Das erste Halbjahr 2009 war überschattet vom Williamson-Pogrom und den zum Alltag gewordenen Skandalen der nachkonziliaren Abbruch-Kirche. Jahresrückblick Januar bis Juni.
Januar
Anfang Januar 2009 tobt das israelische Neujahrs-Massaker gegen die Bewohner des Gazastreifens.
Kurienkardinal Renato Martino – Präsident des Päpstlichen Rates ‘Justitia et Pax’ – nennt den „Horror“
dieser Kriegsverbrechen beim Namen.
Am 14. Januar veröffentlicht die Schweizer Bischofskonferenz eine
Erklärung, mit der die ohnehin ungültige Generalabsolution als Ersatz für die Beichte verboten wird.
Am 21. Januar publiziert das ‘Schwedische Fernsehen’ ein Interview mit Pius-Bischof Richard Williamson
vom November 2008. Darin bringt der Bischof auch sachliche Einwände gegen das Funktionieren von Gaskammern
im national-sozialistischen Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau vor. Antikatholische Kräfte benützten
diese Aussagen als Vorwand für ein Pogrom. Noch am selben Tag sendet der Generalobere der Piusbruderschaft,
Bischof Bernard Fellay, eine Erklärung an das Schwedische Fernsehen. Es folgen eilige Distanzierungen
der Bruderschaft und kirchlicher Prälaten.
Am 24. Januar nimmt Benedikt XVI. die Exkommunikation gegen
die vier Pius-Bischöfe zurück. Wieder heben Antichristen ihr finsteres Haupt gegen die Kirche.
Am 31.
Januar wird der hochverdiente und pastoral bewährte Pfarrer Gerhard Maria Wagner von Windischgarsten
zum Linzer Weihbischof ernannt. Er wäre das einzige Mitglied der Bischofskonferenz gewesen, der auf eine
solide Erfahrung als Seelsorger zurückblicken könnte.
Februar Anfang Februar verteidigt die große
Pfarrjugend von Windischgarsten ihren geliebten Pfarrer Wagner gegen Angriffe der Medienkonzerne und altliberaler
Amtskirchen-Kreise.
Gleichzeitig wird bekannt, daß der Gründer der Legionäre Christi, Pater Marcial
Maciel († 2008), mindestens ein uneheliches Kind gezeugt hat. Erstmals gesteht die Ordensgemeinschaft
Verfehlungen ihres Gründers ein, obwohl dazu seit Jahren Informationen kursierten.
Der altliberale und
der Pastoral entfremdete Kirchenapparat in Österreich bläht sich immer mehr gegen den neuen Linzer Weihbischof
auf. Die antikatholische Dechantenkonferenz von Linz rebelliert gegen die Entscheidung des Papstes. Schließlich
wirft Mons. Wagner das Handtuch und reicht den Rücktritt ein, der am 18. Februar merkwürdigerweise von
der Erzdiözese Wien verkündet wird.
Indes heizt sich die Pogrom-Stimmung gegen den Papst und den Pius-Bischof
Williamson immer weiter auf. Mons. Williamson wird mit fadenscheinigen Gründen aus Argentinien ausgewiesen
. Karrierebewußte kirchliche Funktionäre übertreffen sich im Versuch, sich vor der Welt von Mons. Williamson
zu distanzieren. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel erteilte dem Papst eine infame Schelte. Auch
die österreichische Bischofskonferenz wendet sich in einem Hirtenbrief gegen den Papst. Gleichzeitig
schimpfen die Bischöfe gegen die Ernennung ihres Mitbruders Mons. Wagner.
Im Februar distanziert sich
der Sprecher der deutschen Bischofskonferenz vor dem ‘Zweiten Deutschen Fernsehen’ vor der größten europäischen
katholischen Nachrichtenseite ‘kreuz.net’. Es folgen Distanzierungen eines Sprechers der österreichischen
Bischofskonferenz und der deutschsprachigen Sektion ‘Radio Vatikan’. Der Grund: ‘kreuz.net’ hat – anders
als die Bischöfe und der Amtskirchenapparat – den Organisatoren des Williamson-Pogroms Widerstand geleistet.
März Am 2. März dispensiert der überrumpelte Papst den Linzer Weihbischof Mons. Wagner von der Annahme
der Ernennung. Die altliberalen Kirchenfeinde triumphierten.
Anfang März veröffentlichen die Deutsche
und die Schweizer Bischofskonferenz Stellungnahmen gegen die Piusbruderschaft. Wieder jubeln die Kirchenfeinde.
Am 10. März bedauert Papst Benedikt XVI. in einem Schreiben an den Weltepiskopat die Feindseligkeit
gegen ihn: „Kann uns eine Gemeinschaft ganz gleichgültig sein, in der es 491 Priester, 215 Seminaristen,
6 Seminare, 88 Schulen, 2 Universitäts-Institute, 117 Brüder und 164 Schwestern gibt?“ – fragt er.
Ende März reist der Papst nach Afrika. Die Menschen in Angola und Kameran empfangen den Papst sehr herzlich.
In Europa beschäftigen sich die allmächtigen Medienkonzerne einzig mit der päpstlichen Warnung vor
Kondomen im Kampf gegen Aids: „Wenn die Seele fehlt, wenn sich die Afrikaner nicht selber helfen, kann
diese Geißel mit der Verteilung von Kondomen nicht beseitigt werden, im Gegenteil: Es besteht die Gefahr,
das Problem zu vergrößern.“ Wegen dieser Worte kommen die Kirchenfeinde erneut ins Schäumen.
Am 31.
März kündigt die Ordensgemeinschaft der Legionäre Christi an, daß der Vatikan bei ihnen eine Apostolische
Visitation durchführen werde.
April Der im Dezember 2008 emeitierte Präfekt der Liturgiekongregation,
Antonio Kardinal Cañizares, feiert am Dienstag in der Karwoche in der römischen Lateranbasilika ein
Hochamt im Alten Ritus.
Am Gründonnerstag fordert Erzbischof Buti Joseph Tlhagale (61) von Johannesburg,
die Tabernakel wieder ins Zentrum der Kirchen zu stellen und Kniebänke zur Kommunionspendung zu benützen.
Am selben Tag macht Kardinal Cañizares in der spanischen Diözese Toledo Nägel mit Köpfen: Er reaktiviert
die Kommunionbank der Kathedrale von Toledo und fordert die Gläubigen zum Empfang der Mundkommunion auf.
Am Karsamstag leugnet der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch von
Freiburg, vor dem deutschen Fernsehsender ‘Hessischen Rundfunk’ die Lehre vom Sühnetod Christi.
Ende
April verweigert die deutsche Bischofskonferenz dem deutschen christdemokratischen Politiker Heinz Wilhelm
Brockmann die Zustimmung, Präsident des Laiengremiums ‘Zentralkomitee deutscher Katholiken’ zu werden.
Das Gremium muß die Wahl verschieben und einen anderen Kandidaten suchen.
Mai Anfang Mai veröffentlicht
Mons. Zollitsch in seiner Bistumszeitung einen langatmigen Text zum Sühnetod Christi: „Jesus ist nicht
nur den Seinen lebensmäßig eng verbunden, er tritt auch für sie ein und handelt stellvertretend für
sie.“
Benedikt XVI. besuchte im Mai das Heilige Land. Sein Aufenthalt in Bethlehem bleibt für die Palästinenser
bisher ohne greifbare Wirkung.
Am 6. Mai wählt der sechzehnköpfige Hochschulrat der Universität Eichstätt-Ingolstadt
den Theologen Reinhard Hütter (50) zum neuen Präsidenten der Universität. Doch Ende Mai gibt Hütter
bekannt, daß er das Amt nicht antreten werde. Die Universität konnte und wollte kurzfristig gestellte
Bedingungen Hütters nicht erfüllen.
Am 27. Mai wird die Selige Schwester Restituta Kafka im Wiener
Stephansdom als großbusige Hexe dargestellt. Die Dämonenfratze stammt von dem Gotteslästerer Alfred
Hrdlicka († 2009) und wurde auf persönliches Betreiben von Kardinal Schönborn produziert und dauerhaft
in der Kathedrale montiert.
Juni Am 7. Juni weiht der Obere des deutschen Distriktes der Priesterbruderschaft
Sankt Pius X., Pater Franz Schmidberger, in Fulda eine neue Kapelle. Bischof Heinz Josef Algermissen von
Fulda tobt gegen die Zeremonie.
An Fronleichnam feiern Pfarreien der Stadt Linz eine Meß-Farce mit
einem Fladenbrot. Dabei hielt Dechant Helmut Part ein großes Pita-Brot – wie es in den Wiener Diskomessen
verwendet wird – mit einer Grillzange in die Höhe. Übriggebliebene Fladenreste wurden in Schuhschachteln
gesammelt und am nächsten Sonntag in den umliegenden Pfarreien zur Kommunion verteilt.
Am 16. Juni ernennt
Benedikt XVI. den profiliert katholischen Sekretär der Gottesdienstkongregation, Mons. Malcolm Ranjith,
zum Erzbischof von Colombo in seinem Heimatland Sri Lanka.
Mitte Juni werden vier altliberale österreichische
Bischöfe vom Papst vorgeladen. Es gelingt ihnen offenbar mit Erfolg, den Heiligen Vater zu beschwichtigen.
Am 19. Juni entscheidet Bischof Ludwig Schwarz von Linz, daß er gegen den offen mit einer Kebse in Unzucht
lebenden Pfarrer von Ungenach, Hw. Josef Friedl, keine Konsequenzen setzen will. Damit dispensiert er
den Geistlichen vom Zölibat.
Am 27. Juni werden mehrere Diakone der Piusbruderschaft in Zaitzkofen bei
Regensburg zu Priestern geweiht. Bischof Gerhard Ludwig Müller von Regensburg und weitere Bischöfe fallen
deshalb in unkontrollierte Tobsuchtsanfälle.