Freitag, 12. November 2004 19:20
Ein österreichischer Lebensschutzverein bemüht sich, Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller über das österreichische Strafgesetz aufzuklären. Sie solle sich von der Aussage einer moralischen Akzeptanz der Abtreibung distanzieren.

(kreuz.net, Salzburg) Im Zusammenhang mit der Debatte um das sozialistische Vorhaben, die Abtreibung an
der Salzburger Landesklinik einzuführen, forderte der österreichische Lebensschutzverein „Jugend für
das Leben“ von der Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller eine Stellungnahme.
In einem offenen Brief
sahen sich Vereinsvorsitzende Jutta Lang und Vizevorsitzender Norbert Steinacher gezwungen, Landeshauptfrau
Burgstaller, eine studierte Juristin, auf die österreichische Rechtslage aufmerksam zu machen.
In Österreich
sei die Kindstötung im Mutterleib (noch) bei Strafe verboten. Wenn dieses Verbot unter gewissen Umständen
entfalle, sei dies (insbesondere für eine Juraakademikerin) kein Grund von einem ‘Recht auf Abtreibung’
zu sprechen.
Als „Rechtsstaat“, betonten Lang und Steinacher, müsse sich Österreich für das Wohl aller
Menschen – auch der ungeborenen Kinder – einsetzen. „Mit Mitteln der öffentlichen Hand einer Gruppe unserer
Bürger das Leben zu verwehren, ist ein Unrecht. Ein ungeborenes Kind ist ein Mensch, genauso vollkommen
und zugleich unfertig wie Sie oder wir.“
In dem Brief verlangte der Lebensschutzverein von Salzburgs
Landeshauptfrau eine Distanzierung der ausdrücklich lebensfeindlichen Ergebnisse des 6. FIAPAC Kongreßes
in Wien, der wesentlich durch die österreichischen Sozialdemokraten mitfinanziert wurde.
FIAPAC ist
die „Internationale Vereinigung von Fachkräften und Verbänden zu Schwangerschaftsabbruch und Kontrazeption“,
eine militante Lobby der Abtreibungsbewegung. Am Kongreß wurde verlangt, daß die Abtreibung als moralisch
guter Ausgang einer Schwangerschaft bewertet und in das normale Gesundheitssystem integriert werde. Außerdem
müsse es für Ärzte eine Verpflichtung zur Abtreibung geben.
Mehr über den FIAPAC-Kongress