Deutschland
„Kein Arsch in der Hose“
Die Staatsbischöfe haben über den deutschen Homo- Außenminister erwartungsgemäß nichts zu sagen. Die Botschaft wird aber trotzdem verstanden werden. Von Aaron Rosenbaum, Bochum.
Der deutsche Homo-Außenminister, Guido Westerwelle.
Der deutsche Homo-Außenminister, Guido Westerwelle.
© michaelthurm, CC
(kreuz.net) „Kein Arsch in der Hose“, sagt man im Ruhrgebiet, wenn jemand nicht Manns genug ist, das Maul aufzumachen.

Zwar mischen sich die deutschen Bischöfe regelmäßig in die Politik ein und haben ihre Schäflein auch fleißig zur Wahl aufgerufen.

Aber daß ausgerechnet ihre Partei, jene mit dem imaginären C, einen homo-unzüchtigen Außenminister absegnet, dazu sucht man von den deutschen Bischöfen vergeblich Kritik.

Die einzige – indirekte – Kritik kam bis jetzt von einem Schweizer, dem Kultur- und Gesellschaftredakteur der Schweizer Wochenzeitung ‘Weltwoche’, Philipp Gut. Er wärmte zu dem Thema einen Artikel auf, denn er schon vor längerer Zeit publiziert hat.

Wenn ein Bischof kein Privatleben hat, wie viel weniger darf es dann ein Stellvertreter der Bundesrepublik haben. Er vertritt ja das deutsche Volk.

Darum werden die Auslandsbesuche des zukünftigen Außenministers für ganz Deutschland peinlich sein, wenn Guido Westerwelle sich mit seinen Amtskollegen trifft und „seinen Mann“ vorstellt.

Sicher wird man in den USA dafür Verständnis haben: „Are the Germans gay? Yes, they are!“

Dafür wird der islamischen Welt und vielen anderen Ländern die moralische Verkommenheit des demokratisch-liberalen Westens in besonderer Weise vor Augen geführt.

Sie werden dadurch in ihrer Weltsicht um so mehr gestärkt werden.