Donnerstag, 1. Juni 2006 14:39
Timo Härle: Sexuelle Nötigung und Vergewaltigung in Deutschland
Jeden Tag werden in Deutschland ca. 100000 Frauen vergewaltigt oder zumindest schwer sexuell genötigt.
Dieser Fakt klingt unglaublich.
In Deutschland existieren nach vorsichtigen Schätzungen etwa 40000 Zwangsprostituierte. Unterstellt man jeder der 40000 Prostituierten nur etwa 2 nicht gewollte sexuelle Kontakte am Tag kommt man auf ca. 100000. Rechnet man das ganze auf ein Jahr hoch kommt man auf die unglaubliche aber leider wahre Zahl von 36500000. Das sind in Worten 36,5 Millionen schwere sexuelle Nötigungen pro Jahr.
Die Politik geht dieses Problem nur sehr zögerlich an. Die Hintergründe sind vielfältig. Ein Hauptgrund dürfte sein, dass es bei einer solch immens hohen Zahl von Straftaten eine starke Verunsicherung in der Bevölkerung geben würde. Der nächste Punkt wäre bei einer effizienten Strafverfolgung der Täter würden nach vorsichtigen Schätzungen ca. 3 Millionen Straftäter mehr in das Gefängnis müssen. Dies würde zu einem immensen Anstieg der Kosten im Strafvollzug führen. Es ist ein brisantes Beispiel über die Unfähigkeit des Staates durch Gesetze einen Werteverfall zu regeln.
Die Rot-Grüne Regierung hat im Jahre 2002 ein Zuhälterschutzgesetz unter dem Namen Prostitutionsgesetz herausgebracht. Die Folgen dieses Gesetzes sind: eine ausbeuterische Zuhälterei kann kaum mehr nachgewiesen werden, da die Zuhälter ihren Methoden durch Arbeitsverträge den Deckmantel der Legalität aufdrücken können.
Die Gesellschaft hat durch Kampagnen der Linken die Prostitution als ganz normalen Job anerkannt. In den Medien wird regelmäßig propagiert, dass den meisten Prostituierten ihr Job sogar Spass macht. Dies ist jedoch in den wenigsten Fällen der Fall, wenn nicht niemals. Immer steht hinter einer Prostituierten ein gebrochener Mensch, der entweder aus finanziellen oder anderen Beweggründen in die Fänge der Sex-Industrie geraten ist.
Die einzige Lösung dieses Problems wäre ein gesellschaftliches Umdenken. Die Ächtung der Freier wäre der erste Schritt, dies wäre aber nur gegen den Widerstand der Lobbyisten der Sex-Industrie möglich. Welche mittlerweile über enorme Geldmengen bis hin zu eigenen TV-Sendern verfügt.
In Deutschland existieren nach vorsichtigen Schätzungen etwa 40000 Zwangsprostituierte. Unterstellt man jeder der 40000 Prostituierten nur etwa 2 nicht gewollte sexuelle Kontakte am Tag kommt man auf ca. 100000. Rechnet man das ganze auf ein Jahr hoch kommt man auf die unglaubliche aber leider wahre Zahl von 36500000. Das sind in Worten 36,5 Millionen schwere sexuelle Nötigungen pro Jahr.
Die Politik geht dieses Problem nur sehr zögerlich an. Die Hintergründe sind vielfältig. Ein Hauptgrund dürfte sein, dass es bei einer solch immens hohen Zahl von Straftaten eine starke Verunsicherung in der Bevölkerung geben würde. Der nächste Punkt wäre bei einer effizienten Strafverfolgung der Täter würden nach vorsichtigen Schätzungen ca. 3 Millionen Straftäter mehr in das Gefängnis müssen. Dies würde zu einem immensen Anstieg der Kosten im Strafvollzug führen. Es ist ein brisantes Beispiel über die Unfähigkeit des Staates durch Gesetze einen Werteverfall zu regeln.
Die Rot-Grüne Regierung hat im Jahre 2002 ein Zuhälterschutzgesetz unter dem Namen Prostitutionsgesetz herausgebracht. Die Folgen dieses Gesetzes sind: eine ausbeuterische Zuhälterei kann kaum mehr nachgewiesen werden, da die Zuhälter ihren Methoden durch Arbeitsverträge den Deckmantel der Legalität aufdrücken können.
Die Gesellschaft hat durch Kampagnen der Linken die Prostitution als ganz normalen Job anerkannt. In den Medien wird regelmäßig propagiert, dass den meisten Prostituierten ihr Job sogar Spass macht. Dies ist jedoch in den wenigsten Fällen der Fall, wenn nicht niemals. Immer steht hinter einer Prostituierten ein gebrochener Mensch, der entweder aus finanziellen oder anderen Beweggründen in die Fänge der Sex-Industrie geraten ist.
Die einzige Lösung dieses Problems wäre ein gesellschaftliches Umdenken. Die Ächtung der Freier wäre der erste Schritt, dies wäre aber nur gegen den Widerstand der Lobbyisten der Sex-Industrie möglich. Welche mittlerweile über enorme Geldmengen bis hin zu eigenen TV-Sendern verfügt.
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Timo Härle
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Donnerstag, 1. Juni 2006 16:16
DDL: Diverses Teil 2
Ein weiterer Irrtum (IMHO) des Artikels besteht darin, eine „sexuelle Nötigung“ seitens der Freier festzustellen.
Das entspricht nicht den Tatsachen. Zur Straftat gehören „Wissen und Wollen des Tatbestandes“, d.h. hier
müssten die Freier sexuell tätig werden im Bewusstsein, dass die Prostituierte das nicht will. Dies
ist aber in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle nicht anzunehmen, da, im Gegenteil, die Prostituerten
das geschäftsfördernde Gefühl vermitteln wollen, dass dem durchaus nicht so sei – unabhängig davon,
ob es stimmt oder nicht.
Auf Basis der ggw. Gesetzgebung bestehen diese Tatbestände also nicht, droht auch keine Massenkriminalisierung. Erkenntnisse dazu, dass Prostituierte überwiegend von anderen zur Prostitution gezwungen würden, liegen m.W. nicht vor; erst bei einer solchen Mehrheit könnte eine diesbezügliche „Typisierung“ vorgenommen werden, also die pauschale Annahme – vorbehaltlich des Gegenbeweises – dass Prostitution unter Zwang erfolge. Erst dies würde den bezeichneten Tatbestand konstituieren.
Ich stimme vollkommen damit überein, dass möglichst alles getan werden soll, um freiwillige (die gibt es nämlich) von erzwungener Prostitution zu trennen und letztere zu vermindern. Das „Kind mit dem Bade auszuschütten“ würde diese IMHO aber nicht bewirken.
P.S.: Es mag zwar sein, dass „Linke“ sich für die ggw. Gesetzeslage stark gemacht haben… aber unter den FREIERN befinden sich Linke wie Rechte wohl gleichermaßen. DAS haben Sie zu erwähnen vergessen ;O)
Auf Basis der ggw. Gesetzgebung bestehen diese Tatbestände also nicht, droht auch keine Massenkriminalisierung. Erkenntnisse dazu, dass Prostituierte überwiegend von anderen zur Prostitution gezwungen würden, liegen m.W. nicht vor; erst bei einer solchen Mehrheit könnte eine diesbezügliche „Typisierung“ vorgenommen werden, also die pauschale Annahme – vorbehaltlich des Gegenbeweises – dass Prostitution unter Zwang erfolge. Erst dies würde den bezeichneten Tatbestand konstituieren.
Ich stimme vollkommen damit überein, dass möglichst alles getan werden soll, um freiwillige (die gibt es nämlich) von erzwungener Prostitution zu trennen und letztere zu vermindern. Das „Kind mit dem Bade auszuschütten“ würde diese IMHO aber nicht bewirken.
P.S.: Es mag zwar sein, dass „Linke“ sich für die ggw. Gesetzeslage stark gemacht haben… aber unter den FREIERN befinden sich Linke wie Rechte wohl gleichermaßen. DAS haben Sie zu erwähnen vergessen ;O)
Donnerstag, 1. Juni 2006 16:16
DDL: Diverses
Vorab würde mich die Quelle der Zahlen interessieren. Wobei ich sie nicht an sich anzweifle, aber solche
Zahlenangaben sollten m.E. stets belegt werden.
Zum vorgeblichen „Zuhälterschutzgesetz“: Das ist so wirklich nicht richtig. Wahr ist, dass hier einiges legalisiert und auch bürokratisiert wurde. Der Primäreffekt davon ist allerdings, dass es dadurch überhaupt erst einmal kontrollierbar wurde. Wir wollen ja bitte nicht so tun, als gebe es Prostitution (auch Zwangs-) erst seit vorgestern. Es hat sie nachweislich immer schon gegeben – VERHINDERN lässt sie sich, trotz aller diesbezüglichen Versuche, ganz offenkundig nicht.
Es ist wichtig, dieses Faktum zunächst einmal als solches anzuerkennen, sonst erliegt man nur zu leicht irgendwelchen illusionären Annahmen, irgendetwas ganz verhindern zu können.
Eine Illegalität von Prostitution verhindert sie – nachweislich – nicht. Wohl aber verschlimmert sie die ohnehin schon problembeladene Situation der Prostituierten selbst. Z.B. macht sie es Prostituerten nahezu unmöglich, sich ohne persönliches Risiko an die Polizei zu wenden – jetzt können sie das (wenigstens vom juristischen Standpunkt her) getrost. Das ist keine Beseitigung aller Missstände, aber eine deutliche Verbesserung.
Zum vorgeblichen „Zuhälterschutzgesetz“: Das ist so wirklich nicht richtig. Wahr ist, dass hier einiges legalisiert und auch bürokratisiert wurde. Der Primäreffekt davon ist allerdings, dass es dadurch überhaupt erst einmal kontrollierbar wurde. Wir wollen ja bitte nicht so tun, als gebe es Prostitution (auch Zwangs-) erst seit vorgestern. Es hat sie nachweislich immer schon gegeben – VERHINDERN lässt sie sich, trotz aller diesbezüglichen Versuche, ganz offenkundig nicht.
Es ist wichtig, dieses Faktum zunächst einmal als solches anzuerkennen, sonst erliegt man nur zu leicht irgendwelchen illusionären Annahmen, irgendetwas ganz verhindern zu können.
Eine Illegalität von Prostitution verhindert sie – nachweislich – nicht. Wohl aber verschlimmert sie die ohnehin schon problembeladene Situation der Prostituierten selbst. Z.B. macht sie es Prostituerten nahezu unmöglich, sich ohne persönliches Risiko an die Polizei zu wenden – jetzt können sie das (wenigstens vom juristischen Standpunkt her) getrost. Das ist keine Beseitigung aller Missstände, aber eine deutliche Verbesserung.
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