Der mächtigste Mann Iraks, ein Fels in der blutigen Brandung des Aufruhrs, ist ein schmaler, herzkranker
Greis. Großajatollah Ali el Sistani hat sich vorgenommen, die Belagerung der heiligen Stätten von Nadschaf
friedlich zu beenden.
Hier ein Link zur deutschsprachigen Seite eines irakischen Marja’, einem Anhänger
der islamischen Revolution in Iran: Link
Hier die Homepage von Großayatollah Sistani auf Englisch:
Link
Mit vielen Fatwas usw. !!! Sehr interessant!!!!!!!!!!!!!!!!
Sonntag, 6. Juli 2008 15:19
Egypt_girl: Sistani: Er macht keine Politik und achtet die Frauen
Von Anfang an hatte der ernste Gelehrte mit dem weißen Bart den gewaltsamen Widerstand seines jungen
Rivalen Muktada el Sadr abgelehnt. Im Gegensatz zu dem hölzernen el Sadr, der keinen religiösen Rang
besitzt und der seine Autorität weitgehend aus der Tatsache ableitet, dass er der Sohn des angesehenen
und 1999 auf Befehl Saddam Husseins ermordeten Großajatollahs Mohammed Sadik el Sadr ist – gilt der 74-jährige
el Sistani als ein echtes religiöses Schwergewicht. Als Mitglied der Hausa, der führenden Instanz der
15 Millionen Schiiten im Irak, gilt sein Wort mehr als das jedes anderen Würdenträgers im Irak.Für el Sadr, der nicht einmal den niedrigen Rang eines „Mudschtahid“ bekleidet, der ihm wenigstens die Auslegung des Korans und der Überlieferungen des Propheten erlauben würde, hat Großajatollah el Sistani nur Verachtung übrig. Der junge Radikale wiederum, der seine Anhängerschaft mit schlichten Hasspredigten um sich scharte, wagt es zwar nicht, sich offen gegen el Sistani aufzulehnen, lässt aber keine Gelegenheit aus, um die Autorität des großen Gelehrten zu untergraben. So betont el Sadr stets, dass el Sistani ja gar kein Iraker sei, sondern 1930 im iranischen Mesched geboren und erst 1952 übergesiedelt sei.
Und anders als el Sadr strebt der Großajatollah weder nach weltlicher Macht noch nach einer Lösung mit Feuer und Schwert. Eine Theokratie nach iranischem Muster lehnt Ali el Sistani strikt ab, er steht vielmehr für eine Trennung zwischen Staat und Religion. „Geistliche sollten kein Land regieren“, hat er zum Ärger des benachbarten iranischen Mullah-Klerus mehrfach erklärt.
Und auch die Rolle der Frau sieht el Sistani deutlich anders als viele Gelehrte in strenggläubigen islamischen Staaten. Aus verschiedenen Äußerungen geht hervor, dass er die Frau für gleichberechtigt und damit geeignet hält, auch führende Positionen im öffentlichen Leben einzunehmen.
Der einflussreichste Mann des Irak, der bereits mit fünf Jahren das Koran-Studium aufnahm, lebt selbst in bescheidenen Umständen. Die wenigen Aufnahmen, die es von ihm gibt, zeigen ihn meist in seinem Haus nahe der Moschee von Nadschaf sitzend – in einem unmöblierten Raum auf dünner Matratze.
Kurz vor der dramatischen Zuspitzung der Krise in Nadschaf war der schwer herzkranke Mann überredet worden, sich in London behandeln zu lassen. Das tat er dann für drei Wochen – und bereute es sogleich, als er sah, wie sein Gegenspieler el Sadr seine Abwesenheit ausnutzte, um Öl ins Feuer zu gießen. Wenn er das geahnt hätte, hätte er den Irak niemals verlassen, vertraute el Sistani Getreuen an.
–-----------------------------------------------
Ajatollah – „Zeichen Gottes“
Der irakische Geistliche Ali el Sistani bekleidet den Rang eines Großajatollahs. Das Wort Ajatollah bedeutet „Zeichen Gottes“ und bezeichnet den höchsten theologischen Rang im schiitischen Islam. Wer Ajatollah werden will, benötigt die Empfehlung eines bereits amtierenden Ajatollahs und muss eine sehr umfassende Ausbildung genossen haben. Auch sollten sich angehende Ajatollahs als Rechtsgelehrte einen Namen gemacht haben. Der bekannteste Ajatollah war der 1989 verstorbene Ruhollah Chomeini, der 1979 im Iran den Schah vertrieb.
–--------------------------------------------------
Politik paradox im Irak
Kommentar
Auf den schmalen Schultern eines schwer herzkranken Greises lasten nun alle Hoffnungen auf ein Ende des blutigen Aufstands von Nadschaf. Vom Londoner Krankenlager ist Großajatollah el Sistani in die heilige Stadt der Schiiten geeilt, um den Flächenbrand der Rebellion auszutreten.
Der vergleichsweise gemäßigte Kleriker ist beileibe kein Mann der Amerikaner oder der irakischen Übergangsregierung. Doch er weiß: Wenn es ihm nicht rasch gelingt, seinen jungen Rivalen Muktada el Sadr in die Schranken zu weisen und dessen Abzug aus der Imam-Ali-Moschee zu erzwingen, wird die Anhängerschaft des radikalen Hass-Predigers weiter bedrohlich anwachsen. Und el Sadr, der skrupellos den heiligsten Schrein seiner Religion als Festung nutzt, steht für die gewaltsame Schaffung eines Gottesstaates. Politik paradox: Ausgerechnet ein im Iran geborener Ajatollah wird nun für die USA de facto zum mächtigsten Verbündeten beim Kampf gegen die ausufernde Gewalt.
Irak brennt von Basra bis Mossul – und die Amerikaner sind politisch zunehmend gelähmt. Der Folterskandal von Abu Ghraib, vor allem aber die hitzige Debatte um die Verunglimpfung des Kandidaten Kerry saugen der Regierung Bush viel Kraft ab. Nicht der Krieg im Irak steht in der aktuellen Diskussion, sondern der in Vietnam. Schon heißt es in milder Übertreibung, die Entscheidungsschlacht um das Amt des Präsidenten werde schließlich am Mekong ausgetragen.
–---------------------------------------------
Gott oder Staat?
Die Macht ist unter den schiitischen Geistlichen noch längst nicht aufgeteilt. Ihre politische Zurückhaltung entspricht der Stimmung im südlichen Irak.
Freitagmittag in Nadschaf. Immer dichter wird das Gedränge vor der Moschee Imam Ali. Auf kleinen Karren bieten Verkäufer Obst, Erfrischungsgetränke und kleine Imbisse feil, fliegende Händler versuchen mit Devotionalien aller Art ihr Glück. Im Schatten der Moscheemauer haben sich pilgernde Familien niedergelassen. Dazwischen bahnen sich Gruppen von Männern mit Särgen den Weg, die gekommen sind, um mit ihren Verstorbenen die Wallfahrt zum Grabmal des Vetters und Schwiegersohns des Propheten Mohammeds und des ersten schiitischen Imams Ali zu machen, der 661 christlicher Zeitrechnung im benachbarten Kufa ermordet wurde. Neben Kerbela, wo sich das Grab von Imam Hussein findet, ist Nadschaf die bedeutendste Pilgerstätte für die SchiitInnen.
Seit dem Ende der Diktatur Saddam Husseins können die SchiitInnen des Irak, die mit etwa sechzig Prozent die Mehrheit der Bevölkerung bilden, erstmals frei ihre religiösen Feste und Riten zelebrieren. Sie tun dies mit einer Leidenschaft, die bei manchem den Verdacht nährt, daraus könnte eine politische Bewegung für die Errichtung einer Theokratie nach iranischem Vorbild entstehen. Unter den Gläubigen vor der Moschee findet man dafür allerdings wenig Anzeichen.
Er wolle, dass die Amerikaner so schnell wie möglich abziehen, sagt ein alter Mann. Aber einen Gottesstaat? «Nein, wir wollen eine frei gewählte, demokratische Regierung.» Viel mehr als die Frage nach der Regierungsform plagen ihn die Alltagssorgen fast aller IrakerInnen. «Es gibt nicht genügend Wasser und Strom, sagen Sie das den Amerikanern», fordert er die Journalistin auf. Von denen ist an diesem Freitag in Nadschaf freilich weit und breit nichts zu sehen. Sie haben ihr Quartier am Stadtrand aufgeschlagen, und auch an Wochentagen taucht nur hin und wieder eine Patrouille auf. Die auf gepanzerten Fahrzeugen montierten Maschinengewehre und die Panzer vor den öffentlichen Einrichtungen, die in Bagdad das Bild bestimmen – in Nadschaf fehlen sie fast gänzlich.
Von einem Abzug der US-Truppen hält Kasim Dschebar, der dem Alten aufmerksam zugehört hat, gar nichts. «Sie haben uns von Saddam befreit», sagt der Kellner. «Wir möchten, dass sie bleiben und uns die Freiheit bringen, damit jeder tun und lassen kann, was er will.» Seinetwegen könne auch George Bush das Land regieren, wenn die Rechte des Einzelnen gewahrt würden. In der Runde macht sich Heiterkeit breit. Er wolle endlich reisen können, etwas von der Welt sehen, sagt ein Junger mit einem Stapel Plakaten des Imams Ali auf dem Arm. Zu lange habe er in diesem Gefängnis gelebt. Hinaus in die Welt, das ist auch das Anliegen von Abbas Rasak. Dabei hat der 27-jährige Coiffeur schon einiges gesehen. In Libyen, Ägypten, Syrien, Katar und Jordanien war er schon, aber jetzt möchte er auch mal nach Europa. Vor allem zu seiner bulgarischen Freundin, die er in Katar kennen gelernt hat, und zu seinem deutschen Freund in Berlin.
Die Rolle al-Hakims
Es ist Zeit für die Freitagspredigt. Halten wird sie Ajatollah Mohammed Baker al-Hakim, das Oberhaupt des «Hohen Rats für die islamische Revolution im Irak» (Sciri). Nach 23 Jahren Exil im Iran war der Geistliche im Mai mit dem Segen der US-Regierung in seine Geburtsstadt Nadschaf zurückgekehrt, aus der seine Familie im Zuge der Säuberungen nach der iranischen Revolution vertrieben worden war. Seitdem versucht er, wieder einen Platz in der religiösen und politischen Ordnung des Irak zu finden.
Zwar wolle er einen möglichst baldigen Abzug der Koalitionstruppen, sagt der Geistliche im Gespräch. Doch sei er der Koalition für die Befreiung vom Saddam-Regime dankbar. In seiner Predigt vor einer Woche hat sich Ajatollah al-Hakim ausdrücklich gegen einen bewaffneten Kampf ausgesprochen. Von seinen AnhängerInnen wird das Wort so interpretiert, dass der baldige Abzug der Besatzungstruppen nur erreicht werden kann, wenn sich die Lage schnell stabilisiert. Gleichzeitig wirft al-Hakim den BesetzerInnen massives Versagen bei der Herstellung der Sicherheit im Zentralirak vor. Aus diesem Grund hat sich der Sciri dagegengestemmt, seine im Iran ausgebildeten Badr-Truppen zu entwaffnen. Derzeit gehe es vor allem um die Bildung einer Übergangsregierung, die alle Fraktionen und Schichten der Gesellschaft repräsentiere, sagt der Geistliche. Diese dürfe keinesfalls radikal oder gar fanatisch sein und dürfe die religiösen Minderheiten nicht diskriminieren. Zudem müsse den Frauen und der Jugend ein Mitspracherecht bei der Gestaltung des Landes eingeräumt werden. Auch der von Kurden und Turkmenen gewünschte Föderalismus sei für den Sciri annehmbar. Was geschehe, wenn die fremden Truppen über längere Zeit im Land bleiben, will er indes nicht sagen. «Das wird sich dann zeigen. Wir reden nicht über die Zukunft.» Ähnlich kryptisch äussert sich der 66-Jährige auch zur Frage, welche Rolle der Klerus im künftigen Irak spielen soll. «Wir wollen eine irakische Regierung und eine Verfassung nach irakischem Stil.»
In einer Fatwa, einem religiösen Erlass, hat sich der Führende unter den Gelehrten von Nadschaf, Ajatollah Ali as-Sistani, Ende Juni gegen die Ernennung eines Verfassungsrats ausgesprochen, wie er von den USA vorgesehen ist. «Dieser Rat muss von den Irakern gewählt werden», fordert Ajatollah as-Sistani. Eine solche Fatwa ist im Irak allerdings nicht bindend, da hier – mit Abstrichen – weiterhin irakisches und nicht religiöses Recht gilt.
Der Makel des Exils
Ob die Mischung aus Kooperation mit und Opposition gegenüber den BesetzerInnen den politischen Ambitionen des Sciri zum Durchbruch verhelfen wird, ist fraglich. Die anfängliche Begeisterung, die Ajatollah al-Hakim bei seiner Ankunft entgegenschlug, scheint verflogen. «Sie waren im Iran, während wir das Joch Saddams ertragen mussten», schimpft einer der Gläubigen vor der Moschee. Mit dem Makel, sich ins Exil zurückgezogen zu haben, während die Schergen Saddam Husseins den schiitischen Widerstand erbarmungslos niederschlugen, haben derzeit fast alle politischen Parteien zu kämpfen. Zehntausende SchiitInnen wurden in den achtziger Jahren und nach den Aufständen 1991 ermordet. Über achtzig Massengräber wurden bislang im Irak entdeckt, die meisten davon in den schiitischen Gebieten. 1991 verübten die Republikanischen Garden von Saddam Hussein in Nadschaf ein Massaker und beschossen die Grabmoschee. Dass Saddam Hussein die goldene Kuppel des Heiligtums aufwendig sanieren liess, konnte dies nicht wieder gutmachen. Die Gläubigen scharten sich nur noch enger um den Klerus. Der war es auch, der nach dem Sturz des Regimes erst einmal die Rolle der Ordnungshüter übernahm. Seine Leute sorgten für die Versorgung mit Trinkwasser und die Rückgabe von Diebesgut, aber auch für die Sicherheit der Spitäler.
Kerbela ist das «Lourdes» der SchiitInnen. Hier wird mit aller Leidenschaft dem Martyrium des Imam Hussein gedacht. Aber Nadschaf war bis Mitte des vergangenen Jahrhunderts ihr «Rom», das Zentrum der religiösen Gelehrsamkeit. Obwohl diesen Platz mittlerweile das iranische Kom eingenommen hat, lehren in der Stadt auch heute noch viele angesehene Theologen. Mit ihren Moscheen und Seminaren bilden sie die Hausa, einen Rat, der sich nicht nur um religiöse Fragen, sondern auch um die sozialen Belange der Gläubigen kümmert. Ihre Stellung im Rat erlangen die Geistlichen durch eine Art Abstimmung mit den Füssen: Wer die meisten Schüler und Anhänger um sich scharen kann, dem gebührt das höchste Ansehen. Jene mit der profundesten Ausbildung und Erfahrung gelten als Mardscha at-Taklid, «Vorbilder der Nachahmung», von denen es in Nadschaf ein gutes Dutzend gibt.
In einer Seitengasse unweit der Moschee drängen sich Gläubige vor dem Haus von Said Ali as-Sistani. Frauen in schwarzen Tschadors küssen die schmale Eingangstür, auf kleinen Zetteln bitten sie um eine Spende oder Hilfe bei der Aufklärung über das Schicksal ihrer seit Jahren verschwundenen Männer. Wächter sichern den Eingang und schauen darauf, dass die Verhüllung der Frauen ordentlich sitzt. Noch ist as-Sistani das unumstrittene Oberhaupt der Hausa. Doch er ist alt und gebrechlich und verlässt sein Haus nur noch selten. Längst drängen Jüngere in seine Fussstapfen.
Vielstimmige Geistlichkeit
Einer von ihnen ist Moktada as-Sadr, ein Spross der einflussreichen Sadr-Familie. Sein Onkel Mohammed Baker as-Sadr, der 1980 zusammen mit seiner Schwester Bint Huda hingerichtet wurde, hat in zahlreichen Schriften die Grundzüge für eine islamische Staats- und Wirtschaftsordnung entworfen. Zusammen mit dem 1999 bei einem inszenierten Unfall ermordeten Mohammed Sadek as-Sadr wird er bis heute im ganzen Land verehrt. Von Bagdad bis Basra kann man ihre Bildnisse dort finden, wo früher Saddam-Porträts prangten. Aber auch jede gewichtige schiitisch-religiöse Partei beruft sich auf das Erbe der Familie Sadr, zumal diese – anders als viele andere Familien – ihre Wurzeln im Irak hat. Allen voran steht dabei die von as-Sadr gegründete Daua-Partei. Ob sie sich aber von der Vernichtungskampagne, die das frühere Regime gegen sie führte, und den innerparteilichen Zerwürfnissen jemals erholen wird, ist ungewiss.
Der erst 31-jährige Moktada as-Sadr gilt als Heisssporn. In der Gasse, die zu seinem Haus führt, wurde im April der Vertraute von as-Sistani, Abdul Madschid al-Choi, ermordet. Der Geistliche war erst wenige Tage zuvor unter dem Schutz der US-Truppen aus seinem Londoner Exil zurückgekehrt. Augenzeugen berichten, dass al-Choi auf dem Weg zu einer Unterredung mit as-Sadr war, als er von Kugeln eines Unbekannten getroffen wurde. Der genaue Tathergang ist aber unbekannt. Vorwürfe, as-Sadr sei in den Mord verwickelt, weist sein Sprecher zurück. Al-Choi sei zum Verhängnis geworden, dass er sich mit dem vom ehemaligen Regime eingesetzten Schlüsselverwahrer für die Grabmoschee eingelassen habe, sagt er.
Im Gespräch zeigt sich as-Sadrs Repräsentant Mustafa Dschafar al-Jakubi als Fürsprecher eines demokratischen Staats, der dem islamischen Erbe des Irak ebenso Rechnung trägt wie den Rechten der religiösen und ethnischen Minderheiten. «Wir wollen weder das iranische System noch ein Regime wie das der Taliban», sagt er zwischen zwei Zigaretten. Wie schon heute werde auch in der künftigen Rechtsordnung das islamische Recht, die Scharia, eine der Quellen sein. Nur in einem Punkt will die Hausa keine Kompromisse eingehen. «Die politischen Vertreter müssen gewählt werden, von der Koalition ernannte werden wir nicht anerkennen», sagt der 31-jährige al-Jakubi.
Dass die Hausa ihre Forderungen auch durchsetzen kann, haben die Demonstrationen gegen den von den USA eingesetzten Gouverneur gezeigt. Unter dem Verdacht der Korruption und des Amtsmissbrauchs wurde er vor einer Woche festgenommen. Sein Nachfolger soll vom neu gebildeten Stadtrat gewählt werden. Doch im Namen der Hausa sprechen viele Geistliche. Dabei geht es auch um Spendengelder von Millionen von Franken, die für fromme Stiftungen ausgegeben werden können. Dieses Geld verschafft Prestige und Macht. Die BesatzerInnen tun sich schwer mit dieser Macht der Gottesmänner.
Wie viele Junge will auch Abbas Rasak raus aus dem Irak, nach einem autoritären religiösen Regime steht ihm nicht der Sinn. Das wissen auch die Hausa-Gelehrten. Angesichts der anhaltenden Attacken auf die US-Truppen im sunnitischen Zentralirak haben sie sich zu einem stillschweigenden Pakt mit der Besatzungsmacht durchgerungen. Das könnte sich freilich ändern, wenn es dieser nicht gelingt, ein sichtbares Zeichen für die Einbindung der Iraker in die politische Neugestaltung des Zweistromlandes zu setzen.
–-----------------------------------------------
Porträt
Der demokratische Ajatollah
Ein irakischer Junge küsst ein Plakat von Ajatollah Sistani Kaum ein Porträt sieht man im Irak heute so häufig wie das des schiitischen Großajatollahs Ali al-Sistani. Selbst im Ölministerium kleben kleine Plakate mit seinem Bild und der Erklärung, warum er allgemeine und freie Wahlen im Irak für so wichtig hält. Die englischsprachige Wochenzeitung „Iraq Today“ druckte kürzlich gar ein ganzseitiges Titelfoto des Ajatollahs mit der Überschrift „Demokrat“.
In Ermangelung einer überzeugenden irakischen politischen Autorität hat Sistani die Führung der Opposition gegen die Pläne der US-Besatzungsverwaltung übernommen. Zwar trauern auch die Schiiten – wie die Mehrheit der Iraker – der früheren Regierung nicht nach. Doch die Besatzungstruppen lieben sie auch nicht. Deutlich kritisiert Sistani den von den Besatzungsmächten und dem Provisorischen Regierungsrat gemeinsam geplanten Übergabemodus, der Wahlen erst im Jahr 2005 vorsieht. Sistani spricht für die meisten Iraker, wenn er baldige direkte Wahlen für Parlament und Regierung fordert.
Seine religiöse Autorität ist unbestreitbar. Der im ostiranischen Meschhed geborene Ajatollah lebt seit 40 Jahren im Irak. Damals war Nadschaf im Irak noch Zentrum des schiitischen Islam. Doch infolge des Iran-Irak-Krieges und der Schiiten-Verfolgung im Irak hat die Stadt diese Rolle verloren. Sämtliche Religionsschulen mussten schließen, der schiitische Klerus wurde ermordet oder zog sich ins iranische Qom zurück. Jetzt erobert sich Nadschaf langsam seine alte Stellung zurück, der Großajatollah spielt dabei eine wichtige Rolle. Seine klaren Worte für rasche irakische Souveränität verleihen dem alten Mann, der öffentliche Auftritte seit Jahren meidet, große Glaubwürdigkeit. Vertrauen zu religiösen Führern
Dass Sistani nach politischer Macht im Irak strebt, ist unwahrscheinlich. Er hält sich streng an die religiösen Traditionen, wonach die Schiiten politischen Führern und staatlichen Systemen misstrauen. Ihr Wertesystem und die Lebensweise orientieren sich viel mehr an den von vertrauten religiösen Führern vorgegebenen Lehren und Maßstäben.
Diese Tradition wurde zwar von Ajatollah Ruhollah Khomeini mit der Islamischen Revolution in Iran durchbrochen, was aber im Ursprungsland des schiitischen Islam, im Irak, mit großem Misstrauen betrachtet wurde. Zwar halten viele Iraker eine Neueinführung islamischer Regeln in die Gesetzgebung für wünschenswert, doch das iranische Modell einer Islamischen Republik für den Irak findet keine große Zustimmung. So plädiert Ibrahim Al-Jafari, ein geachteter schiitischer Politiker und Vorsitzender der Al-Da’wa Partei, für eine tolerante islamische Regierung. Wichtig sind ihm besonders demokratische Wahlen und die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Noch hält die schiitische Einheit
Die Schiiten bilden heute die wohl am besten organisierte Gemeinschaft im Irak. Trotz der massiven Verfolgung unter dem früheren Regime von Saddam Hussein waren es die schiitischen Gemeinden, die als erste im Nachkriegschaos funktionierten und, in ihrem Sinne, für Ruhe und Ordnung sorgten. Inzwischen wurde eine Fülle neuer Religionsschulen eröffnet, ehemalige Büros der Baath-Partei wurden in Moscheen umfunktioniert. Die gut organisierten und wohl dosierten öffentlichen Aufmärsche von protestierenden Schiiten im Südirak, in Kerbala, Nadschaf und Bagdad im Januar haben der britisch-amerikanischen Besatzungsmacht gezeigt, welche Macht dahinter steckt.
–----------------------------------------------
Hier wird der Unterschied zwischen revolutionärer Shia (Iran) und konservativer Shia (Irak) deutlich:
Eine Frau als Vorbeterin für das Freitagsgebet
Zwei Meinungen von zwei Gelehrten
Am Freitag, den 18. März 2005 verrichtete eine Frau, Amina Wadud, die in der Virginia Universität Islamwissenschaften lehrt, in New York das Freitagsgebet für Männer und Frauen. Ca. 100 Personen hatten sich ihr angeschlossen und hinter ihr gebetet.
Dieser Schritt einer muslimischen Frau empörte zahlreiche muslimische Gelehrte auf der Welt. In Amerika hatte ihr keine Moschee die Erlaubnis erteilt, das Gebet dort zu verrichten, so war sie gezwungen das Gebet in einer Kirche zu verrichten.
Am nächsten Tag wurde in Amsterdam in Holland eine Frauenmoschee eröffnet. Alle Mitarbeiter, die Vorbeterin und auch die Mu’azin (Gebetsruferin) sind Frauen.
Ayatollah Seyyed Fazel Milani, der Vertreter von Ayatollah Sistani in London wurde diesbezüglich nach seiner Meinung gefragt.
Er meint, dass der Islam die Frauen als Vorbeterin nur für die Frauen akzeptiere; wenn ein Mann hinter einer Frau betet, ist sein Gebet ungültig.
Er sieht im islamischen Recht kein Hindernis dafür, dass eine Moschee nur für Frauen sei, wie sie in Amsterdam errichtet wurde. Er nennt einige Orte, in denen solche Einrichtung schon bestehen: Esmatiyyeh und Maktabe Nardjes in Mashhad in Iran, Teil von der Zeinabiyyeh in Syrien sowie einige Einrichtungen in Libanon, die von Robabeh Sadr, der Schwester von Imam Sadr geleitet werden, sind derartige Einrichtungen. Sie verfügen über Moscheen, Bibliothek und Krankenhäuser, die von Frauen geleitet und nur von Frauen benutzt werden.
Ayatollah Milani meint, dass diese Einrichtungen in den muslimischen Ländern üblich und verbreitet sind.
Er findet es aber nicht richtig, dass die Frauen das Freitagsgebet leiten. „Das Freitagsgebet beinhaltet zwei Predigten, in denen der Imam die aktuellen Themen ansprechen sollte.“ meint Ayotollah Milani und fügt hinzu, dass die muslimischen Gelehrten der Meinung seien, dass diese Predigten nicht von einer Frau geführt werden könnten.
Ayatollah Milani begründet seine Aussagen damit, dass der Imam im Freitagsgebet eine führende Rolle hat und die Betenden leitet. Nach seiner Meinung ist diese Position nur den Männern vorbehalten.
Mohsen Kadiwar der Gelehrte und Forscher der Islamwissenschaften gilt als ein herausragender religiöser Reformer in Tehran. Er meint, es gebe in der neuen religiösen Lesart kein Verbot , dass ein Mann hinter einer Frau betet. Er sieht auch kein Problem darin, dass eine Frau das Freitagsgebet leitet.
Kadiwar sagt, dass der Qur’an keine Aussage darüber macht, ob ein Mann oder eine Frau das Freitagsgebet leitet. Die muslimischen Gelehrten hatten diesbezüglich sich auf Überlieferungen bezogen, die nach seiner Meinung keine authentischen Quellen sind. Er sagt weiterhin, dass solche Überlieferungen veränderbar sind.
Er meint, dass die Frauen früher weniger Möglichkeiten hatten , sich zu bilden oder Führungspositionen in der Politik und Gesellschaft einzunehmen. Sie waren auch nicht zugelassen als Richter und Vorbeterinnen für das Freitagsgebet. Heute aber haben die Frauen Zugang zur Bildung und können Fähigkeiten und Kompetenzen erzielen, um derartige verantwortungsvolle Positionen zu besetzen. Sie sind gebildet und Kompetent, „Frausein kann nicht ein Hindernis sein, solche Aufgaben zu erfüllen.“
Kadiwar antwortet auf die Kritik der Gelehrten folgendes: wenn die Frauen im religiösen Wissen kompetent sind und die islamischen Regeln beachten, sieht er kein Problem, dass sie predigen und das Freitagsgebet leiten. Er meint, so wie die Frauen als Dozentinnen an den Universitäten arbeiten und Vorträge halten, können sie auch den Platz für Predigten für das Freitagsgebet einnehmen.
Er führt weiter aus, dass die verbreitete Denkweise unter den Muslimen, die Leitung des Freitagsgebetes durch eine Frau nicht zu akzeptieren, nicht aus ihrem Glauben entstanden ist, sondern in den überholten Traditionen und Kulturen verwurzelt ist, in denen die Frau stets eine niedere Rolle einnahm. Diese Denkweise ist nicht spezifisch für den Islam, sie ist auch in anderen Religionen zu finden.
Er betont, dass die Zeit für eine Revidierung derartiger Denkweisen gekommen ist.
Die muslimische Welt ist in einer Umbruchphase, und diese beiden Meinungen unterstreichen die aktuellen Auseinandersetzungen unter den muslimischen Gelehrten. Die mutigen Schritte von muslimischen Frauen wie z.B. Frau Wadud ermöglichen, eine Bewegung voran zu bringen, die für die muslimische Welt nicht mehr unumgänglich ist. Eine neue Lesart des Qur’an und der islamischen Regeln ist notwendig. Dies bedeutet eine fundierte und qualifizierte Überprüfung der Überlieferungen im Geiste von Hingabe zu Gott und tiefem Sinn der qur’anischen Aussagen. Das Wissen und die Demut vor Gott sollen den Menschen auf diesem Weg leiten und nicht die zwanghafte Anpassung an die Modernität. Die feststehenden Werte, die islamischen Prinzipien und die Verantwortung des Menschen vor Gott sollen nicht vernachlässigt werden; sie sind die Grundlage für eine dynamische und zeitgemäße islamische Lebensweise.
Diesen Beitrag bearbeiten
Redakteur:
Egypt_girl
Klicks: 1.693 mal
Weiterlesen:
• Focus Online: Shiiten begehen Frauenmorde
Montag, 7. Juli 2008 17:32
Vineta: @ Aida: Verdient die islamische Kultur wirklich soviel Lob?
Kürzlich stellten sie uns hier „Ihre“ wunderbare Moschee in Hamburg vor.
Doch die beiden Türme ähneln sehr Fabrikschloten aus der Zeit um 1800 – mit zwei großen Vogelkäfigen an der Spitze. Und dann ertönte von der Kuppel ein für mitteleuropäische Ohren entsetzliches Gejammere herab. Mal ehrlich? Beeindruckt Sie denn z.B. folgendes in lateinischer Sprache nicht tausendmal mehr?
Link zu Video
Doch die beiden Türme ähneln sehr Fabrikschloten aus der Zeit um 1800 – mit zwei großen Vogelkäfigen an der Spitze. Und dann ertönte von der Kuppel ein für mitteleuropäische Ohren entsetzliches Gejammere herab. Mal ehrlich? Beeindruckt Sie denn z.B. folgendes in lateinischer Sprache nicht tausendmal mehr?
Link zu Video
Sonntag, 6. Juli 2008 23:20
Pünktchen: Oh, Du weiser Mann,
ich war offenbar verblendet von den bösen Medien im Westen und der allgegenwärtigen christlichen Hetze! Danke, Danke – Sie haben mir die Augen geöffnet!
Sonntag, 6. Juli 2008 23:14
Großayatollah Sistani: Fatwa: Pünktchen, Pünktchen, das ist alles antiislamische Hetze und nicht mit dem Islam zu verein-
baren.
Es hat mit dem Islam überhaupt nichts zu tun.
Alles das liegt nur daran, dass Öl ausserhalb des Dar-Ess-Sallaaam billiger ist als Sprudelwasser. Alles andere ist Verleumdung.
Den Frauen im Islam geht es richtig gut!! Wer etwas anderes sagt, fällt auf israelisch-USabinladensche Masche Propaganda herein!!
Ohh, Pünktchen: höre auf meine gelehrige Adeptin, die 16 – 19 jährige Hamburgerin (Geburtsdaten sind bei uns nicht so wichtig, was besonders angenehm beim Renteneintrittsaler ist) Anita Berber Aida Iedschipptgörrl! – Sons wirst du als eine von 72 Jungfrauen im Männerparadies enden!!
Es hat mit dem Islam überhaupt nichts zu tun.
Alles das liegt nur daran, dass Öl ausserhalb des Dar-Ess-Sallaaam billiger ist als Sprudelwasser. Alles andere ist Verleumdung.
Den Frauen im Islam geht es richtig gut!! Wer etwas anderes sagt, fällt auf israelisch-USabinladensche Masche Propaganda herein!!
Ohh, Pünktchen: höre auf meine gelehrige Adeptin, die 16 – 19 jährige Hamburgerin (Geburtsdaten sind bei uns nicht so wichtig, was besonders angenehm beim Renteneintrittsaler ist) Anita Berber Aida Iedschipptgörrl! – Sons wirst du als eine von 72 Jungfrauen im Männerparadies enden!!
Sonntag, 6. Juli 2008 23:00
Pünktchen: Frauen im „revolutionären“ Iran nach Darstellung einer Iranerin:
.
„Frauen im Iran“
Aus diesem Text folgende Tatsachen über den Iran:
Offiziell haben wir 3 Millionen Arbeitslose und 5 Millionen in verdeckter Arbeitslosigkeit. 35% der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze. 7,5 Millionen sind drogenabhängig, die Hälfte davon ist süchtig. 21% der Krankenhauspatienten müssen ihr gesamtes Hab und Gut verkaufen, um die Kosten bezahlen zu können. Zwei von drei Iranern zahlen Bestechungsgelder. Im letzten Jahr wurden über sieben Millionen Straftaten verzeichnet. Alle sechs Tage wird in Teheran eine Frau umgebracht oder vergewaltigt. Täglich fliehen 45 Mädchen aus dem Elternhaus. Zwischen 300.000 und 600.000 Frauen verkaufen ihren Körper und in Teheran haben rund 8.000 Banden mit Prostitution zu tun. Eine Million kleine Kinder sind unterernährt, Millionen Kinder sind gezwungen zu betteln oder sich zu prostituieren, um überleben zu können.
Alle Menschen, die diese Tatsachen zum Ausdruck bringen, werden schikaniert!
„Frauen im Iran“
Aus diesem Text folgende Tatsachen über den Iran:
Offiziell haben wir 3 Millionen Arbeitslose und 5 Millionen in verdeckter Arbeitslosigkeit. 35% der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze. 7,5 Millionen sind drogenabhängig, die Hälfte davon ist süchtig. 21% der Krankenhauspatienten müssen ihr gesamtes Hab und Gut verkaufen, um die Kosten bezahlen zu können. Zwei von drei Iranern zahlen Bestechungsgelder. Im letzten Jahr wurden über sieben Millionen Straftaten verzeichnet. Alle sechs Tage wird in Teheran eine Frau umgebracht oder vergewaltigt. Täglich fliehen 45 Mädchen aus dem Elternhaus. Zwischen 300.000 und 600.000 Frauen verkaufen ihren Körper und in Teheran haben rund 8.000 Banden mit Prostitution zu tun. Eine Million kleine Kinder sind unterernährt, Millionen Kinder sind gezwungen zu betteln oder sich zu prostituieren, um überleben zu können.
Alle Menschen, die diese Tatsachen zum Ausdruck bringen, werden schikaniert!
Sonntag, 6. Juli 2008 19:52
Egypt_girl: es ist nicht so
dieser Artikel ist wie viele Artikel antiislamisch und antiiranisch.
In Iran sitzen Frauen als Abgeordnete im Parlament. Sie besitzen das aktive und passive Wahlrecht. Mehr als 50 Prozent aller Studenten der Richtung Ingeneieurwissenschaft sind Mädchen. Damit hat der Iran mehr weibliche Ingenieurwissenchaftsstudentinnen als bspw. Deutschland.
In Iran gibt es bspw. auch weibliche Richterinnen.
Zeigen sie mir eine Fatwa die es Frauen verbietet Berufe auszuüben!!!!
Die Artikel in der westlicen Presse strotzen gewöhnlich nur so vor Unkenntnis und Pauschalisierung.
Ihr Artikel appeliert auch nur an die Unwissenheit und Dummheit des Lesers indem er Vergleiche naheleget zwischen Taliban und Shia. Dabei sind die Taliban radikale Antishiiten wie überhauot USAma Bin Laden und seine Bande die übelsten Shiitenhasser sind. Deren Mittelalterislam wurde vom Westen jahrelang massiv finanziert.
Ihr Artikel sagt dass diese Banden (die gar nicht näher benannt werden, auf wen berufen die sich? wem folgen die?) sehr eng mit Iran arbeiten würden.
Das ist typisch für die im Westen übliche HEtze. In Iran sind Vertreter der revolutionären Shia an der Macht. Die sind alles in allem weitaus frauenfreundlicher als konservative Shiiten. Schon hier sieht man den großen Widerspruch in dem ihr Artikel sich befindet.
Es bleibt dabei: sie haben nix außer Unkenntnis und Nicht-Wissen, das aber verbreiten sie in einem ungeheuer agressiven Tonfall. Sie mischen alles durcheinander, assoziieren alles mit allem…
In Iran sitzen Frauen als Abgeordnete im Parlament. Sie besitzen das aktive und passive Wahlrecht. Mehr als 50 Prozent aller Studenten der Richtung Ingeneieurwissenschaft sind Mädchen. Damit hat der Iran mehr weibliche Ingenieurwissenchaftsstudentinnen als bspw. Deutschland.
In Iran gibt es bspw. auch weibliche Richterinnen.
Zeigen sie mir eine Fatwa die es Frauen verbietet Berufe auszuüben!!!!
Die Artikel in der westlicen Presse strotzen gewöhnlich nur so vor Unkenntnis und Pauschalisierung.
Ihr Artikel appeliert auch nur an die Unwissenheit und Dummheit des Lesers indem er Vergleiche naheleget zwischen Taliban und Shia. Dabei sind die Taliban radikale Antishiiten wie überhauot USAma Bin Laden und seine Bande die übelsten Shiitenhasser sind. Deren Mittelalterislam wurde vom Westen jahrelang massiv finanziert.
Ihr Artikel sagt dass diese Banden (die gar nicht näher benannt werden, auf wen berufen die sich? wem folgen die?) sehr eng mit Iran arbeiten würden.
Das ist typisch für die im Westen übliche HEtze. In Iran sind Vertreter der revolutionären Shia an der Macht. Die sind alles in allem weitaus frauenfreundlicher als konservative Shiiten. Schon hier sieht man den großen Widerspruch in dem ihr Artikel sich befindet.
Es bleibt dabei: sie haben nix außer Unkenntnis und Nicht-Wissen, das aber verbreiten sie in einem ungeheuer agressiven Tonfall. Sie mischen alles durcheinander, assoziieren alles mit allem…
Sonntag, 6. Juli 2008 17:54
Pünktchen: In Basra werden tag-täglich
Frauen ermordet, weil sie nach Meinung shiitischer Sittenwächter keine islamische Lebensweise haben!
„Keine islamische Lebensweise“ – das ist auch die Arbeit von Frauen als Ärztinnen und Lehrerinnen usw.
Frauen sind nach diesem Modell Sklaven des Mannes und sollen diesem im häuslichen Bereich für dessen Wohlbefinden und für Nachwuchs sorgen…
Na, danke schön!
Frauen sind nach diesem Modell Sklaven des Mannes und sollen diesem im häuslichen Bereich für dessen Wohlbefinden und für Nachwuchs sorgen…
Na, danke schön!
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.





