Anläßlich der Ausstellung unter dem Thema „Gott weiblich“, die vom 4. Mai bis 3. August 2008 im Diözesanmuseum
Rottenburg zu sehen ist, veröffentlichte die Zeitschrift des Katholischen Bibelwerkes einen sehr interessanten
Beitrag. Der Text wurde im Heft „Welt und Umwelt der Bibel“ publiziert:
Gott weiblich – Eine verborgene
Seite des biblischen Gottes
Es ist ein Menschenrecht, sich Gott auch weiblich vorstellen zu dürfen und
den Zugang zu Gott auch über weibliche Bilder zu finden“ – so pointiert formuliert es Othmar Keel, emeritierter
Alttestamentler aus Fribourg (Schweiz) und Initiator der Ausstellung „Gott weiblich“. Seine Argumentation
ist einsichtig: Wenn nach der Schöpfungserzählung Mann und Frau Abbild Gottes sind, dann müsse die
„Vorlage“ auch männliche und weibliche Züge tragen, sonst habe die biblische Aussage keinen Sinn. „Nur
beides zusammen drückt die Fülle Gottes aus“, so Keel.
Dienstag, 1. Juli 2008 18:55
Helga Kaiser: Der weibliche Gott der Bibel – Jahwe weiblich – die verborgenen Seite?
An das Göttliche in weiblicher Gestalt erinnert die Ausstellung mit etwa 300 Stein- und Tonskulpturen,
Bronzen, Rollsiegeln und Amuletten aus einem Zeitraum von 10.000 Jahren (9000 v. bis 500 n. Chr.), die
bis April 2008 in Fribourg großes Interesse erfuhr und sich ab Mai 2008 im Diözesanmuseum Rottenburg
befindet. Die Exponate aus der Sammlung des Bibel+Orient-Museums (Fribourg) werden in Rottenburg durch
herausragende Marienskulpturen und -tafelbilder des Diözesanmuseums ergänzt. Nun mag man fragen, was
Maria mit den alten Göttinnen zu tun hat. Bei näherem Hinsehen jedoch führt eine kulturgeschichtliche
Linie vom Göttlichen in weiblicher Gestalt zur Mutter Gottes.„Es geht um Gott!“
Für Wolfgang Urban, Diözesankonservator in Rottenburg, ist es „wie wenn man von der Überlieferung des biblischen Gottes eine dicke Sandschicht abbläst oder als ob sich gleich einer ägyptischen Grabkammer eine Grabkammer der Kulturgeschichte auftut.“ Er betont, dass das Thema der Ausstellung nicht Maria, sondern die Ganzheit Gottes sei. „Maria muss ganz Mensch sein, da es sonst keine Menschwerdung Christi gibt. Sie darf mit einer Göttin nicht das Geringste zu tun haben! Doch musste und muss sich die Bildsprache der Mariendarstellung an bekannten Vorgaben orientieren, damit ein Informationstransfer möglich war und Gläubige Grundbotschaften erkennen oder wiedererkennen konnten.“ Wie Christus im 4. Jh. in Rom als Sonnengott Sol mit dem Sonnenwagen dargestellt wurde, um zu signalisieren, dass er die neue Sonne der Gerechtigkeit ist, wird die Mutter Jesu stillend wie die ägyptische Isis abgebildet oder wie die altorientalische Göttin Tanit als Mutter mit Kind. Im Motiv der leidenden Mutter nimmt Maria das Schicksal der um ihre Kinder Horus und Persephone trauernden Göttinnen Isis oder Demeter auf. Maria steht auf der Mondsichel, ist Himmelskönigin und Morgenstern wie Ischtar, Venus oder Isis, manchmal umgeben von geflügelten Wesen. Wie die alten Göttinnen wird sie mit Tieren abgebildet – Löwen, Tauben, Schafen, Hunden. Besonders trächtige und säugende Tiere wie Gazellen, Ziegen und Schafe galten als deren Erscheinungsformen. Christliche Künstler zeigen Maria im Rosenhag, mit Blumenkranz oder in Gärten, im Ährenkleid, auf fruchtbarem Boden und in schöner Umgebung: Symbole für Liebe und Fruchtbarkeit, deren Hüterinnen im Alten Orient die Fruchtbarkeits- und Liebesgöttinnen waren. Viele der alten Göttinnen waren eng mit Mutter Erde, mit Früchten und Bäumen und mit dem Zyklus der Jahreszeiten verbunden. In (heute seltener werdenden) Marienprozessionen durch die Felder bitten die Gläubigen ihre Königin im Marienmonat Mai um eine fruchtbare Ernte und gutes Wetter.
Neben den altorientalischen Göttinnen waren es vor allem zwei hellenistisch-römisch überformte Mutter- und Fruchtbarkeitsgöttinnen, die der späteren Mariendarstellung ihre Konturen vorgaben: die ägyptische Isis und die ursprünglich hattische Artemis von Ephesus. Es ist ein besonderer historischer Umstand, dass kurz vor der Ausbreitung des Christentums im Mittelmeerraum der Isiskult in diesem Gebiet einen Siegeszug angetreten hatte. Isis war für ihre unzähligen Verehrer und Verehrerinnen eine nahbare Göttin, die Leiden kannte, Mutter war und gekämpft hatte, die sich als Klagende über den Tod hinaus um die Auferstehung kümmerte (wie die Frauen zwischen Kreuz und Grab Jesu). Sie wurde als ihren Sohn Horus stillende, sorgende Mutter dargestellt, die den von Seth verfolgten Jungen im Nilsumpfdickicht aufzog, woran die Heilige Familie erinnert, die vor Herodes mit dem göttlichen Kind nach Ägypten flieht. Sie ist der Meerstern (Morgenstern/Venus), die Gottesmutter und die Himmelskönigin. Zudem hatte sie den Horus vom Gott Osiris als Jungfrau empfangen. Die Jungfrauengeburt galt lange vor dem Christentum als Zeichen der göttlichen Sphäre eines Kindes. In Isis hatte die Frömmigkeit eine (Bild-)Sprache gefunden, die der aufkommenden Marienverehrung aus dem Herzen sprach. Die innige Kraft des Bildes der stillenden Isis (Abb. 10) mögen ihre Anhänger ebenso empfunden haben wie die christlichen Marienverehrerinnen, die dasselbe Motiv später meditieren – diese Frau, Mutter und Gottesgebärerin soll sie schützen, nähren und geborgen halten. (weiterlesen…)
Der schön gestaltete Schweizer Version des offiziellen Pressedossiers kann als bebildertes 17seitiges pdf-Dokument hier kostenlos heruntergeladen werden.
Diesen Beitrag bearbeiten
Redakteur:
Helga Kaiser
Klicks: 3.578 mal
Weiterlesen:
• David F. Lloyd: Der Siegeszug der Himmelskönigin
• Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz: Zur Wahrheit der Bilder – Möglichkeit der Marienverehrung heute
• Etika: Verrat am katholischen Glauben
Sonntag, 6. Juli 2008 02:20
Leblhuber: Lutheraner, gibt es eigentlich irgendetwas, wovon du auch nur eine leise Ahnung hast?
Von Geschichte hast du keine Ahnung, auch nicht von ägyptischer, vom Christentum und Judentum hast du
keine Ahnung, von Politik hast du keine Ahnung, Moral und Anstand sind dir fremd und deine Sprache beherrscht
du auch nicht. Nichts als Müll im Kopf! Und den lädst du hier ab.
Verglichen mit dir ist ja „Nationalkatholik“ eine intellektuelle Leuchte.
Aber es ist mir immer wieder ein Vergnügen, die geistige Entblößung von Knallköpfen zu verfolgen. Tu mir den Gefallen und lass mich auf eine Fortsetzung hoffen.
Braune Scheiße, die so erbärmlich daherkommt, ist ein besonderes Vergnügen.
Verglichen mit dir ist ja „Nationalkatholik“ eine intellektuelle Leuchte.
Aber es ist mir immer wieder ein Vergnügen, die geistige Entblößung von Knallköpfen zu verfolgen. Tu mir den Gefallen und lass mich auf eine Fortsetzung hoffen.
Braune Scheiße, die so erbärmlich daherkommt, ist ein besonderes Vergnügen.
Sonntag, 6. Juli 2008 00:20
GerdEric: @Lutheraner
Nun weiss ich wirklich nicht, welcher Religion sie angehören, christlich wohl nicht, oder kennen sie
eine christliche Konfession, die das AT aus ihrem Schriftenkanon gestrichen hat?
Samstag, 5. Juli 2008 20:33
Lutheraner: @ GerdEric
Sie sind ja total krank!
Fürchten Sie nicht, daß die Scheiberin die Bibel lesen könnte und darüber auf die Absicht des Juden Gerd Eric schließen könnte?
3.Mose 20,3: 20,3 Und ich will mein Antlitz kehren gegen einen solchen Menschen und will ihn aus seinem Volk ausrotten
3.Mose 26,30: 26,30 Und ich will eure Opferhöhen vertilgen und eure (a) Rauchopfersäulen ausrotten und will eure Leichname auf die Leichname eurer Götzen werfen.
5.Mose 7,22: 7,22 Er, der HERR, dein Gott, wird diese Leute ausrotten vor dir, einzeln nacheinander.
Jos 24,20: 24,20 Wenn ihr den HERRN verlaßt und fremden Göttern dient, so wird er sich abwenden und euch plagen und euch ausrotten.
1.Sam 20,15: 20,15 Und wenn der HERR die Feinde Davids ausrotten wird, Mann für Mann, aus dem Lande,
AM BESTEN GEFÄLLT MIR DIESE STELLE:
1.Sam 18,25: 18,25 Saul sprach: So sagt zu David: Der König begehrt keinen andern Brautpreis als hundert Vorhäute von Philistern, um an den Feinden des Königs Vergeltung zu üben. Aber Saul trachtete dan…
1.Sam 18,27: 18,27 Und die Zeit war noch nicht um, da machte sich David auf und zog hin mit seinen Männern und erschlug unter den Philistern zweihundert Mann. Und David brachte ihre Vorhäute dem König
Ich glaub’ nicht, Gerd Eric, daß Sie mit derartigem Schrott nur eine Frau überzeugen werden.
Fürchten Sie nicht, daß die Scheiberin die Bibel lesen könnte und darüber auf die Absicht des Juden Gerd Eric schließen könnte?
3.Mose 20,3: 20,3 Und ich will mein Antlitz kehren gegen einen solchen Menschen und will ihn aus seinem Volk ausrotten
3.Mose 26,30: 26,30 Und ich will eure Opferhöhen vertilgen und eure (a) Rauchopfersäulen ausrotten und will eure Leichname auf die Leichname eurer Götzen werfen.
5.Mose 7,22: 7,22 Er, der HERR, dein Gott, wird diese Leute ausrotten vor dir, einzeln nacheinander.
Jos 24,20: 24,20 Wenn ihr den HERRN verlaßt und fremden Göttern dient, so wird er sich abwenden und euch plagen und euch ausrotten.
1.Sam 20,15: 20,15 Und wenn der HERR die Feinde Davids ausrotten wird, Mann für Mann, aus dem Lande,
AM BESTEN GEFÄLLT MIR DIESE STELLE:
1.Sam 18,25: 18,25 Saul sprach: So sagt zu David: Der König begehrt keinen andern Brautpreis als hundert Vorhäute von Philistern, um an den Feinden des Königs Vergeltung zu üben. Aber Saul trachtete dan…
1.Sam 18,27: 18,27 Und die Zeit war noch nicht um, da machte sich David auf und zog hin mit seinen Männern und erschlug unter den Philistern zweihundert Mann. Und David brachte ihre Vorhäute dem König
Ich glaub’ nicht, Gerd Eric, daß Sie mit derartigem Schrott nur eine Frau überzeugen werden.
Freitag, 4. Juli 2008 20:41
GerdEric: @Lutheraner
Das AT kann nichts für Ihre neurotischen Männerphantasien
Freitag, 4. Juli 2008 16:50
Lutheraner: Daß Frauen sich im grausamen Bundesgott nicht wieder finden
hat eine ganz einfache Ursache: Jahwe ist eine neurotische Männerphantasie, auf machtstreben und Entzweiung der Geschlechter ausgelegt und daher wider die weibliche Natur. Lesen Sie einfach mal das Alte Testament, und zwar ganz, dann wird Ihnen klar werden, was Sie an Jahwe abstößt.
Freitag, 4. Juli 2008 13:47
iudex †: @Elijahu shä-ejnennu navi…
„Nur über meine Leiche“
…und führe uns nicht in Versuchung…
…und führe uns nicht in Versuchung…
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.





