20:41:09 | Freitag, 5. Februar 2010
Schnell gesagt und noch schneller zurückgezogen: „Ich muß einen Vergleich ziehen: Mit den Juden ist es so losgegangen, daß vielleicht der ein oder andere Jude Unrecht getan hat. Dann aber hat man schlimmerweise alle angeklagt und ausrotten wollen.“ Aber: Juden begehen nie ein Unrecht.

Bildschirmphoto der Website ‘Heilbronner Stimme’
(kreuz.net, Berlin) Der deutsche Jesuitenpater Eberhard von Gemmingen (73) hat den Medienskandal um die
Homo-Schändungen durch Jesuiten mit den Nationalsozialisten verglichen.
Der frühere Programmdirektor
der deutschsprachigen Abteilung von ‘Radio Vatikan’ äußerte sich für die morgige Ausgabe der Regionalzeitung
‘Heilbronner Stimme’.
„Es ist fatal, den ganzen Orden schlechtzumachen. Ich muß einen Vergleich ziehen:
Mit den Juden ist es so losgegangen, daß vielleicht der ein oder andere Jude Unrecht getan hat. Dann
aber hat man schlimmerweise alle angeklagt und ausrotten wollen. Man darf nicht von einzelnen Missetaten
ausgehen und eine ganze Gruppe verurteilen. Die Gefahr, daß das passiert, ist groß.“
Pater von Gemmingen
autorisierte das Interview schriftlich. Daraufhin publizierte die Zeitung das Gespräch auf ihrer Webseite.
Nach einem im Internet beginnenden Skandal zog der Jesuit die Aussage wieder zurück.
Die Webseite entfernte
das Zitat mit einer Erklärung: „Wir haben diese Passage auf Wunsch des Jesuitenpaters nachträglich aus
dem autorisierten Interview gestrichen. »Ich ziehe diesen Vergleich mit den Juden zurück, denn er ist
unzutreffend«, sagte von Gemmingen gegenüber der ‘Heilbronner Stimme’.“
Auch der Provinzial der Jesuiten
in Deutschland, Pater Stefan Dartmann, hatte sich sofort von dem ursprünglichen Zitats seines Mitbruders
distanziert.
Der gemachte Vergleich sei angeblich „vollkommen inakzeptabel“ – kroch er, noch bevor sich
die deutsche Holocaust-Erpressungmaschinerie in Gang setzen konnte.
„Ich stehe zu ihm“Über einen Mitbruder,
der am Berliner Jesuiten-Gymnasium Canisius-Kolleg Homo-Schändungen verübt hat, sagte Pater Gemmingen
in dem Interview:
„Ich stehe zu ihm. Der hat gesündigt, wenn ich das so sagen darf. Leider laufen in
Deutschland noch viele andere Sünder rum, auf die niemand mit dem Finger zeigt.“
Gleichzeitig lobte
Pater von Gemmingen, daß die längst vergangenen Homo-Schändungen bekannt wurden.