Mittwoch, 23. Juli 2008 10:04
Elvira Maria Slade: Marienerscheinungen – teuflischen Ursprungs? Ist die Gospa ein Dämon?
Spätestens seit den vermeintlichen Marienerscheinungen von Medjugorje ist jedem einigermaßen wachen Katholiken klar, daß die Pseudomystik in der Kirche einen großen Schaden anrichtet. Nun ist vor einiger Zeit ein Buch erscheinen, das die Thematik der Marienerscheinungen behandelt und zu überraschenden Ergebnissen führt. Hier eine kurze Rezension:

Elvira Maria Slade ist seit Jahrzehnten Katholikin. Die gelernte Diplom-Bibliothekarin arbeitete u.a. viele Jahre als Bibliotheksleiterin in öffentlichen Bibliotheken. Der Umgang mit Texten aller Art und das dazugehörige gründliche Quellenstudium haben lange Zeit ihren Berufsalltag bestimmt. Um so bedeutungsvoller darf ihre Studie angesehen werden, die sie jetzt als Buch vorgelegt hat: Maria.
Die unbekannten Seiten der ‘Mutter Gottes“. Darin untersucht sie akribisch die über 900 bezeugten Marienerscheinungen. Die Aussagen der Mutter Gottes“ verglich sie mit der Bibel, die auch von der Katholischen Kirche als authentisches Wort Gottes anerkannt wird.

Was Frau Slade zu Tage förderte, hat die Sprengkraft, eine der tragenden Säulen des katholischen Glaubens zu zerstören: die Marienverehrung. Bei ihren Untersuchungen entdeckte sie etwas, das bisher der Öffentlichkeit so nicht bekannt war: Seit den ersten Marienerscheinungen wenige Jahre nach dem Leben Jesu bis heute durchzieht alle Auftritte Marias“ ein logischer Aufbau vorausgeplanter Handlungen, bei denen Rollenspiel, Kostüm und Botschaft sorgfältig aufeinander und auf das Publikum abgestimmt sind und das gleiche Ziel verfolgen …“ Die Marien-Forscherin fand heraus, dass Maria“ Slade gibt ihr die Bezeichnung Maria-Phantom“ Schritt für Schritt planvoll ihre Position als Fürsprecherin“, Mittlerin“ Miterlöserin“ bis hin zur Retterin der Welt“ ausbaute. Auch die Inhalte der Mariendogmen stammen von ihr. Es sind praktisch Diktate des Marien-Phantoms aus dem Jenseits, die die Päpste einfach zu kirchlichen Glaubenssätzen erhoben.

1917 erscheint das Marien-Phantom im portugiesischen Dorf Fatima und bezeichnet sich als Weg, der zu Gott führt“ stellt sich somit Jesus Christus gleich. 1972 erhält eine Seherin in Österreich die Botschaft Jesus hat mir die Rettung übergeben, seiner Mutter, weil seine Mutter alles vermag und noch dazu mit seinem Blut.“ Anhand zahlreicher Marienerscheinungen belegt Frau Slade, dass die dort verkündeten Inhalte den Aussagen der Bibel völlig widersprechen. Auch einer rein logischen Betrachtung halten die Marien-Durchsagen nicht stand. Denn Maria“ erscheint mal als Aztekin, mal als Araberin, als Inderin oder als Jüdin, so Slade.

Ein bisher völlig unberücksichtigter Aspekt erhält durch Slades Enthüllungen eine hochbrisante Aktualität: Inwieweit sind die ökumenischen Aktivitäten der Katholischen Kirche durch Marien“-Durchsagen beeinflusst worden? In den von der Katholischen Kirche nicht voll anerkannten Amsterdamer Marienerscheinungen (1945 bis 1957) fordert das Phantom nicht nur, dass sich alle Völker Europas zusammenschließen sollten, sondern es fordert auch eine Welteinheitspolitik mit einer Welteinheitsregierung sowie das Zusammengehen der Kirchen. In Polen verkündigt 1989 Maria“, Papst Johannes Paul II. solle alle Völker in einer Herde vereinigen „. Slade schreibt dazu:

Die ökumenischen Bestrebungen des jetzigen Papstes gehen demnach auf einen direkten Auftrag eines Marien-Phantoms zurück, den er auch getreulich ausführt.“ Wie kaum ein Papst vorher, präsentiert sich Johannes Paul II. als glühender Maria-Verehrer und schrieb zu Ehren der Gottesmutter“ sogar ein Buch mit dem Titel Maria, Stern des Morgens“. Im und mit dem Licht der Bibel ist der Katholikin Slade klar geworden, dass hinter Maria nicht die eigentliche Gottesmutter“ stecken kann: Nach Überprüfung der vorliegenden Marienerscheinungen muß demnach festgestellt werden:

Da das Vorgehen der Erscheinungen planvoll verläuft, die ganze Welt umspannt und eindeutig eine Zielrichtung besitzt, handelt es sich bei den bibelfremden Botschaften um beabsichtigte Irreführungen durch antigöttliche Intelligenzen. Diese sind in der Heiligen Schrift als die ‘Gewalten, Mächte und Fürstentümer der Hölle benannt, deren Ziel es ist wenn möglich auch die Gläubigen zu verführen.“ Da das Amsterdamer Marien-Phantom“ auch eine Ausschüttung des Heiligen Geistes“ ankündigt, stellt Slade in einem besonderen Abschnitt ihres Buches Überlegungen an, was Maria“ mit dem antichristlichen Geist der Endzeit zu tun haben könnte. Denn mehrfach ist die Gottesmutter“ auch Muslimen erschienen.

Text entnommen aus: www.bibelkreis.ch

Bibliographische Daten:

Elvira Maria Slade
Maria. Die unbekannten Seiten der „Mutter Gottes“
Verlag für reformatorische Erneuerung
ISBN 978-3-87857-318-0
352 Seiten, Paperback, Euro 16,90

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2 Lesermeinungen:
Mittwoch, 23. Juli 2008 17:02
laikos: Medjugorje und Maria
Die meisten Marienerscheinungen sind von dämonischen Mächten erzeugt worden. Dies ist eine Tatsache, welche auch jeder glaubenstreue Katholik erkennt. Der Beweis liegt auf der Hand. Überall in der Welt erscheint Maria um die Einheit aller Völker und Religionen zu fördern. Dieser falsche Ökumenismus kann nur dämonischen Ursprung sein, da er die Grundlage zur Welteinheitsreligion des Antichristen bzw. der Freimaurerei ist. Würden die liberalen wundersüchtigen Katholiken auch nur einen Funken rein natürlichen Verstand besitzen, dann würde sich vieles bessern. Wie ist es möglich das fast alle römisch katholischen Kleriker glauben, dass die Muttergottes in Medjugorje über 38.000 mal Sehern erscheint, welche immer reicher, berühmter und angesehener werden. Die traditionstreuen Protestanten sind eindeutig katholischer als die liberalen Katholiken. Sogar Martin Luther, Kalvin und wie sie alle heissen waren katholischer als liberale Katholiken. Gibt es überhaupt Menschen welche weniger katholisch sind als liberale „Katholiken“?
Mittwoch, 23. Juli 2008 10:42
Pünktchen: Das Buch kam schon 2003 auf den
Markt und ist im „Verlag für reformatorische Erneuerung“ erschienen. Eine Diplom-Bibliothekarin ist als solche keine Wissenschaftlerin! Das Buch zählt also zur populären interkonfessionellen Kontroversliteratur und dient der Selbstversicherung der Protestanten.
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