19:57:19 | Freitag, 27. November 2009
Die Staatsbischöfe haben über den deutschen Homo- Außenminister erwartungsgemäß nichts zu sagen. Die Botschaft wird aber trotzdem verstanden werden. Von Aaron Rosenbaum, Bochum.
(kreuz.net) „Kein Arsch in der Hose“, sagt man im Ruhrgebiet, wenn jemand nicht Manns genug ist, das Maul
aufzumachen.
Zwar mischen sich die deutschen Bischöfe regelmäßig in die Politik ein und haben ihre
Schäflein auch fleißig zur Wahl aufgerufen.
Aber daß ausgerechnet ihre Partei, jene mit dem imaginären
C, einen homo-unzüchtigen Außenminister absegnet, dazu sucht man von den deutschen Bischöfen vergeblich
Kritik.
Die einzige – indirekte – Kritik kam bis jetzt von einem Schweizer, dem Kultur- und Gesellschaftredakteur
der Schweizer Wochenzeitung ‘Weltwoche’, Philipp Gut. Er wärmte zu dem Thema einen
Artikel auf, denn
er schon vor längerer Zeit publiziert hat.
Wenn ein Bischof kein Privatleben hat, wie viel weniger darf
es dann ein Stellvertreter der Bundesrepublik haben. Er vertritt ja das deutsche Volk.
Darum werden die
Auslandsbesuche des zukünftigen Außenministers für ganz Deutschland peinlich sein, wenn Guido Westerwelle
sich mit seinen Amtskollegen trifft und „seinen Mann“ vorstellt.
Sicher wird man in den USA dafür Verständnis
haben: „Are the Germans gay? Yes, they are!“
Dafür wird der islamischen Welt und vielen anderen Ländern
die moralische Verkommenheit des demokratisch-liberalen Westens in besonderer Weise vor Augen geführt.
Sie werden dadurch in ihrer Weltsicht um so mehr gestärkt werden.