08:56:31 | Montag, 11. Juli 2005
kreuzmeldungen
„Hört auf!“ + Polenreise? + Menschenrechte haben Vorrang + Kritik aus dem Mund eines Hirten + Noch einmal der Ofen des Konklaves
„Hört auf!“
Vatikan. Beim letzten Angelusgebet vor der Sommerpause hat Benedikt XVI. den Attentätern
von London Einhalt geboten: „Hört auf, im Namen Gottes!“, waren die Worte, die der Papst gestern am Petersplatz
an die Terroristen richtete. Gott liebe das Leben, das er geschaffen hat, nicht den Tod. Die Gläubigen
wies der Heilige Vater an, für die Getöteten, Verletzten und Angehörigen der Opfer zu beten. Er bat
auch um ihr Gebet für die Attentäter: „Möge der Herr ihre Herzen anrühren.“
Polenreise?
Polen. Papst
Benedikt XVI. wird nach den Worten des neuernannten Erzbischofs von Krakau, Mons. Stanislaw Dziwisz, im
kommenden Frühjahr nach Polen reisen. Dies habe ihm der Heilige Vater versprochen, erklärte Mons. Dziwisz
der Nachrichtenagentur AP am vergangenen Samstag. In dem Interview betonte der ehemalige Privatsekretär
von Papst Johannes Paul II. erneut, daß er auf eine Seligsprechung des verstorbenen Heiligen Vaters beim
kommenden Weltjugendtag in Köln hoffe: Die Leute wollten einfach, daß er selig- und später heiliggesprochen
wird.
Menschenrechte haben Vorrang
Deutschland. Die ‘Grünen’ haben am Sonntag nachmittag mit großer
Mehrheit ein neues Parteiprogramm verabschiedet. Sie sprechen sich darin eindeutig gegen das Klonen –
Verdoppeln – von Menschen sowie gegen die Produktion und Ausweidung der Stammzellen von Kleinstkindern
aus. In dem Programm heißt es wörtlich: „Menschenwürde und Menschenrechte haben Vorrang vor Forschungs-
und Verwertungsinteressen Dritter.“
Kritik aus dem Mund eines Hirten
In einem Hirtenwort zum Willibaldsfest
kritisiert der Bischof von Eichstätt, Mons. Walter Mixa, die gegenwärtige Politik Deutschlands heftig.
Der Heilige Willibald war der erste Bischof des Bistums Eichstätt und ist Patron der Diözese. In seinem
Schreiben bezeichnete es der Bischof als „unbegreiflich“, daß sich Bundeskanzler Gerhard Schröder für
die Kinderzellenforschung ausgesprochen hat. Zum Konkubinat von homosexuell Verdrehten meinte er, daß
es eine „unglaubliche Täuschung“ sei, andere Formen des Zusammenlebens auf eine Ebene mit der Ehe zu
stellen.
Noch einmal der Ofen des Konklaves
Deutschland. Der bosnische Erzbischof, Vinko Kardinal Puljic,
äußerte sich in einem Gespräch mit dem im bayerischen Ingolstadt erscheinenden Donaukurier über den
berühmten Ofen beim letzten Konklave: „Die Zeremonienmeister waren so aufgeregt, daß sie das Feuer erst
gar nicht angekriegt haben.“ Dann hätten sie zu viel Papier genommen. Die Rauchschwaden seien bis in
die Sixtinische Kapelle gezogen. Ein Kardinal habe gerufen: „Uns brauchst du den Wahlausgang nicht zu
melden!“ Kardinal Puljic war Anfang Juli zu Besuch in Deutschland.