Donnerstag, 25. August 2005 13:25
Die englischen Anglikaner erlauben ihrem Klerus das Homo-Konkubinat – nicht aber die homosexuelle Unzucht. Jetzt drohen die Anglikaner an ihrer Kompromißwirtschaft zu zerbrechen.
(kreuz.net, London) Im Juli publizierte das ‘House of Bishops’ ein Zivilpartnerschafts- Gesetz. Es soll
am kommenden 5. Dezember in Kraft treten. Das Gesetz bietet Homo-Paaren im kirchlichen Dienst ähnliche
Privilegien wie Eheleuten.
Das ‘House of Bishops’ ist neben dem ‘House of Laity’ und dem ‘House of Clergy’
Teil des obersten Leitungsgremiums der Anglikaner in England, der Generalsynode.
Die neue bischöfliche
Bestimmung erklärt, daß Mitglieder des Klerus Homo-Konkubinate eingehen dürfen. Es gibt aber eine Bedingung:
Sie müssen ihren Bischöfen versprechen, daß sie sich an die kirchliche Lehre halten und im Konkubinat
keine homosexuelle Unzucht treiben.
Die anglikanischen Bischöfe erklärten darum, daß das kirchliche
Zivilpartnerschaftsgesetz das Homo-Konkubinat nicht einführe, weil es sexuelle Beziehungen verbiete.
Diese bischöfliche Erklärung sorgte in der englischen Öffentlichkeit für Gelächter.
Außerdem erklärten
einige Homo-Kleriker jetzt vor der englischen Tageszeitung ‘The Daily Telegraph’, daß sie nicht daran
denken, ihr Homo-Konkubinat in sexueller Abstinenz zu leben.
Die neue Regelung dürfte von einigen hundert
anglikanischen Pastoren in Anspruch genommen werden.
Eine Mehrheit von ihnen würde sich weigern, den
Bischöfen Auskunft über ihr Verhalten im Schlafzimmer zu geben.
Ein Vikar in London und Mitglied der
anglikanischen ‘Generalsynode’ erklärte vor dem ‘Daily Telegraph’:
„Sollte mich ein Bischof fragen,
ob ich mich homosexuell betätige, würde ich ihm antworten: Das geht Sie nichts an. Bereits eine solche
Frage wäre eine Verletzung meiner Menschenrechte.“
Doch auch die andere Seite schweigt nicht.
Ihr prominentester
Wortführer ist der anglikanische Primas von Nigeria, Peter Akinola.
Dieser erklärte, daß die englischen
Anglikaner mit dem neuen Gesetz de facto ihren Klerikern das Homo-Konkubinat erlaubt hätten.
Er habe
als anglikanischer Bischof großen Respekt für die historische Rolle, welche die englischen Anglikaner
gespielt haben. Dennoch könne „keine Kirche ungestraft die Lehren der Bibel ignorieren“.
„Keine Kirche
existiert jenseits der Disziplin“, erklärte der Nigerianer.
„Die Formulierungen im ‘Zivilpartnerschaftsgesetz’
machen es offensichtlich, daß hier – ohne den Namen zu gebrauchen – vom Homo-Konkubinat die Rede ist.“
Für ihn sei es unbegreiflich, daß das ‘House of Bishops’ das Leben in einem solchen Konkubinat nicht
als der Bibel widersprechend und den Heiligen Weihen entgegengesetzt betrachte.
„Daß die Bischöfe von
den Klerikern, die sich für das Homo-Konkubinat registrieren lassen, ein Versprechen fordern, in solchen
Beziehungen keine sexuellen Intimitäten stattfinden zu lassen, ist der Gipfel der Heuchelei.“
Der nigerianische
Kirchenvorsteher warnte die Engländer, daß sie in die gleiche Situation wie die US-amerikanischen und
kanadischen Anglikaner geraten könnten.
Die US-Amerikaner und Kanadier sind gegenwärtig in Gefahr,
aus der weltweiten ‘Anglikanischen Gemeinschaft’ ausgeschlossen zu werden, weil sie die Homo-Unzucht in
ihren Reihen akzeptieren.