16:03:59 | Dienstag, 24. November 2009
Der Erzbischof von Westminster hat am Samstag einen großen Hindu-Tempel besucht und dort fast alles vollbracht, was ein Hindu auch getan hätte.

Erzbischof Nichols bekommt einen zinoberroten Punkt auf die Stirn
(kreuz.net, London) Am Samstag brachte der katholische Erzbischof Vincent Nichols (64) von Westminster
auf einem hinduistischen „Altar der Gottheiten“ Blumen dar.
Das berichtete die Pressestelle der Erzdiözese
London.
Nach einem heutigen Bericht auf dem Blog des britischen Journalisten Damian Thompson wurde das
wieder aus dem Text der Pressemeldung gelöscht.
Erzbischof durchläuft Hindu-BegrüßungsritualeMons.
Nichols besuchte am Samstag im Zuge einer sogenannten interreligiösen Woche den bekannten Hindu-Tempel
in Neasden, im nordwestlicher Stadtteil von London.

Hindu-Tempel Shri Swaminarayan Mandir in London
© nikkul, CCDer Tempel wurde im Jahr 1995 fertiggestellt und
ist die größte Hindu-Kultstätte außerhalb Indiens. Er heißt Shri Swaminarayan Mandir.
Der Erzbischof
wurde von dem geistlichen Leiter des Tempels, Yogvivek Swami, empfangen.
Die Begrüßung erfolgte nach
einem traditionellen hinduistischen Ritus.
Dabei wurde dem Erzbischof ein zinnoberroter Punkt auf die
Stirn gedrückt und ein sogenannter heiliger Faden um sein Handgelenk gebunden.
Swami führte den Erzbischof
danach durch den Tempel.
Durch ein Blumenopfer drückte der Erzbischof seinen Respekt vor dem „Altar
der Gottheiten“ aus und trat anschließend vor ein Götzenbild des hinduistischen Führers Shri Nilkanth
Varni († 1830).
Dort betete Mons. Nichols gemeinsam mit Swami für Frieden und Harmonie in der Welt.
Nach einer persönlichen Begegnung zwischen Mons. Nichols und Swami hielt der Erzbischof vor rund zweitausend
Hinduisten eine allgemeine Ansprache.
Es ging dabei um die Bedeutung der Religion für das Gemeinwohl,
die Rolle der Familie sowie um Kinder- und Jungenderziehung.