Piusbruderschaft
„Die Darstellung ist falsch“
Der deutsche Rechtsanwalt der Priesterbruderschaft Sankt Pius X. bezeichnet den Bericht des Sekretärs von Bischof Richard Williamson als falsch. Die Gegendarstellung von Maximilian Krah.
1. Ich war im August 2009 nicht in London.

2. Die Fragen im ersten Interview im Februar 2009 wurden zwar schriftlich vorgelegt und im Entwurf beantwortet.

Die Endfassung des Interviews kam jedoch in einem Telephonat der beiden ‘Spiegel’-Reporter mit Bischof Williamson zustande. Die Darstellung von Heiner ist falsch.

3. Falsch ist auch, daß der Bischof klar abgesagt habe. Er hat seine kurzfristige Absage den Reportern gegenüber kurz danach wieder relativiert.

Seine spätere Zusage, schriftlich Fragen zu beantworten, hat er eine Stunde nachdem sie gegen war, wieder zurückgezogen.

Einen Tag später hat er dennoch E-Mails an einen der beiden Reporter geschrieben. Der Besuchstermin war ursprünglich fest vereinbart.

Bischof Williamson wurde am selben Tag nochmals unterrichtet, daß die Reporter erscheinen würden.

4. Die Reporter hatten ohne jede Mithilfe der Bruderschaft oder gar von mir Umstände recherchiert, die zeigen, daß Bischof Williamson sich nicht an die Verpflichtung hält, sich seiner geschichtspolitischen Aktivitäten zu enthalten.

Wenn die Bruderschaft hier nicht deutlich macht, daß sie damit nichts zu tun hat, muß sie davon ausgehen, daß sie erneut angegriffen wird.

Ich erinnere daran, daß letztes Jahr die Beobachtung durch den Verfassungsschutz gefordert wurde und weise darauf hin, daß im Falle einer Aufnahme der Bruderschaft in den Verfassungsschutzbericht das Apostolat in Deutschland nahezu unmöglich gemacht würde.

Wer immer das nicht will, muß die Distanz zu Bischof Williamson und seinen Aktivitäten deutlich erklären. Das ist geschehen.

8. Februar 2010

Maximilian Krah, Rechtsanwalt