Freitag, 17. November 2006 14:48
Renatus: UNMORALISCHES ST. PÖLTEN: WARUM VERDREHT „13.“ DIE INHALTE DER VERHANDLUNG VOM 2. DEZEMBER 2004?
Der angekündige Kommentar von „Ambrosius“ zur zweiten in die unrühmliche Historie eingegangenen Verhandlung Küchl/Rothe gegen das „profil“, bei der er selbst diese fünf Stunden anwesend war. Im berühmt-berüchtigten „Landel“ in Wien. (Dies auch zur besseren Erreichbarkeit der erstmals angebotenen Link-Übersicht über den spannenden Weg zu den rechtskräftigen Urteilen.) Warum aber verdreht die Ausgabe des „13.“ vom 13. November 2006 die Inhalte der öffentlichen Vernehmungen des 2. Dezember 2004?
Und warum verschweigt der „13.“ wesentliche und für diesen sowie für die von demselben verteidigten Ex-Regenten aufgekommenen Peinlichkeiten derselben öffentlichen Verhandlung vom 2. Dezember 2004? Man lese also den Kommentar von „Ambrosius“ unter dem passenden Titel „Kirche und Lüge“:

DER UNVERWECHSELBARE AMBROSIUSKOMMENTAR

Die Wahrheit macht frei“, sagt die Kirche, sagte auch Krenn. Dessen ehemalige Beauftragte für eine der eigentlichsten Aufgaben eines Bischofs, der Priesterausbildung, in diesen Tagen zum zweiten Verhandlungstermin in Wien geladen waren. Am Landesgericht für Strafsachen. Warum eigentlich? Da hatte ein Magazin behauptet, daß beide Regenten mit Alumnen sexuellen Kontakt gehabt hätten. Geht es aber darum im Prozeß?

Bei Rothe ja, der bestreitet auch diese Aussagen. Bei Küchl nicht, der behauptet nur das Bürgerrecht (das auch Rothe beansprucht) auf Wahrung der Privatsphäre. Und das hat Konsequenzen. Denn wie auch diese Verhandlung zeigte, werden Beweise, die homosexuelle Aktivitäten der Kläger beweisen würden – und selbst, wenn sie die grundsätzliche Wahrscheinlichkeit auch der inkriminierten Behauptungen stützen sollten – nicht zugelassen. Das ist Privatsphäre. Die angebliche Staranwältin wird erst in dem Moment aktiv, als das zur Sache zu werden droht, mit Erfolg. Die Richterin gibt nach, der eigentlich entscheidende Zeuge wird nicht zugelassen. Ein Sieg. Sieg aber für wen? Für was? Für die Kirche?

Die Linie zieht sich durch. Denn: Was ist Beweis? Nicht die subjektive Gewißheit, die entsteht angesichts von Fakten, die eine These mehr und mehr bestätigen? Also wissen sämtliche Zeugen der Kläger überhaupt von nichts. Beste Freunde haben einander nie gefragt, warum sie Regens Küchl mit dem Alumnen Karl K. zum Flughafen Schwechat für einen dreiwöchigen Urlaub auf die Kanarischen Inseln brachten, nie gefragt, als sie diese wieder abholten. Ob das nicht seltsam sei – ein Regens fliege mit einem Alumnen nach Gran Canaria? Sagt der doch glatt: „Auch Jesus hatte seine Lieblingsjünger.“ Und als man Bilder präsentiert, wo in offenbar recht freimütiger Stimmung Alumnen in Prälatenkleidern auftauchen, liebevoll die Hand des Propstes von Eisgarn um die Schultern gelegt, argumentiert der Alumne Christoph Schm., daß dann ja jeder verkleidete Nikolaus schwul wäre. Auch wenn er zuvor behauptete, nur mit seinen Eltern nach Eisgarn gefahren zu sein, zum Kaffee, oder ins Konzert, das Stift sei ja sehr schön.

Küchl schießt sowieso den Vogel ab. Sehr gelassen, fast immer lächelnd, nimmt er Platz, erst am Zeugenstandsstuhl, dann als Kläger an der Seite der Anwältin, die Prozesse verrinnen fast ineinander, die Richterin bemüht sich um Trennung, wer weiß, welche Formalfehler da entstehen könnten, die ein Urteil kippten, als ultimo ratio aufgetischt.

Denn es geht nicht um Wahrheit, das spürt man allenthalben. Es geht um Gesetz. Das macht auch die coole Art klar, mit der der einstige Subregens Dr. Wolfgang Rothe die Fragen beantwortet. Er weiß von überhaupt nichts. Von gar nichts. Und schon gar nicht sei ihm je etwas aufgefallen. Ja, er verstehe vieles nicht. Ja, ganz gewiß. Man sitzt da, und es weht einen etwas an. Das ist perfide Lüge, denkt man. Aber wie beweisen? Abgesehen von der Frage: was denn das für ein Regent sei, dem nie etwas auffalle, auch nichts von Gerüchten, die es ja immer gab.

Die Zeugen kommen. Einer nach dem anderen. Ganz sicher habe man auf Gran Canaria nur Männer getroffen, Österreicher, nein, keine Kleriker, sagt der eine, verspricht sich wie, nein, sicher keine Frauen. Es klingt wie ein Versprecher, was der hübsche Junge auf die Frage von Richterin Frohner leutselig auspackt, vermeintlich etwas rettend, die Richterin scheint aber den Ruf der Urlaubsdestination in gewissen Kreisen zu kennen, das entnimmt man ihrem wissenden Lächeln. Es ist ja normal, daß ein Regens mit einem Alumnen in einem Appartment (Karl K. nennt es „Studio“) eingemietet auf den Kanarischen Inseln drei Wochen Urlaub macht. Auch Jesus hatte eben seine Lieblingsjünger. Selbst Humer und Engelmann grinsen. Durchaus charmant sagt Christoph Schm. das nämlich. Immer wieder. Warum Krenn im Dezember 2003 den Alumnen verboten habe, nach Eisgarn zu fahren? Alle zögern bei dieser Antwort, außer die Zeugen der Verteidigung: nein, nie habe es etwas Schriftliches gegeben, sagen die einen im Gegensatz zu den anderen, es wäre nur um den mangelhaften Studienerfolg gegangen. Studieren sie also auch in Ihrer Freizeit, am Wochenende? Es brauche die Bibliothek, sagt Rothe. Ein Ex-Alumne (der sich aber als Alumne ausgibt) hingegen: er sei an den Wochenenden zu den Eltern gefahren. Um zu studieren? Ja. Ohne Bibliothek? Na, man habe ja auch das Internet. Aha, sagt die Richterin. Er sei eben nur mit seinen Eltern in Eisgarn gewesen. Wenn überhaupt. Und die Photos? Und die Photos? Dann müßte jeder Nikolaus schwul sein, der trage auch Bischofskleidung. Sagt Christoph Schm. Einleuchtend. Ob Karl K. fortan mehr Augenmerk dem Studium zugewendet habe? Ach was, nein, antwortet der sympathisch. Alle lächeln. Eben als Zeuge zur Wahrheit verpflichtet, schmunzelt die Richterin.

Küchl sagt sowieso, daß alles nicht wahr sei, er wisse von nichts und sei von den Verleumdungen völlig überrascht gewesen. Rothe weiß sowieso von überhaupt nichts, nicht einmal sei ihm etwas aufgefallen, was auch immer ihn die Richterin frägt. Er habe alles erst aus den Zeitungen erfahren. Da darf man ja direkt der Presse dankbar sein. Und die Kirche lasse sowieso niemanden fallen. Klar, die mehrfachen Entlassungen vorher, na der eine habe erzählt, daß er Bekannte in England habe, der andere vollmundig verkündet, daß er jederzeit in der Wirtschaft unterkäme. Aber die Kirche lasse niemanden einfach so fallen. Sagt er.

Karl K. habe in Eisgarn Orgel gespielt. Und so. Und im „Stifterl“ ausgeholfen. Ob Küchl ihn in Horn regelmäßig abgeholt hätte, schon in Abiturientenzeiten, wie Rabiega behauptet hatte? Na Küchl habe eben halt das Seminar besucht, einfach so, und so, und nicht ihn. Und warum habe er Priesterkleidung getragen, obwohl er noch nicht einmal Alumne gewesen wäre? Na dann wäre ja jeder Nikolaus schwul, erklärt dann Christoph Schm. Karl K. weiß ja nicht wirklich darauf etwas zu sagen.

Erst habe Küchl mit Karl K. eine Beziehung gehabt, bis etwas nicht gestimmt hätte. Daraufhin wären sie nach Spanien geflogen, als Versöhnungsurlaub. Das hätte aber nicht so geklappt. Woraufhin Rothe eine Beziehung mit ebendiesem begonnen habe, was im Seminar als Spannung zwischen Subregens und Regens mehr als spürbar gewesen sei, sagt der etwas übergewichtige Remigius Rabiega in seinem Strickpullover. Er spricht ruhig, klar, in überraschendem, exzellentem Deutsch, wirkt offen und wahrhaftig, tatsächlich: wie geläutert. Daß es hier um Paare gegangen sei, das sei allen klar gewesen. Die beiden Polen (das zweite Paar bei der Weihnachtsfeier, neben Rothe und Karl K.) wären aber nun in Polen. Die Weihnachtsfeier? Er sei ja auch … homosexuell gewesen, habe das aber überwunden. So sei er zur Weihnachtsfeier eingeladen worden. Ringe mit Initialen und Datum der Beziehung seien ausgetauscht worden, dazu mit Rituale und Stola gesegnet, er bezeuge das, sicher waren es nicht Rosenkranzringe. Er selber habe keinen Ring erhalten, die der anderen aber gesehen. Macht eigentlich alles Sinn, was er sagt, auch das über den Druck. Erpreßbar geworden durch die Entdeckung von Pornomaterial auf seinem Zimmer.

Worauf Rothe elegant hinwies. Schmal, Koteletten, intelligent eloquent, zweifellos, so oft zynisch auflachend, daß die Richterin ihn schließlich ermahnt: er solle sich gefälligst seiner nonverbalen Äußerungen enthalten, sonst werde er draußen warten müssen. Druck? Aber nein, niemals, niemals, zum Gegenteil. Der Bischof sei in seiner bekannten Art so nachsichtig gewesen. „Verzeihen kann man immer“, soll er gesagt haben, als Rabiega mit Tränen in den Augen Angst um seine Zukunft äußerte. Anläßlich der Besprechung, die den nächsten Widerruf von Aussagen zum Ergebnis hatte. Was für Liebe spricht doch daraus.

Rabiega war einmal schwul gewesen, das gab er zu. Darum wurde er nämlich auch zur dieser ominösen Weihnachtsfeier mit Schmuseorgien eingeladen, einem Treffen von zwei „Pärchen“ nämlich, von Rothe organisiert. Als in seinem Zimmer 53 DVDs mit Schwulenpornos entdeckt wurden, dazu Photos und Videos, neben Essensresten, Gläsern, Flaschen (Aussage: Rothe), war für ihn alles aus. Nein, nie aber Kinderpornos. Die Staatsanwaltschaft hat auch nicht ermittelt. Der Polizeibeamte hätte gemeint: Solchen Leuten würde er nie seine Kinder anvertrauen.

Homosexualität ist in Österreich aber kein Vergehen. Ja: geschützt. Und genau dessen bedient sich Küchl, unter beifälligem Schweigen von Humer und Engelmann. Es ist einfach pervers. Als Alumne – und nur als solcher scheinbar – existenzvernichtend. Einmal geweiht … öffnen sich Wege … bis zum Episcopus. Irgendwelche haben immer die Hand über einen.

Ist das der Kirche würdig? Wer erlaubt diesen beiden Vögeln, die Kirche so in den Schmutz zu ziehen? Auf eine Linie zu ziehen, wo es nicht um Gerechtigkeit, um Moral, sondern um Gesetzesschicklichkeit und Sophismus geht? Und Humer und Engelmann und betagte Bet-Tanten mit Trachtenhüten klatschen auch noch? Sie wissen nicht mehr was sie tun. Abfall, sie haben es nur nicht bemerkt. Der entscheidende Zeuge – Barisich – wurde nicht zugelassen. Es gehe nicht um den Erweis einer Falschaussage von Küchl, nicht um seine Homosexualität, das unterliege der Privatsphäre, die zu schützen sei, stritt erstmals aktiv geworden die Anwältin – sie schien sonst Aktivität durch Penibilität vorzuschützen, sauber geordnet die Akten, blieb zuvor sehr still – von Küchl/Rothe. NEIN: niemals habe Küchl nämlich homosexuelle Beziehungen unterhalten, sagte er wohl protokolliert. Der Zeuge wurde heimgeschickt, er durfte nicht das Gegenteil erweisen. Es gehe nicht um den Erweis von Homosexualität. Entspannt lächelnd sitzt Küchl – nein, nicht Doktor, nur Prälat, berichtigt er – da. Ja, er habe Rothe zum Kanonikus von Eisgarn vorgeschlagen, Krenn diesen daraufhin dazu ernannt.

Dieser Prozeß ist unmoralisch, ganz einfach! Er spekuliert mit einem Maß von Gerechtigkeit, das gezielt nicht den moralischen Gesetzen folgt, sondern die aktuelle Gesetzeslage auskostet, um die Haut zu retten. Und es sind die sogenannten Kirchenleute, in priesterlicher Kleidung, die mit unlauteren Mitteln arbeiten, sich über alle Moral hinwegsetzen um aktuelles Gesetz zu reklamieren. Und mit Worten spielen, denn: was ist „Wissen“? Ja, widerlich. Wer gestern dort saß und noch immer meint, etwas an jenen verteidigen zu müssen, macht sich längst moralisch mitschuldig, ganz einfach. Gesetz ist nicht Moral. „Beweis“ ist nicht Wahrheit. Beweis kann immer nur These verifizieren, und die These ist im Herzen dem klar, der die Verhandlung gestern sah. Das sprang einen an. Es sollten sich alle längst schämen! Auch die Kirchenverantwortlichen, die diesen (teuren) Unfug noch länger dulden, wo die Presse nur noch denken kann: aha, nicht Wahrheit, sondern Gesetz. Nach diesem Maß will die Kirche gemessen werden. Im Priestercolar. Heil Hitler.

Küchl wurde mit fünf Jahren getauft, als Notmaßnahme, in der DDR aufgewachsen, dann über die Grenze geschmuggelt, seine protestantischen Eltern wollten nämlich eine Stellung in einem katholischen Krankenhaus in NÖ erlangen, sicher eine tolle Geschichte. Rothe war intelligenter. Er hat es verstanden, seine Identität mit einer Katholizität zu verbinden, die keine Moral zum Maßstab hat sondern deren Verkündigung. Und er hat ein breites „back“ aufgebaut. Krenn hat ihn ja sehr geschätzt. Rothe geht aus dem Saal, als Küchl verhandelt wird. Krenn habe ja schon im Dezember 2003 die Besuche der Alumnen in Eisgarn untersagt, was den Bischof sogar einerseits entlastet. Gehalten hat sich aber keiner daran. Untersagt – so die Zeugen der Anklage – weil angeblich der Studienerfolg zu wünschen übrig gelassen hätte. Und Kolm habe ja nur im „Stifterl“ (der Taverne im Stift Eisgarn, Anm.) gearbeitet, ausgeholfen und in einem Gästezimmer in Eisgarn gewohnt. Ob Küchl ihn in Horn nicht schon ständig besucht hätte, er dort mit Priesterkleidung (als Maturant) aufgetreten sei? Küchl habe Horn besucht, nicht ihn, sagt er. Ob er eine Beziehung mit Rothe gehabt hätte? Nein. Nie. Und er wisse sonst von nichts. Freundschaften, gewiß eng, seien alles sonst gewesen.

Die alten Damen sind geschmeichelt, mit so bekannten Namen Bank an Bank zu sitzen, den Verteidigern wahrer Katholizität, so nahe dem Zentrum der Macht und der Wahrheit. Lautstark in der Prozeßpause (5 Stunden Verhandlung!) tönt Humers Stimme über die Gänge, sein Lachen. Und er erzählt von der russischen Festplatte, obwohl der angeklagte Alumne gestanden hat. Ich bin ja eine ganz treue Leserin von Ihnen, sagt eine Dame zu Engelmann, stellt sich vor, meine Leserbriefe kennen Sie ja? Wie sind wir doch entspannt. Selbst wenn Humer sagt „Wie in einem Swingerclub“, selbst wenn er reklamiert, man wolle endlich Frauengeschichten hören, nicht immer dieses schwule Zeugs, klingt es nicht einmal sarkastisch, sondern ganz eigen. Die Richterin droht, den Saal räumen zu lassen. Sie grinsen, weil die Zeugen der Anklage alle nur „gehört“ haben. Und Rabiega sei geradezu schizophren, sagt Küchl. Der auch auf mögliche perspektivische Verzerrung der Photos hinweist. Und Rottenschlager hat ja auch nur als Vertrauter gehört. Rund 70 Telephonate hätten mit Siebler stattgefunden. Neben 18 Aussprachen. Wenn aber der Kern zweier Aussagen von Menschen, die sich sonst nicht ausstehen könnten (und man versteht warum, wenn man sie sieht) so übereinstimme, dann habe er die Pflicht zu handeln. Andere Zusammenhänge werden klar: Rottenschlager, verantwortlicher Sozialarbeiter beim Projekt „Emmaus“ in St. Pölten, habe dann Schönborn angerufen und um externe Visitation gebeten, denn die interne Kommission sei seines Erachtens nach absolut befangen gewesen. Mit Bischofsvikar Hörmer, Spiritual Kreiml. (Der übrigens eidesstattlich und schriftlich erklärt, nie nichts bemerkt zu haben, blanko perfekte Leumundszeugnisse für Rothe und Küchl ausstellt, aber nicht kommt, er sei krank.)

Die Kläger (und deren Hofberichterstatter) bauen auf mangelnden Erweis, auf Unterdrückung von Erweisen, und sie bauen darauf daß wenn niemand nichts wußte, und die Inkriminierten schweigen oder mit einem Begriff von Gewißheit lügen, den es so nicht gibt, daß dann eben die Wahrnehmung vom Urteil angezweifelt wird, stumm bleibt. Aber die Wahrnehmung ist eindeutig. Und jeder ist subjektiv verpflichtet, dazu Stellung zu nehmen, das macht Personsein aus, auch zu dem, was man hört, oder nur hört, zu prüfen, ob es die Sinneswahrnehmung erhellt. Letzthinnige Gewißheit gibt es immer erst nach dem Tod. Wir müssen aber schon jetzt ein Urteil bilden. Und dazu haben wir nur unsere Sinne. Und unseren Verstand. Sonst wäre ja jeder Nikolaus schwul, sagt Christoph Schm. in seinem perfekten Haarschnitt über pickeligem Bubengesicht. Alumne in St. Pölten, wie er betont. Nicht einmal das scheint geklärt, in St. Pölten hat auch der Visitator und neue Bischof noch keinerlei Klarheiten geschaffen.

Die Verhandlung wird auf unbestimmte Zeit vertagt, einer der weiter anzufordernden Zeugen ist z. B. wieder in seiner Heimat, den Philippinen, auch er soll mit Küchl. Sagt Remigius Rabiega. Die anderen wissen von nichts. Eine Mauer des Schweigens, sagt Rottenschlager. Rothe wartete derweilen am Gang. Ich grüße ihn nicht, als ich gehe. Auf der Straße begegnet mir Barisich, der abgelehnte Zeuge der Verteidigung, lockiges Haar. Der mit Küchl eine Beziehung gehabt haben soll, wobei Küchl ja bestritt, jemals eine homosexuelle Beziehung gehabt zu haben. Das wäre dann nämlich falsche Zeugenaussage, sagt der Profil-Anwalt. Ich spreche ihn an, denke ich, als ich Barisich auf der Straße begegne.

Ob es nicht Schuld der Verantwortlichen ist – die sich doch nicht ohne Grund der Aussage entschlagen, denn sogar die bisherigen Maßnahmen sprechen doch für sich?! – solchen Unfug noch weiter zuzulassen?

Rothe lachte. Küchl lächelte. Er hat eine sehr geduckte Körperhaltung. Der Prozeß könnte noch ewig dauern, meint ihre Anwältin, was wie ein Vergleichsangebot klingt. Alleine das Rechtshilfeersuchen an Polen wird ein halbes Jahr benötigen, und ob der eine kommt? Jener, der wegen eines Diebstahls in Österreich bei Einreise mit einer Verhaftung zu rechnen hat? Er habe nämlich einer Behinderten in Linz die Scheckkarte abgenommen und ihr Konto geplündert.

ENDE – DER UNVERWECHSELBARE AMBROSIUSKOMMENTAR
Diesen Beitrag bearbeiten Redakteur: Renatus
Quelle: Ambrosius
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2 Lesermeinungen:
Sonntag, 19. November 2006 22:28
turk: WEN INTERESSIERT DAS BITTE NOCH?
Was der „13.“ geschrieben hat, ist von User „Renate“ in bekannter Verblendung in oberhalb befindlichen Beiträgen nachzulesen … doch offenbar ist schlechte Dichtung die Eigenart des „13.“, denn wiederum werden Vermutungen und Lügen aufgekocht, man lese den neuesten Beitrag von Dr. Pytlik:

BALD LÜGEN-WIEDERHOLUNGSREKORD BEIM „13.“: NEUE UND ALTE RICHTIGSTELLUNGEN
Freitag, 17. November 2006 16:21
Guiseppe: Was hat denn der „13.“ geschrieben?
Bitte auch das posten, worauf reagiert wird: Den inkriminierten Artikel aus dem „13.“. Danke.
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