Samstag, 30. Dezember 2006 20:54
Andreas In: WARUM HALTEN DIE KATHOLIKEN DIE TRADITION FÜR EINE QUELLE DES GLAUBENS ?
Warum glauben die Katholiken Dinge, die nicht in der Bibel stehen? Stellt sich die Kirche damit nicht über das inspirierte Wort Gottes? Um diese Fragen zu beantworten, muss man zunächst einmal feststellen, was Tradition im Sprachgebrauch der Kirche heisst. Viele, wenn nicht die meisten Nichtkatholiken verstehen unter Tradition etwas mündliches Überliefertes, eine blosse Wiederholung von etwas Gehörtem, das am Ende auf etwas wie Folklore, Legende oder Fabel hinausläuft.
Es ist darum kein Wunder, dass sie schockiert sind, wenn sie hören, die Katholiken legten grössten Wert
auf die Tradition und sähen in ihr eine Quelle der von Gott geoffenbarten Wahrheit.Im Sprachgebrauch der Katholiken bedeutet Tradition etwas grundlegend anderes. Sie umfasst die Lehren, die Christus der Kirche offenbarte oder ihr durch den Heiligen Geist mitteilte und die von den Aposteln und Jüngern mündlich gelehrt und durch die unfehlbare Lehrautorität der Kirche in einer lebendigen und ununterbrochenen Kette weitergegeben wurden. Sie finden sich zwar nicht in der Hl. Schrift, aber sie sind in der Liturgie, den Gottesdiensten, den Gebeten und dem Leben der frühen Kirche enthalten und wurden hauptsächlich von den Kirchenvätern schriftlich niedergelegt. Im weitesten Sinn gehören alle Lehren, die in der Schrift oder mündlich offenbart sind, zur Tradition. Christus, der nicht eine Zeile schrieb, hat der Kirche die Gesamtheit der göttlich geoffenbarten Wahrheit mündlich übergeben. Die Apostel waren beauftragt, dieses Evangelium jedes Geschöpf zu predigen. Normalerweise wurde die göttliche Offenbarung mündlich weitergegeben, und daran hielten sich die Apostel in den ersten neun Jahren ihrer Missionstätigkeit ausschliesslich.
Die katholische Kirche gab es schon vor dem neuen Testament; sie predigte Christi Lehren neun Jahre lang, ehe ein Wort des neuen Testamentes geschrieben wurde, und 67 Jahre lang, ehe es abgeschlossen war. Das Matthäusevangelium, das erste Buch des neuen Testaments, entstand im Jahre 42, und das Johannesevangelium, das letzte Buch, wurde erst im Jahre 97 geschrieben.
Selbst nachdem die verschiedenen Bücher des neuen Testaments abgefasst waren, dauerte es bis zum Jahre 393, ehe sie zu einem Band geeint wurden, und das Konzil von Hippo bestimmte, welche Schriften inspiriert waren und in den Kanon oder die Liste der Bücher des neuen Testamentes aufgenommen werden sollten. Diese Liste bestätigte das Konzil von Karthago im Jahre 397. Das bedeutet, dass das Neue Testament, wie wir es kennen, in den ersten vier Jahrhunderten noch gar nicht vorhanden war. Es war die Zeit der Heiligen und Märtyrer, das Zeitalter des Christentums, auf das wir immer zurückblicken, wenn wir nach echten Beweisen und Beispielen des Glaubens und der Treue der Apostel, Jünger und frühen Christen suchen.
In diesen vier Jahrhunderten war die Tradition die hauptsächlichste und fast ausschliessliche Quelle des Glaubens. Auch nachdem die Kirche das Neue Testament zusammenstellte, indem sie über die inspirierte Schriften entschied und sie in einer Liste oder einem Kanon zusammenfasste, blieb die Tradition die wesentliche Quelle des Glaubens. Denn nur eine verschwindend kleine Anzahl von Personen hatte Exemplare des Neuen Testamentes, und die überwältigende Mehrheit war immer noch auf die mündliche Unterweisung angewiesen.
Selbst als ein paar Apostel und Jünger einen Teil ihrer Lehren schriftlich niedrlegten, war dies nur als Ergänzung ihrer mündlichen lehren gedacht. Die Apostel pflegten, wenn sie in einer bestimmten Stadt das Evangelium gepredigt hatten, den Menschen dort gelegentlich Briefe zu schreiben und sie an die Lehren und Bräuche, die sie verkündet hatten, zu erinnern. Diese Briefe machen einen grossen Teil des neuen Testamentes aus.
Als die beiden Apostel Matthäus und Johannes und die beiden Jünger Markus und Lukas ihre Evangelien schrieben, stützten sie sich auf die mündlichen Anweisungen, die die Kirche bei der Vorbereitung der Katechumenen auf die Taufe und die volle Mitgliedschaft in der christlichen Glaubensgemeinschaft verwendete. Sie schrieben nichts auf, was nicht schon in der Tradition sich gebildet hatte. Als Lukas die Apostelgeschichte verfasste, hielt er nur die mündliche Lehre der Apostel, vor allem des hl. Petrus und des hl. Paulus, fest und berichtete über ihre Tätigkeit.
Aus diesen kurzen Hinweisen wird klar, 1. dass Christus seine geoffenbarte Wahrheit im wesentlichen durch mündliche Mitteilung zu verbreiten gebot, 2. dass er selbst sich ausschliesslich diese Mittels bediente, 3. dass die Apostel und Jünger in erster Linie und überwiegend sich an die mündliche Verkündigung hielten, 4. dass, als einige zu schreiben anfingen, es nur als Ergänzung der mündlichen Lehre gedacht war, 5. dass Christus eine Kirche, ein lebendiges Lehramt, gründete und sie mit der unfehlbaren Autorität ausstattete, seine geoffenbarte Wahrheit rein und vollständig den Menschen zu übermitteln, 6. dass für einen Christen der ersten vier Jahrhunderte die Behauptung, Christus habe zur Verbreitung seiner Religion im wesentlichen das Neue Testament bestimmt, unglaublich, wenn nicht unverständlich gewesen wäre.
Ein Christ, der behauptet, seine Religion beruhe auf der Bibel, und nur auf der Bibel, und der von der Tradition verächtlich spricht, steht im Widerspruch zu den Worten und dem Beispiel Christi und der Apostel und verrät eine bedauerliche Unkenntnis der historischen Mittel der Verbreitung der christlichen Religion nicht nur während der ersten vier Jahrhunderte, sondern bis zur Erfindung des Buchdrucks im 15. Jahrhundert und selbst in späteren Jahrhunderten. Er übersieht, dass das Neue Testament sekundäres Mittel ist – und bleibt –, um die Göttliche Wahrheit sicher, unangetastet und unzweideutig zu überliefern.
Das Hauptmedium ist die Kirche, die der hl. Paulus die „Säule und Grundfeste“ der Wahrheit (1 Tim 3,15) nennt. Sie deutet die schriftlichen Dokumente richtig und führt die direkte mündliche Darlegung, wie wir sie bei Christus und den Apostel, finden, fort. Ihr göttliches unfehlbares Lehramt allein verbürgt die Inspiration der Bücher des Neuen Testaments, ihre Kanonizität, ihre wahre Interpretation und die Wahrheit der göttlichen Tradition, die sie seit dem ersten Jahrhundert unverändert weitergegeben hat.
Heute, da es so viele Erzeugnisse der Druckerpresse gibt und jede bedeutende Botschaft oder Lehre sofort aufgeschrieben wird, vergisst man leicht, wie unverhältnismässig neu diese Entwicklung ist, und meint, am Anfang sei es genau so gewesen wie heute. Dieser Mangel an geschichtlichen Empfinden lässt den Christen auch Bekenntnisse annehmen, die erst in den letzten Jahrhunderten entstanden sind, Glaubenssätze, von denen Christus nichts wissen will und die er weder sanktioniert noch gelehrt hat. Die klare Erkenntnis dieser Tatsachen veranlasste den Konvertiten Kardinal Newman zu der Bemerkung, eine Vertiefung in die Geschichte, vor allem der ersten vier Jahrhunderte, bedeute, sich in die katholische Kirche hineinzudenken.
Mit Bezug auf den gesamten Schatz der geoffenbarten Wahrheiten erklärt das Konzil von Trient (1545-1563): „Das Konzil weiss, dass diese Wahrheit und Lehre in geschriebenen Büchern und in der ungeschriebenen Tradition enthalten ist, die die Apostel von Christus selbst empfingen, die gleichsam von Hand zu Hand von den Aposteln unter der Erleuchtung des Heiligen Geistes weitergegeben wurde und so bis zu uns gekommen ist. Das Konzil folgt dem Beispiel der orthodoxen Väter, und mit dem gleichen Gefühl der Loyalität und Ehrfurcht, mit dem es alle Bücher des Alten und Neuen Testaments annimmt und achtet, da Gott beider Urheber ist, nimmt es auch die Tradition des Glaubens und der Sitten an und achtet sie, da sie mündlich von Christus empfangen oder vom Heiligen Geist inspiriert uns ständig in der katholischen Kirche bewahrt wurden“ (Sess.IV).
Aber sprach nicht Christus einen Tadel aus: „denn ihr lasst das Wort Gottes ausser acht und haltet euch an die Überlieferung der Menschen“ (Mk 7,8)? Gewiss, aber Christus meint dabei nicht die göttlichen Wahrheiten, die er lehrte, sondern die falsche Kasuistik, mit der die Pharisäer das vierte Gebot aufhoben. Die Tradition, von der wir hier sprechen, ist nicht menschlicher Ansicht, sondern göttliche Wahrheit, die Christus der unfehlbaren Lehrautorität der Kirche anvertraute, damit sie sie an alle Völker weitergebe.
Die Bibel allein ist toter Buchstabe, sie kann weder die Echtheit beweisen noch deuten: für beides ist ein lebendiges Lehramt nötig. Sie ist oft dunkel und schwer zu verstehen, wie der hl. Petrus von den Briefen des hl. Paulus bemerkt (2 Petr 3,16; vgl. Apg 8.30-31). Vielfach wird sie in widersprechender Weise gedeutet, und eine Anzahl von geoffenbarten Wahrheiten, wie etwa die Heiligung des Sonntags statt des Samstags, wissen wir nur aus der göttlichen Tradition.
Die hl. Väter der Kirche stellen durchaus nicht die Hl. Schrift als die einzige Quelle des Glaubens hin, sondern erklären, dass die Christen nicht nur glauben dürfen, was sie schreiben, sondern auch, was sie predigen. „So steht denn fest, Brüder, und haltet euch an die Überlieferung, die ihr mündlich oder schriftlich von uns empfangen habt“, sagt der hl. Paulus (2 Thess 2,15). „Trage in dir das Vorbild für die gesunden Lehren, die du von mir gehört hast, im Glauben und in der Liebe in Christus Jesus! Behüte das anvertraute kostbare Gut durch den Heiligen Geist, der in uns wohnt!“ (2 Tim 1,13-14).
„Wer euch hört“, sagte Christus zu den Aposteln, „der hört mich; wer aber mich verachtet, der verachtet den, der mich gesandt hat“ (Lk 10,16). Die Vollmacht erstreckt sich auch auf die Nachfolger der Apostel, die Bischöfe und die von ihnen geweihten Priester. Auch der hl. Evangelist Markus vermerkt diese göttliche Vollmacht: „ Geht hin in alle Welt und verkündet das Evangelium aller Kreatur. Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet werden; wer aber nicht glaubt wird verdammt werden“ (16,15-16).
Der hl. Paulus zeigt uns klar, dass Christi Wahrheiten nicht nur aus der Schrift, sondern von der göttlichen und unfehlbaren Lehrautorität der Kirche vor allem zu erfahren sind: „ Denn jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden. Doch wie sollen sie den anrufen, an den sie nicht glauben? Und wie sollen sie an den glauben, von dem sie nicht gehört haben? Und wie sollen sie hören ohne einen Verkünder? Wie aber sollen sie verkünden, wenn sie nicht ausgesandt wurden… So kommt also der Glaube aus der Botschaft… Ich frage nun aber: Haben sie etwa nicht gehört? Doch wohl! Über die ganze Erde ging aus ihr Schall und bis an die Enden des Erdkreises ihre Worte“ (Röm 10,14-18).
Um für eine fortdauernde Verbreitung des Evangeliums zu sorgen, ernannten die Apostel Nachfolger. Einer der von dem Apostel Paulus bestimmten Bischöfe war sein Schüler Timotheus, an den er schrieb: „Trage in dir das Vorbild für die gesunden Lehren, die du von mir gehört hast… Behüte das dir anvertraute kostbare Gut durch den heiligen Geist, der in uns wohnt“ (2 Tim 1,13-14). „Und was du von mir gehört hast vor vielen Zeugen, das vertraue zuverlässigen Menschen an, die geeignet sein werden, auch andere zu lehren“ (2 Tim 2,2).
Die Lehre Christi und der Apostel findet in den Schriften der Bischöfe, Väter und Lehrer der Kirche ihren Niederschlag. So schreibt der hl. Irenäus, Bischof von Lyon, im 2. Jahrhundert: „Darum wird in jeder Kirche die Überlieferung der Apostel auf der ganzen Welt verkündet; und wir können jene aufzählen, die von den Aposteln als Bischöfe in den Kirchen eingesetzt wurden, und die Nachfolger jener Bischöfe bis zu uns selbst.“ Nachdem er auf Smyrna, das durch den hl. Polykarp zum Apostel Johannes zurückführt, verwiesen hat, fährt der hl. Irenäus fort: „ Es wäre zu lange, hier die Nachfolger in allen Kirchen aufzuzählen; es genügt, auf die apostolische Überlieferung zu verweisen, die Lehre, die durch die bischöfliche Nachfolge der Kirche von Rom, der grössten und ältesten, die überall bekannt ist und von den beiden glorreichen Aposteln Petrus und Paulus in Rom gegründet wurde, zu uns gekommen ist. Diese Überlieferung allein genügt zur Verdammung aller, die auf die eine oder andere Weise wegen Irrtum, Ruhmsucht, Blindheit oder falschen Urteil von der Wahrheit abgewichen sind. Die Vorrangstellung dieser Kirche ist so gross, dass jede Kirche, ich meine die Gläubigen jedes Landes, mit ihr einer Meinung sein muss, dass heisst: jede Kirche in jedem Land, in der die apostolische Überlieferung ohne Unterbrechung besteht“ (Adv. Haer.,III, S. 3).
Die Irrlehre, ein Mensch könne seine Religion allein aus der Bibel schöpfen und jene Einrichtung, die Christus zur Vermittlung des Schatzes der göttlichen Wahrheiten in Schrift und Wort einsetzte, ignorieren, ist nicht neu. Sie tauchte bereits im 3 Jahrhundert auf. Origenes verurteilte sie und schrieb im Vorwort zu De Principiis(185-255): „Das allein muss als Wahrheit geglaubt werden, was sich in nichts von der kirchlichen und apostolischen Überlieferung unterscheidet.“ Diese göttliche Tradition ist in den Schriften der Väter und Lehrer der Kirche, in den Lehren der ökumenischen Konzile, in der allgemeinen und ständigen Übereinstimmung der katholischen Theologen und in der allgemeinen Lehre der katholischen Kirche auf der ganzen Welt enthalten. In ihrer von Gott gegebenen Mission, alle Völker die Wahrheiten Christi zu lehren, wird die Kirche von Christus geleitet, der sagte: „ Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt“ (Mt 28,20).
Darum glauben die Katholiken, dass die göttliche Überlieferung eine Quelle des Glaubens ist.
Bild: Albrecht Dürer;Johannes und Petrus (links);
Markus und Paulus (rechts)
Öl auf Holz; 1526; München, Alte Pinakothek
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Redakteur:
Andreas In
Quelle: John A. O’Brien: 100 Fragen über den katholischen Glauben, 1963
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Weiterlesen:
• Manuel: Interview mit P. Lombardi SJ
• Papst Benedikt: Jesus von Nazareth
Donnerstag, 11. Januar 2007 14:31
laikos: Danksagung
Danke für diese sehr beeindruckende Zusammenfassung über die Tradition
Donnerstag, 4. Januar 2007 01:39
Christian Hüller: Einheit ist kein Selbstzweck
>>…so lange, der Staat Vatikan und die römische Kirche an ihrer Haltung festhalten, wird es keine Einheit
geben.<<
Wer sagt denn, dass die Kirche des Hl. Petrus die (volle)
Einheit -ernsthaft- will?
Wer kann überhaupt -ernsthaftes- Interesse haben an einer *weltumspannenden Monsterkirche*?
Es gibt und gab einmal Mal ein Motto: >>Versöhnte Verschiedenheit<<.
Dieses Motto, als Ökumeneabschiedsschreiben vielfach angezweifelt und verpönt, scheint mir durchaus angebracht.
Wer sagt denn, dass die Kirche des Hl. Petrus die (volle)
Einheit -ernsthaft- will?
Wer kann überhaupt -ernsthaftes- Interesse haben an einer *weltumspannenden Monsterkirche*?
Es gibt und gab einmal Mal ein Motto: >>Versöhnte Verschiedenheit<<.
Dieses Motto, als Ökumeneabschiedsschreiben vielfach angezweifelt und verpönt, scheint mir durchaus angebracht.
Mittwoch, 3. Januar 2007 20:47
Wolfgang Bastian: Orthodox kann sich nur nennen…
Also es schon eine Verdrehung von Sachverhalten. Die römische Kirche hat sich erst relativ spät,selbst
ein Fundament geschaffen. Seien Sie sich da nicht so sicher, was die Haltung der orthodoxen Kirchen und
Gemeinschaften in Bezug auf die römische Kirche betrifft.
Im Neuen Testament ist von einer römischen Papstkirche keine Rede. Die ersten Kirchenväter berichteten auch nichts davon. Orthodoxie heißt die rechte Lobpreisung Gottes. Orthodox katholisch nennen sich fast alle orthodoxe Kirchen und Gemeinschaften. In einer gibt es ebenfalls einen Papst.
Bei allem Respekt vor Ihnen und der römischen Kirche, sei Ihnen doch in’s Stammbuch geschrieben, so lange, der Staat Vatikan und die römische Kirche an ihrer Haltung festhalten, wird es keine Einheit geben.
Unser Fundament ist Jesus Christus. Er ist der Handelnde, der Liturg, der Priester in jeder Heiligen göttlichen Liturgie, was bei Messe Ihnen heißt.
Beste Grüße,
Wolfgang Bastian
Im Neuen Testament ist von einer römischen Papstkirche keine Rede. Die ersten Kirchenväter berichteten auch nichts davon. Orthodoxie heißt die rechte Lobpreisung Gottes. Orthodox katholisch nennen sich fast alle orthodoxe Kirchen und Gemeinschaften. In einer gibt es ebenfalls einen Papst.
Bei allem Respekt vor Ihnen und der römischen Kirche, sei Ihnen doch in’s Stammbuch geschrieben, so lange, der Staat Vatikan und die römische Kirche an ihrer Haltung festhalten, wird es keine Einheit geben.
Unser Fundament ist Jesus Christus. Er ist der Handelnde, der Liturg, der Priester in jeder Heiligen göttlichen Liturgie, was bei Messe Ihnen heißt.
Beste Grüße,
Wolfgang Bastian
Dienstag, 2. Januar 2007 01:29
Christian Hüller: Inhaltsreich
Bemerkenswerter Artikel. Sehr erhellend.
Montag, 1. Januar 2007 18:46
Artois †: Orthodox?
Orthodox kannsich nur der nennen, der in Einheit mit dem Lehr-, Hirten- und Petrusamt der Kirche lehrt und handelt. Und dieses Amt verkörpert in einzigartiger Weise der Bischof von Rom. Ds haben auch die orthodoxen (ost-) Gemeinschaften oft genug anerkannt. Und hinter diese Aussage kann auch die heutige orthodoxe Kirche nicht zurück – auch wenn heutige Päpste keine gute Figur machen.
Montag, 1. Januar 2007 13:51
Wolfgang Bastian: ‘WARUM HALTEN DIE KATHOLIKEN DIE TRADITION FÜR EINE QUELLE DES GLAUBENS
Katholisch ist gut, aber von römisch katholisch war am Anfang nicht die Rede. Orthodox-katholisch wäre
schon ehrlicher. Denn die orthodoxen Kirchen scheinen Sie total zu ignorieren. Und die sind schon etwas
älter, als die römisch katholische Kirche, mit eigenem Staatsgebilde, und den Alleinvertretungsanspruch,
die richtige, die wahre Kirche zu sein. Ob sich man da die Amtsträger und die Schwestern und Brüder
in der römischen Kirche nicht täuschen?
Beste Grüße
Jasminka Mujanic
Orthodoxe Katholische Gemeinde
Bregana/Kroatien
Beste Grüße
Jasminka Mujanic
Orthodoxe Katholische Gemeinde
Bregana/Kroatien
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