10:46:09 | Montag, 26. Juli 2010
Nachdem die höllische Veranstaltung zu höllischen Resultaten geführt hat, heulen die verantwortungslosen Politiker und Organisatoren in die Fernsehkameras.
(kreuz.net) Die sogenannte Loveparade in Duisburg ist zu einem Sodom und Gomorrha mit katastrophalen Folgen
geworden.
Das erklärte die bekannte deutsche Ex-Nachrichtensprecherin und Publizistin, Eva Herman, auf
der Webseite ‘info.koppverlag.de’.
Am Samstag starben mindestens neunzehn Menschen bei einer Massenpanik
während einer Zusammenrottung von Alkohol-, Drogen- und Sexsüchtigen. 340 Menschen wurden verletzt.
Wulff glaubt an den Mann im MondDer deutsche Bundespräsident, Christian Wulff, zeigte sich über die
Katastrophe „während eines friedlichen Festes fröhlicher junger Menschen aus vielen Ländern“ bestürzt.
Frau Herman korrigiert den Träumer: „Dieses »friedliche Fest fröhlicher junger Menschen« ist in Wahrheit
eine riesige Drogen-Alkohol und Sexorgie“.
Viele der Anwesenden hätten auch in diesem Jahr bereits lange
vor dem Unglück wie ferngesteuert gewirkt:
„Betrunken oder vollgekifft, mit glasigen Blicken, wiegen
sich die dünn bekleideten Körper in rhythmischem Zucken wie in Trance.“
Die finstere Macht der sichtbaren
VerführungÜber Stunden zerschmetterte ein ohrenbetäubendes, stereotypes Rave-Gehämmere und Nervenkostüme:
„Viele Mädchen haben den Busen blank gezogen, manche sind fast völlig nackt.“
Frau Herman kommentiert:
„Riesige dunkle Wolken der Enthemmung und Entfesselung treiben über dem Geschehen, die jungen Menschen
wirken, als hätten sie jegliche Selbstkontrolle abgegeben, ekstatisch und wie im Sog folgen sie dem finsteren
Meister der sichtbaren Verführung.“
Denn: „Begriffe wie Sittlichkeit oder Anstand haben sich in den
abgrundtiefen Baßschlägen ins Nichts aufgelöst.“
Die Sau muß rausDie Heuchelei beginnt, nachdem
das Ausmaß des Unglücks bekannt wurde:
„Jetzt sprechen die betroffen wirkenden Moderatoren gebetsmühlenartig
davon, daß die jungen Leute doch ganz friedlich und nur unter dem Motto der Liebe zusammengekommen seien.“
Frau Herman weist dagegen auf das in der entbrannten Menge enthaltene Aggressionspotential.
Denn die
Meute ließ sich von den Sicherheitskräften nicht umleiten: „Sie wollten direkt und schnell Party machen,
waren sie doch extra hergekommen, um so richtig die Sau raus zu lassen.“
Die Polizei und die Sicherheitskräfte,
die ihr Bestes tun, werden von den Vollgedröhnten bepöbelt, beleidigt und angegriffen.
Die Hofberichterstattung
vertuschtJetzt legt sich der journalistische Mantel der Vertuschung über die Exzesse:
„Niemand wird
angesichts der Zahl von nahezu zwanzig Toten und den weiteren zahlreichen, zum Teil schwerverletzten jungen
Leuten, über die entfesselten Auswüchse der »geilsten Party der Welt« berichten, die symbolisch doch
nur für den kulturellen und geistigen Absturz einer ganzen Gesellschaft steht.“
Denn: Kritik an dieser
Veranstaltung war schon in den letzten Jahren verboten.
„Wer sich betrunken und mit Drogen vollgedröhnt
die Kleider vom Leib reißt, wer die letzten Anstandsnormen feiernd und tanzend einstürzen lässt, und
wer dafür auch noch von den Trägern der Gesellschaft unterstützt wird, der ist nicht weit vom Abgrund
entfernt.“
Frau Herman weist darauf hin, daß die Greuel der Loveparade nach dem jüngsten Fiasko nicht
mehr wiederholt werden sollen:
„Eventuell haben hier ja auch ganz andere Mächte mit eingegriffen, um
dem schamlosen Treiben endlich ein Ende zu setzen.“