Sonntag, 1. Mai 2005 17:42
Es war furchtbar
Die zwei erwachsenen Geschwister von Terri Schiavo Schindler sprachen am 8. April mit dem US-amerikanischen Nachrichtensenders Fox-News über den grauenvollen Hungertod ihrer Schwester.
Terri Schiavos Geschwister: Bobby Schindler und Suzanne Vitadamo Schindler
Terri Schiavos Geschwister: Bobby Schindler und Suzanne Vitadamo Schindler
(kreuz.net, Washington) Zehn Minuten bevor Terri verhungerte waren Bobby Schindler und Suzanne Vitadamo Schindler bei ihrer sterbenden Schwester. Dann wurde ihnen befohlen, den Raum zu verlassen.

Ob ihre Schwester, wie der Rechtsanwalt ihres entfremdeten Ehemannes erklärte, einen friedlichen Tod gestorben sei, wollte der Report wissen.

„Auf keinen Fall“, erklärte Terris Bruder Bobby. Was am Totenbett ihrer Schwester zu sehen war, sei furchtbar gewesen: „Die letzten 72 Stunden waren barbarisch. Das sogenannte „Sterben in Würde“ ist eine große Lüge. Das Leiden meiner Schwester zu sehen, bevor sie starb, ist etwas, das ich nie vergessen werde.“

„Sie röchelte“, fügte Schwester Suzanne hinzu: „Es war furchtbar. Sie schaute grauenhaft aus. Es war sehr schwierig, mit ihr im Raum zu sein. Sie schaute aus wie der Tod. Es war furchtbar.“

„Zehn Minuten bevor Terri starb, wurden wir zur Türe hinausgeschickt“, erzählte Suzanne Vitadamo Schindler weiter: „Im Gang diskutierten wir mit dem Polizisten, der uns aus dem Raum führte. Wir baten ihn, im Zimmer bleiben zu dürfen. Wir wußten, daß Terri vor dem Tod stand.“

Von Seiten des entfremdeten Ehemannes sei behauptet worden, daß Terris nächste Verwandten „dem Frieden zuliebe“ aus dem Zimmer gewiesen worden seien – warf ein Reporter ein.

„Ich wage das zu bezweifeln“, antwortet Bobby Schindler. Der Rauswurf sei schon Tage vorher beschlossen worden, damit Terris entfremdeter Ehemann vor den Medien behaupten konnte, daß er sich im Augenblick ihres Todes um seine legale Ehefrau gekümmert hätte.

In Terris Todesstunde seien drei Polizisten im Zimmer gewesen. „Man sagte uns, daß die Sicherheitsbeamten den Befehl hatten, mit uns im Zimmer zu sein. Das empörte meinen Vater. Er bat um fünf Minuten Privatsphäre. Aber die Polizisten weigerten sich, den Raum zu verlassen. Ich glaube, sie fürchteten, daß wir nach ihrem Tod Fotoaufnahmen von Terri machen würden.“

Der Reporter bat die beiden Schindler-Geschwister sodann um die Beantwortung einiger kurzer Fragen: „Ihr wißt beide nicht, warum Terri im Jahr 1990 zusammenbrach, korrekt?“ „Das ist richtig – antwortet Terris Bruder Bobby: „Bis zum heutigen Tag wissen wir es nicht.“

Der Reporter: „Trotz der bekannten Presseberichte wißt ihr bis zum heutigen Tag nicht, ob Terri wirklich an einer Magersucht litt, richtig?“ Es habe nie einen medizinischen Beweis für eine Bulimie gegeben, erklärte Bobby Schindler: „Wir wissen bis heute nicht, was die Ursache für Terris Zusammenbruch war.“

Zu Meldungen, daß Terri wegen einer Herzattacke zusammenbrach, antwortete ihre Schwester Suzanne, man habe bei Terri keine nach Herzinfarkten übliche Schäden am Herz festgestellt: „Ihre Enzyme waren nicht erhöht und in den medizinischen Unterlagen stand nirgends, daß Terri eine Herzattacke erlitten habe.“

Der Reporter brachte auch den Bericht von Röntgenärzten ins Spiel, wonach bei Terri ein gebrochener Oberschenkelknochen, Rücken, gebrochene Wirbel, Knie und Fußknöchel festgestellt wurden: „Wir wissen immer noch nicht“ antwortete ihr Bruder Bobby, „wodurch diese Knochenbrüche verursacht wurden: „Wenn man die Erklärungen von Michael Schiavo und einige seiner Aussagen bei Interviews betrachtet, gibt es über die Ereignisse in der Nacht, als Terri zusammenbrach, drei verschiedene Versionen, vielleicht sogar mehr.“

„Das ist alles sehr verdächtig.“
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