11:44:06 | Mittwoch, 25. November 2009
Wie will der neue europäische Präsident die antiklerikalen Dunkelmänner aufhalten? Indem er ein Gesätz des Rosenkranzes betet?
(kreuz.net) Der erste ständige Präsident des Europäischen Rates, Herman Van Rompuy (62), ist ein guter
Katholik.
Das erklärte der britische Journalist Damian Thompson letzte Woche auf seinem Blog.
Gegenwärtig
ist Van Rompuy noch belgischer Premierminister und Regierungschef.
Seine Ernennung zum „Präsidenten
Europas“ ist – so Thompson – für antiklerikale Dunkelmänner, welche die Auferstehung eines von Rom dominierten
Europas fürchten, ein Anlaß für Verschwörungstheorien.
Thompson weiß, daß der katholische Glaube
für Van Rompuy die Lebensgrundlage ist: „Er macht monatliche Einkehrtage in einem Benediktinerkloster“.
Sogar seine Frau sei über die Kraft erstaunt, die ihr Mann „im Glauben findet“.
Der Journalist glaubt,
daß Van Rompuy entschlossen ist, den christlichen Charakter Europas zu bewahren: „Das ist der Grund,
warum er gegen einen Eintritt der Türkei in die Europäische Gemeinschaft ist.“
Im Jahr 2004 erklärte
Van Rompuy: „Die universalen Werte, die in Europa gelten und die grundlegende Werte des Christentums sind,
werden mit dem Eintritt eines großen islamischen Landes wie die Türkei an Kraft verlieren.“
Thompson
kritisiert aber, daß Van Rompuy und seine vatikanischen Verbündeten glauben, daß der Föderalismus
die christliche Einheit Europas bewahren könne.
„Im Gegenteil“ – antwortet Thompson: „Das föderative
Projekt wird von laizistischen Bürokraten gefördert, welche die geistigen Erben der antiklerikalen Linken
sind, auch wenn sie aus nominal katholischen Staaten stammen.“
Die undemokratische Ernennung des EU-Präsidenten
werden sie nur in dem Entschluß bestätigen, Europa zu säkularisieren, indem zum Beispiel Kruzifixe
aus den Schulen verbannt werden:
„Wie will Van Rompuy sie aufhalten? Indem er ein Gedicht schreibt? Oder
ein Gesätz des Rosenkranzes betet?“