Dienstag, 22. Juli 2008 19:28
Lutheraner: CDU-Vorsitzende lud Kritiker des Christentums als Festredner ein
B e r l i n (idea) – Daß die CDU-Vorsitzende Angela Merkel als Hauptredner zu ihrer Geburtstagsfeier einen Kritiker des Christentums eingeladen hat, sorgt für publizistisches Aufsehen.
Der Hirnforscher Wolf Singer (Frankfurt am Main) sprach am 19. Juli bei einer nachträglichen Veranstaltung zum 50. Geburtstag der Politikerin über das Thema „Das Gehirn – Ein Beispiel zur Selbstorganisation komplexer Systeme“. Darin machte der Wissenschaftler unter anderem deutlich, daß er das Christentum zu den „religiösen Systemen“ rechnet, die zusammenbrechen, weil sie „den Lenker“ menschlicher Handlungen „nach außen verlagert“ hätten. Singer war schon früher als Religionskritiker aufgetreten und hatte Streitgespräche etwa mit dem nordelbischen Bischof Hans Christian Knuth (Schleswig) geführt. Der Feuilleton-Chef der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Patrick Bahners, kommentiert: „Daß sich die Vorsitzende der CDU zu ihrem Geburtstag als Festredner einen Forscher wünschte, der das Christentum zu einer wissenschaftlich überholten Denkform erklärt, ist ein historisches Datum.“ Bahners weist auch darauf hin, daß es bei der Feier zunächst keinen Repräsentanten der Kirche zu begrüßen gab. Verspätet sei dann aber doch noch der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann (Mainz), eingetroffen.

Autor: Evangelische Nachrichtenagentur idea

Ist das nicht erstaunlich, wie sich Merkel seit Ihrem Geburtstag gewandelt hat? Als ihr nämlich geflüstert worden war, daß in Deutschland 52 Millionen Christen leben, entdeckte sie das Christliche in Ihrem sozialistischen Herzen, umwarb die Christen mit ganzer Aufmerksamkeit und hatte großen Wahlerfolg.
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