Montag, 13. Juni 2005 10:18
Der Kongreß ‘Freude am Glauben’ des ‘Forums Deutscher Katholiken’ verabschiedet am 11. Juni in Regensburg drei Resolutionen. Die zweite beschäftigt sich mit dem moralischen Absturz der Gesellschaft.

Die Kuppel der Peterskirche ist das Logo des ‘Forums Deutscher Katholiken’
(kreuz.net, Regensburg) Der eheliche Akt dient der Fortpflanzung und der liebenden Vereinigung von Mann
und Frau. Wird er dieser zwei Ziele beraubt, verkommt er zu einer abstoßenden Triebbefriedigung. Der
Mensch zerstört sich selber und die Zukunft der Gesellschaft.
In diesem Sinn äußerte sich der Kongreß
‘Freude am Glauben’ am gestrigen Sonntag.
Der Kongreß ‘Freude am Glauben’ wird jährlich vom ‘Forum
Deutscher Katholiken’ als offene theologische Tagung veranstaltet.
Das ‘Forum Deutscher Katholiken’ ist
ein Zusammenschluß von katholischen Vereinigungen und Einzelpersönlichkeiten. Es wurde im September
2000 gegründet und will kirchen- und papsttreue Katholiken unterschiedlicher Ausrichtung in einem lockeren
Verband vereinigen.
Das moralische Fundament unserer Gesellschaft sei systematisch zerstört worden,
heißt es in der Erklärung. Gründe dafür sind die Jagd nach sexueller Triebbefriedigung seit den 60er
Jahren, die Aufhebung des Pornographieverbots Anfang der 70er Jahre und das Homo-Konkubinat mit Adoptionsrecht
zu Beginn des dritten Jahrtausends.
Die Medien spielen mit, indem sie immer neue Grenzen des Schamgefühls
und der Menschenwürde einreißen.
Dadurch entsteht – so die Resolution – keine Freiheit, sondern Gefangenschaft
sexueller Abhängigkeiten.
Staat, Medien, Erziehungssystem und Wirtschaft wirken in dieselbe Richtung.
Die Jugend ist diesen verderblichen Einflüssen ohnmächtig ausgeliefert.
Sie ist der Pornographie ausgesetzt
und wird zur Frühsexualität verleitet. Dadurch verliert sie den Wunsch und die Fähigkeit zu Ehe und
Familie.
Die Folgen sind die Zerstörung des Einzelnen, das Zerbrechen der Familien, der Verfall der
Leistungsfähigkeit, die Kinderabtreibung, die sexuelle Kriminalität vor allem gegen Kinder, die Vergreisung
der Bevölkerung und der Glaubensabfall.
Unsere Kultur droht – wie vorher schon andere Zivilisationen
der Vergangenheit – durch die Preisgabe moralischer Werte zu verfallen.
Um der tödlichen Umklammerung
dieser Kultur des Todes zu entkommen, braucht die Gesellschaft eine sexuelle Gegenrevolution der Reinheit,
Keuschheit und ehelichen Treue.
Jeder ist aufgerufen, sich dafür einzusetzen:
– Eltern, indem sie die
Reinheit in Liebe und Klarheit vorleben und ihre Kinder dazu erziehen.
– Eltern und Lehrer, indem sie
sich einer Sexualerziehung widersetzen, welche die Perversion der Frühsexualität als normal hinstellt.
– Eltern, Lehrer und Bildungspolitiker, indem sie statt „Sexualerziehung“ die schulische Vorbereitung
auf Ehe, Familie und Kindererziehung fördern.
– Journalisten, indem sie das geistige Klima eines Landes
positiv beeinflussen.
– Politiker, indem sie der Familie – angesichts der Vergreisung der Bevölkerung –
die höchste Priorität einräumen und die Kinderabtreibung bekämpfen.
– Bischöfe und Priester, indem
sie die kirchliche Morallehre verkünden und den Jugendlichen Glauben statt bloßer Freizeitunterhaltung
bieten.
– Junge Menschen, indem sie sich für die Reinheit entscheiden.