
Wir leben in einer Welt, der die antike Demokratieskepsis verloren gegangen scheint (wenn man von jüngeren Umfragen absieht). Dadurch werden die Defizite der Demokratie unter- und die Defizite der Monarchie überbewertet.
Was ich zum Thema soeben ergoogelte:
Thomas von Aquin gilt mit der Bemerkung, „daß eine übertriebene Vereinheitlichung und Gleichschaltung den Bestand des aus verschiedenen Gebilden zusammengesetzten Gemeinwesens bedroht“, als Erstformulierer des Subsidiaritätsprinzips. Dieses erkennt den Sinn der Monarchie darin, dass es in Konflikten zwischen subalternen Einheiten des Staates eine übergeordnete Instanz mit der Kompetenz zur Konfliktbehebung geben muss. Ein Monarch dient dem Staat damit sozusagen als oberster Schiedsrichter.
Über die Frage, wie ein Monarch vom einfachen sündigen Bürger zum Staatsmann wird, der hinreichend korruptionsresistent ist, äußert sich Thomas leider nur mit Bezug auf die notwendige Christlichkeit des Fürsten. Vielleicht kann man sagen, dass die schiere Symbolik des Staatsamtes aus einem Politiker einen Staatsmann macht. Darauf muss man ja auch in einer Demokratie hoffen.
Wir leben in einer Welt, der die antike Demokratieskepsis verloren gegangen scheint (wenn man von jüngeren Umfragen absieht). Dadurch werden die Defizite der Demokratie unter- und die Defizite der Monarchie überbewertet.
Was ich zum Thema soeben ergoogelte:
Thomas von Aquin gilt mit der Bemerkung, „daß eine übertriebene Vereinheitlichung und Gleichschaltung den Bestand des aus verschiedenen Gebilden zusammengesetzten Gemeinwesens bedroht“, als Erstformulierer des Subsidiaritätsprinzips. Dieses erkennt den Sinn der Monarchie darin, dass es in Konflikten zwischen subalternen Einheiten des Staates eine übergeordnete Instanz mit der Kompetenz zur Konfliktbehebung geben muss. Ein Monarch dient dem Staat damit sozusagen als oberster Schiedsrichter.
Über die Frage, wie ein Monarch vom einfachen sündigen Bürger zum Staatsmann wird, der hinreichend korruptionsresistent ist, äußert sich Thomas leider nur mit Bezug auf die notwendige Christlichkeit des Fürsten. Vielleicht kann man sagen, dass die schiere Symbolik des Staatsamtes aus einem Politiker einen Staatsmann macht. Darauf muss man ja auch in einer Demokratie hoffen.
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