Dienstag, 14. Juni 2005 19:50
In Deutschland steht ein weiterer Dammbruch bevor. Der Bundeskanzler will die Kleinstkinder entrechten. Für die Bischöfe stehen „unverfügbare Grundrechte auf dem Spiel“. Die Grünen fanden klarere Worte.

(kreuz.net, Berlin) Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder erhielt am gestrigen Dienstag von der
Universität Göttingen die Ehrendoktorwürde.
In seiner Ansprache plädierte er dafür, Kindern im Alter
von bis zu einer knappen Woche den Rechtsschutz abzuerkennen.
„Wir dürfen uns in der Bio- und Gentechnik
nicht vom Fortschritt in der internationalen Forschung abkoppeln“, erklärte der Sozialdemokrat zur Tötung
und Ausweidung von Kleinstkindern:
„Dann wären wir von der Mitsprache über die Nutzung und der Kontrolle
der Verfahren ausgeschlossen.“
Die deutschen Gesetze müßten angesichts angeblicher „neuer wissenschaftlicher
Erkenntnisse“ überprüft und bei Bedarf auch angepaßt werden.
Die deutsche Bischofskonferenz kritisierte
den Vorstoß des Bundeskanzlers heftig. Der Hinweis des Kanzlers auf mögliche Chancen embryonaler Stammzellenforschung
dürfe nicht darüber hinweg täuschen, daß dabei unverfügbare Grundwerte auf dem Spiel stünden, die
einer Güterabwägung nicht zugänglich sind.
„Unantastbare Menschenwürde und Lebensrecht kommen jedem
Embryo vom Zeitpunkt der Befruchtung an zu.“
Bei der embryonalen Stammzellenforschung werde mit menschlichen
embryonalen Stammzellen experimentiert, zu deren Gewinnung Embryos getötet werden:
„Eine solche Forschung
widerspricht“ – so die Bischöfe – „dem biblischen Menschenbild, das den Menschen von seinem Anfang bis
zu seinem Ende schützt und jede Instrumentalisierung menschlichen Lebens ausschließt.“
Noch deutlichere
Worte fand der Grüne Bundestagsabgeordnete Volker Beck:
„Die Vernutzung von Embryos zur Ausschlachtung
für embryonale Stammzellen ist forschungspolitisch verbrämter Kannibalismus.“
Beck ist es gewöhnt,
eine klare Sprache zu gebrauchen. Gewöhnlich verwendet er sie als selbsterklärter Homosexueller für
die Propagierung der Homo-Ideologie.
Die Grenzen der Bioethik dürften nicht leichtfertig – so der Bundestagsabgeordnete –
den Heilsversprechen der Medizin und den ökonomischen Interessen der Pharmaindustrie geopfert werden.
Beck erklärte, daß die Grünen bei ethischen Grundsatzfragen ein zuverlässiger Partner der Kirchen
seien.
Noch vor wenigen Monaten unterstellte Beck Papst Johannes Paul II., daß es ihm angesichts seines
Vergleichs zwischen der Abtreibung und dem Holocaust angeblich „an einer moralischen und ethischen Orientierung
fehle“.