Montag, 22. November 2004 14:53
Mons. Luciano Guerra hat schon im Juni dieses Jahres die hinduistische Feier in der Erscheinungskirche von Fatima bestätigt. Bilder.

(kreuz.net, Fatima) In einer schon im Juni veröffentlichten Erklärung zum umstrittenen Interreligiösen
Kongreß in Fatima und zur Hindufeier am Volksaltar der Erscheinungskirche hat der Rektor des Heiligtums,
Mons. Luciano Guerra, die Ereignisse relativiert.
Mons. Guerra beschuldigt in einem Schreiben vom 29.
Juni 2004 „Strömungen“, die sich gegen den Interreligiösen Kongress im Oktober 2003 gewandt hatten,
jetzt gegen den Besuch der Hindugruppe im Heiligtum Sturm zu laufen. Der Rektor redet von einem „massiven
anti-ökumenischen Feldzug“, der sich auch gegen den interreligiösen Dialog wende.
Im wesentlichen bestätigt
Mons. Luciano Guerra die Berichte über den Auftritt der Hindus in der Erscheinungskapelle. Der Hindupriester
sei mit einem Dolmetscher bis zum Bild Unserer Lieben Frau hinaufgegangen, während die Gruppe der ihn
begleitenden Hindus in den Bänken geblieben sei. Vor dem Bild der Muttergottes habe der Hindupriester
während einiger Minuten ein [hinduistisches] Gebet gesungen.
Nach den Worten des anwesenden Dolmetschers
habe er die „Heiligste Mutter“ gebeten, sie möge allen Regierenden der Nationen Weisheit und Unterscheidungsvermögen
geben, damit in der Welt Friede, Friede, Friede möglich werde.
Der Rektor weist in seinem Brief weiters
darauf hin, daß das Heiligtum auch von anderen nichtkatholischen Persönlichkeiten besucht worden sei.
Er nennt den Dalai Lama, den Präsidenten der Republik der Indischen Union und die Gattinnen der Präsidenten
Clinton sowie des verstorbenen Präsidenten von Palästina, Jassir Arafat. Das Heiligtum sei jüngst auch
das Ziel von orthodoxen und anglikanischen Pilgerfahrten gewesen.
Die indischen „Pilger“ seien nach dem
Gebet in der Erscheinungskapelle durch den Herrn Bischof von Leiria-Fatima, Serafim de Sousa Ferreira
e Silva (74), und den Rektor des Heiligtums empfangen worden. Dort hätten sie bekundet, daß sie „aus
Verehrung der ‘Heiligsten Mutter’ gekommen seien“.
Mons. Guerra fügte hinzu, daß Bestrebungen anhalten,
die Dreifaltigkeitskirche „Ökumenische Kirche“ zu nennen. Eine solche Namensgebung würde einer „katholischen
Interpretation“ entsprechen, stamme aber nicht von der Leitung des Heiligtums selbst.
Bilder von der
Hindu-Feier am 5. Mai 2004
Ankunft im Heiligtum von Fatima

Hinduistische Frauen bringen Unserer Lieben Frau Blumen. Sie verehren die Muttergottes wie eine ihrer Göttinnen

Ein erstmaliges Ereignis in der Geschichte des Heiligtums

…der Hindu-Priester rezitiert am katholischen Altar das ‘Shanti Pa’, ein Gebet um Frieden

Der Bischof von Leiria-Fatima empfängt den Hindu-Priester

Rektor Guerra wird mit einem Hindu-Schal bekleidet. Darauf finden sich Verse aus der „Baghwad Gita“, einem den Hinduisten heiliges Buch

Auch der Bischof von Fatima empfängt den Schal mit Versen der Heidenmythologie