Sonntag, 12. Juni 2005 13:45
Ein katholisches Hilfswerk erhält eine verdiente Ehrung. Grund: Es hat im Sinne von Papst Johannes Paul II. die „Phantasie der Liebe“ bewiesen.

(kreuz.net, Goch) Das Hilfswerk ‘Kirche in Not/Ostpriesterhilfe’ gab bekannt, daß seine langjährigen
Generalsekretärin, Antonia Willemsen, nächstes Jahr den Arnold-Janssen-Preis erhalten wird.
Frau Willemsen
wird den Preis stellvertretend für das ganze Hilfswerk entgegennehmen. Der Preis wird von der Stadt Goch
verliehen.
Goch ist eine Stadt im Landkreis Kleve in Nordrhein-Westfalen. Die niederrheinische Stadt
liegt unweit der niederländischen Grenze. Vor wenigen Tagen wurde die Stadt vom Bischof von Münster
zum Wallfahrtsort erhoben.
Der Arnold-Janssen-Preis wurde 2004 zum ersten Mal an die Gemeinschaft Sant’
Egidio verliehen. Sant’ Egidio ist ist eine Laienbewegung, die sich nach dem Zweiten Vatikanum in Rom
bildete. Sie besteht aus 50.000 Mitgliedern und ist in über 70 Ländern karitativ tätig.
Alle zwei
Jahre zeichnet die Stadt Goch Persönlichkeiten oder Initiativen aus, die sich im Geiste des bedeutenden
Gochers, Pater Arnold Janssen, besondere Verdienste erworben haben.
Der Heilige Pater Arnold Janssen
(† 1909) ist der Gründer der Steyler Missionare. Er wurde im Jahr 2003 von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen.
Preiswürdig sind Leistungen technischer, wirtschaftlicher, erzieherisch-kultureller oder sozialer Natur,
welche der Entwicklungshilfe dienen und die Armut lindern.
Auch der Einsatz für das Leben, die Grundrechte,
den Frieden sowie für den ökumenischen und interreligiösen Dialog werden berücksichtigt.
Die Statuten
des Arnold-Janssen-Preises inspirieren sich auch an der Aufforderung von Papst Johannes Paul II. zu einer
„neuen Phantasie der Liebe“.
Das von der Stadt Goch berufene Preisgericht ist mit unabhängigen Persönlichkeiten
aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft besetzt.
Zu ihnen gehören der Münsteraner Weihbischof Heinrich
Janssen, der Trierer Sozialwissenschaftler und Dominikanerpater Wolfgang Ockenfels, Pater Augustinus Graf
Henckel von Donnersmarck, die Unternehmerin Christiane Underberg und der Provinzial der Steyler Missionare,
Pater Bernd Werle.
Mit dem Hilfswerk ‘Kirche in Not’ wird ein Werk der Nächstenliebe ausgezeichnet,
das Menschen in 135 Ländern zu Gute kommt.
‘Kirche in Not’ ist ein gesamtkirchliches Werk päpstlichen
Rechts. Es wurde 1947 vom niederländischen Prämonstratenser Werenfried van Straaten (1913-2003) gegründet.
Auf Wunsch des Gründers übernahm seine Nichte Antonia Willemsen 1972 das Amt der Generalsekretärin.
Sie leitete das Internationale Sekretariat bis Ende Mai diesen Jahres. Dieses beschäftigt achtzig Mitarbeiter
aus zwanzig Ländern und koordiniert die Arbeit der nationalen Sektionen in siebzehn Ländern.
Ab Anfang
2006 übernimmt Frau Willemsen ehrenamtlich den Vorsitz des deutschen Zweiges von Kirche in Not.