Samstag, 25. Februar 2006 01:56
Y.Khosrovian: Iran ist ein Vielvölkerstaat
Mein herzlichen Dan allerseits!

Ich möchte noch einiges zu meinem Interviw ergänzend sagen

Iran ist ein Vielvölkerstaat, Wenn man alle Minderheiten zusammen zählt, sind dan Perser nicht in absolute Mehrheit.
Wenn ich in meinem Interview von Minderheiten gesprochen habe, habe ich
nur nichtmuslimische Minderheiten gemeint. d.h. die Nichtmuslime sind nicht nur Christen, sոndern -ich rede nur vom Iran- außer christlichen Armenier und Assyrer, sind noch Juden, Zoroastrer als kleine Minderheiten im Iran. Die Zoroastrer und Juden sind auch genau so betroffen wie die Christen. Außer denen leben Im Iran noch moslemische Minderheiten, die kleinste sind Bahaiten- sie gehören zu verschiedener Volksgruppen-, Azeris (Nordwest Iran, sie sind Schiiten), Turkmenen (an der Grenze Turkmenistan, Sunniten), arabischsprachige Khuzestaner(Südwest Iran am pers. Golf, Sunniten), Kurden (Nord und west Iran, Sunniten) und Belutschen(Ostwest Iran, an den Grenzen Afghanistan/Pakistan, Sunniten). Die Unterdruckung und Verfolgung, die Ermordung und Inhaftierung, die Folterung und Hinrichtung, die diese Volksgruppen erlebt und darunter erlitten haben, hat noch keine andere erlebt und erlitten. Wehrend die kleinere nichtmoslemische Minderheiten ihre Abgeordneten als ihre Vertreter zum Nationalversammlung schicken können und dürfen, dürfen die andere es nicht. Stellen Sie sich vor, dass fast über 4 Mili. Kurden, über 5 Mili. Azeris, über knapp 4 Mili. Khuzestaner, 1,5 bis 2 Mil. Turkmenen, über 4 Mili. Belutschen dürfen in der Schule ihrer Muttersprache, Literatur, Volksgeschichte oder sonst was anderes lernen, als nur das, was seit der Regierung von oben für sie bestimmt wird. Unmittelbar nach der islamischen Revolution wurden 4 turkmenischen Persönlichkeiten Entführt und Grausamstehweise ermordet. Viele inhaftiert, gefoltert und hingerichtet. Anfang 1979 mit Khomeinis persönlichen Befehl wurde ganze Armee nach Kurdistan geschickt, um den Kurden sein Faust zeige. Ayatollah Khalkhali, der bei der Bevölkerung als Völkermetzger bekannt ist, durch seine Eilverfahren Hunderte von unschuldigen auf der Stelle erschossen lies. Geistliche Persönlichkeiten von Belutschen wurden in Unmenschlicherweise getötet. Diese Provinz ist am ärmste im Irans. Von Khuzestan kann man nur mit tränenden Augen sprechen. Alles, was Iran hat kommt von diesem Provinz, seit mehr als 120 Jahre, erst von Engländern, dann von den USA, dann Schah Reza Pahlavi, und nun von Mullahs ausgebeutet. Die islamische Regierung hatte vor diese Volksgruppe an einer anderen Teil des Iran umsiedeln, damit sie keine Anspruch auf etwas haben können. Verfolgung, Inhaftierung, Hinrichtung und Unterdruckung dieses Volkes ist heute noch aktuellste Thema im Iran.

mit freundlichen Grüßen
Quelle: Y. Khosrovian
Klicks: 803 mal
Weiterlesen:
Keine Lesermeinungen
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.
Copyright © 2008 kreuz.net