Dienstag, 9. November 2004 08:20
Die irischen Bischöfe wagen Neues in der Pfarrmission. Ein altbewährtes Modell soll Kinder und Eltern auf einen Schlag zurück ins Gotteshaus führen.

(kreuz.net, Irland) Die katholische Kirche Irlands beschreitet alternative Wege der Glaubensverkündigung.
In den Pfarreien sollen Sonntagsschulen eingerichtet werden, die den staatlichen Religionsunterricht ergänzen.
Das Ziel der Sonntagsschulen ist, die Vorbereitung der Kinder auf die Sakramente der Erstkommunion und
der Firmung zu vertiefen. Schon nächstes Jahr gedenken die irischen Bischöfe, das neue Missionsvorhaben
im ganzen Land zu starten.
Sozusagen im Schlepptau der Sonntagsschulen soll auch die Flamme des religiösen
Lebens der Eltern neu entfacht werden. An diese ergeht die spezielle Einladung, gemeinsam mit ihren Sprößlingen
die Sonntagsschulbank zu drücken. „Wir wollen den Eltern beibringen, daß die Sakramente mehr sind als
ein gesellschaftlicher Fototermin“, meint der Bischof der Diözese Kilmore, Mons. Philip Leo O’Reilly
(60).
In verschiedenen Diözesen Irlands gibt es derzeit bereits Sonntagsschulen. Der Priester Martin
Delaney unterrichtet an einer Sonntagsschule in der Diözese Ossory. Er meint: „Einige Religionslehrer
wollen keinen christlichen Unterricht mehr erteilen. Deshalb ist es notwendig, außerhalb der Schule Unterrichtsmöglichkeiten
zu schaffen.“