Montag, 28. Juli 2008 23:26
matt2 †: Theologische Kritik…
dies ist ein kleines Pamphlet von mir, was meine Position erläutert…
Ich möchte es kurz darlegen. Meiner Auffassung nach ist der Mensch ein potentieller Sünder, aber auch
ein potentieller Heiliger. Die Chance erstes zu sein ist aber bestimmt größer, weil – wie wir wissen –
der Weg zur Sünde der leichte Weg ist, der letztlich ins Verderben führt. Der Weg zur Heiligkeit aber
ein schwieriger und mühseliger.
Zunächst ist der Mensch aber weder das eine noch das andere. Er ist unschuldig. Er hat sich ja noch nicht mit Sünde befleckt, ist noch nicht versucht worden. Er hat aber auch noch nichts getan zu seiner Rechtfertigung.
Daraus folgt nach meinem Denken die Existenz des Kinder-Limbus. Diese früh Gestorbenen hatten keine Möglichkeit sich zu bewähren. Sie konnten garnicht genug reifen, um zu verderben oder eben um zu erhabener Größe zu wachsen und Früchte zu tragen. Sie haben die Prüfung des Daseins weder bestanden noch nicht-bestanden.
Nun meint aber die Kirche, nur wer getauft ist auf den Namen Jesu, ist gerettet und von der Sünde erlöst. Ich meine auch, wer gerettet werden will, wird nicht an Jesus vorbeikommen. Aber eben nicht, weil ihm zunächst eine Sünde anlastet, derer er sich dadurch entledigen müsste, sondern, weil es Teil der Rechtfertigung eines Menschen ist, dass der Mensch Gottes Sohn erkennt und sich an seinen Lehren orientiert.
Er muss es also tun, aber eben nicht um von einer Erbsünde befreit zu werden, sondern um sich in der Annahme des Zeugnis des Sohnes zu empfehlen.
Die Hingabe am Kreuz ist jetzt eine Sache, wo theologisch argumentiert wird, dass das notwendig war für die Rettung der ganzen Menschheit, weil nur durch dieses Opfer die Menschheit erlöst ist. Ich gestehe ein: das Opfer war notwendiger Bestandteil der messianischen Botschaft und auch das stärkste und bewegendste Zeichen, welches der Messias der Welt gab.
Allerdings bestreite ich, dass Jesus für meine Sünden gestorben ist, oder wieder gekreuzigt wird etc… bzw. mir nur durch dies Opfer Vergebung erwirkt werden kann und dass ohne es die ganze Menschheit verloren wäre.
Daran glaube ich nicht, weil ich meine, dass damit die, ja durchaus wünschenswerte Mittlerschaft Jesu durch die Kirche verabsolutiert werden soll. Und somit also die Menschen keine Beziehung mehr zum Vater denken dürfen, als alleine durch Jesus und seine Kirche. Es soll also Jesus als absoluter Gott gedacht werden anstelle Gott des Vaters und im Sinne der trinitarischen Darstellung ebenbürtig sein.
So hat er sich selbst aber die meiste Zeit nicht dargestellt. Er sagte zwar einmal: „der Vater und ich sind eins“, aber diese Stelle ist offenbar interpretierbedürftig, denn wenn sie absolut eins sind, wieso stehen sie dann in Relation zueinander und wieso nennt er sich nicht gleich Gott den einen?
Der Witz ist, dass einem von der Kirche eine paradoxe Relation als Trinitätsdogma verkauft wird. Denn wenn etwas absolut ist, ist es eben nicht relativ. Ich habe aber stets darauf gepocht, dass die Relation nicht durch eine Wesensdifferenz besteht (also kein Arianismus), sondern eben durch eine Differenz des Bewußtseins.
Der Sohn ist göttliches Wesen im Werdegang seiner Vollendung. Das ist eine wesentliche aber unkatholische Erkenntnis, die ich aus dem Evangelium ziehe. Steht bei Lukas doch ausdrücklich: „das Kind wuchs heran und ward stark im Geist. Es nahm zu an Weisheit und Gottes Wohlgefallen ruhte auf ihm.“ dann nochmals…„Jesus aber nahm zu an Weisheit und an Wachstum und ward Gott und den Menschen immer wohlgefälliger“
Also, wenn etwas zunimmt, dann ist dies eben vorher nicht, oder eben nur – wie ich meine – potentiell dagewesen. Es wird hier eindeutig eine geistige Entwicklung aufgezeigt in der sich das Göttliche in Jesus erst entfaltet. Er ist also nicht per se Gott, auch wenn er das göttliche Wesen verkörpert.
Zunächst ist der Mensch aber weder das eine noch das andere. Er ist unschuldig. Er hat sich ja noch nicht mit Sünde befleckt, ist noch nicht versucht worden. Er hat aber auch noch nichts getan zu seiner Rechtfertigung.
Daraus folgt nach meinem Denken die Existenz des Kinder-Limbus. Diese früh Gestorbenen hatten keine Möglichkeit sich zu bewähren. Sie konnten garnicht genug reifen, um zu verderben oder eben um zu erhabener Größe zu wachsen und Früchte zu tragen. Sie haben die Prüfung des Daseins weder bestanden noch nicht-bestanden.
Nun meint aber die Kirche, nur wer getauft ist auf den Namen Jesu, ist gerettet und von der Sünde erlöst. Ich meine auch, wer gerettet werden will, wird nicht an Jesus vorbeikommen. Aber eben nicht, weil ihm zunächst eine Sünde anlastet, derer er sich dadurch entledigen müsste, sondern, weil es Teil der Rechtfertigung eines Menschen ist, dass der Mensch Gottes Sohn erkennt und sich an seinen Lehren orientiert.
Er muss es also tun, aber eben nicht um von einer Erbsünde befreit zu werden, sondern um sich in der Annahme des Zeugnis des Sohnes zu empfehlen.
Die Hingabe am Kreuz ist jetzt eine Sache, wo theologisch argumentiert wird, dass das notwendig war für die Rettung der ganzen Menschheit, weil nur durch dieses Opfer die Menschheit erlöst ist. Ich gestehe ein: das Opfer war notwendiger Bestandteil der messianischen Botschaft und auch das stärkste und bewegendste Zeichen, welches der Messias der Welt gab.
Allerdings bestreite ich, dass Jesus für meine Sünden gestorben ist, oder wieder gekreuzigt wird etc… bzw. mir nur durch dies Opfer Vergebung erwirkt werden kann und dass ohne es die ganze Menschheit verloren wäre.
Daran glaube ich nicht, weil ich meine, dass damit die, ja durchaus wünschenswerte Mittlerschaft Jesu durch die Kirche verabsolutiert werden soll. Und somit also die Menschen keine Beziehung mehr zum Vater denken dürfen, als alleine durch Jesus und seine Kirche. Es soll also Jesus als absoluter Gott gedacht werden anstelle Gott des Vaters und im Sinne der trinitarischen Darstellung ebenbürtig sein.
So hat er sich selbst aber die meiste Zeit nicht dargestellt. Er sagte zwar einmal: „der Vater und ich sind eins“, aber diese Stelle ist offenbar interpretierbedürftig, denn wenn sie absolut eins sind, wieso stehen sie dann in Relation zueinander und wieso nennt er sich nicht gleich Gott den einen?
Der Witz ist, dass einem von der Kirche eine paradoxe Relation als Trinitätsdogma verkauft wird. Denn wenn etwas absolut ist, ist es eben nicht relativ. Ich habe aber stets darauf gepocht, dass die Relation nicht durch eine Wesensdifferenz besteht (also kein Arianismus), sondern eben durch eine Differenz des Bewußtseins.
Der Sohn ist göttliches Wesen im Werdegang seiner Vollendung. Das ist eine wesentliche aber unkatholische Erkenntnis, die ich aus dem Evangelium ziehe. Steht bei Lukas doch ausdrücklich: „das Kind wuchs heran und ward stark im Geist. Es nahm zu an Weisheit und Gottes Wohlgefallen ruhte auf ihm.“ dann nochmals…„Jesus aber nahm zu an Weisheit und an Wachstum und ward Gott und den Menschen immer wohlgefälliger“
Also, wenn etwas zunimmt, dann ist dies eben vorher nicht, oder eben nur – wie ich meine – potentiell dagewesen. Es wird hier eindeutig eine geistige Entwicklung aufgezeigt in der sich das Göttliche in Jesus erst entfaltet. Er ist also nicht per se Gott, auch wenn er das göttliche Wesen verkörpert.
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Redakteur:
matt2 †
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Dienstag, 29. Juli 2008 15:03
FioreGraz: Besser schweigen
Nun meint aber die Kirche, nur wer getauft ist auf den Namen Jesu, ist gerettet und von der Sünde erlöst.
Prinzipiel mal falsch. Für alle anderen besteht ebenfalls die Möglichkeit der Rettung, es fehlt aber die der Kirche und den Menschen geoffenbarte Gnade / Heilssicherheit (nicht verwechseln mit Heilsgewissheit).
Die Kirche weiß nur nicht wie und kann daher nur die Möglichkeit ansprechen aber nicht Heilsicherheit verheisen.
Der Rest ist sowieso blanker Unsinn, da er schon im Ansatz Christus aus der Trinität absplittet, eher eine Art Thritheismus oder Arianismus. Und daran kann auch deine metaphysische Wortspeilerei nichts ändern.
LG
Fiore
Prinzipiel mal falsch. Für alle anderen besteht ebenfalls die Möglichkeit der Rettung, es fehlt aber die der Kirche und den Menschen geoffenbarte Gnade / Heilssicherheit (nicht verwechseln mit Heilsgewissheit).
Die Kirche weiß nur nicht wie und kann daher nur die Möglichkeit ansprechen aber nicht Heilsicherheit verheisen.
Der Rest ist sowieso blanker Unsinn, da er schon im Ansatz Christus aus der Trinität absplittet, eher eine Art Thritheismus oder Arianismus. Und daran kann auch deine metaphysische Wortspeilerei nichts ändern.
LG
Fiore
Dienstag, 29. Juli 2008 13:20
Sirilo: Ratschlag
Wenn man keine soliden Kenntnis von der Lehre der Trinität hat, sollte man darüber nicht pseudotheologisch schadronieren.
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