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Papst in Polen + Mons. Levadas neue Aufgabe + Gefolterte Verdächtige? + Ideologische Vorurteile + Erneute Gesprächsrunde +
Mehr Abtreibungen als Geburten + Menschen im Gehege
Papst in Polen

Polen. Papst Benedikt XVI. will im kommenden Jahr nach Polen reisen. Das erklärte der Bischof von Koszalin-Kolobrzeg, Mons. Kazimierz Nycz (55), am Donnerstag im Fernsehsender TVP. Koszalin liegt im Nordwesten von Polen. Im Vatikan hätten die Vorbereitungen für die Reise bereits begonnen. Konkrete Informationen über den Termin und die Route gab Bischof Nycz nicht bekannt.

Mons. Levadas neue Aufgabe

Vatikan. Erzbischof William Levada, der neu ernannte Präfekt der Glaubenskongregation, wurde in die Bischofskongregation berufen. Dies berichtete der US-Nachrichtendienst ‘CWNews’ gestern Donnerstag. Die Bischofskongregation ist für die Vorbereitung und Abwicklung von Bischofsernennungen zuständig.

Gefolterte Verdächtige?

Kenia. Im Ermittlungsverfahren wegen des Mordes am italienischen Missionsbischof Luigi Locati sind die sechs inhaftierten Verdächtigen – unter ihnen ein Priester – offenbar gefoltert worden. Dies berichtete der ‘BBC’ am gestrigen Donnerstag. Laut ihren Anwälten seien sie körperlich und psychisch mißhandelt worden. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft wies die Anschuldigungen zurück.

Ideologische Vorurteile

USA. In Amerika wollen Wissenschafter entdeckt haben, daß ungeborene Kinder vor der 29. Schwangerschaftswoche keinen Schmerz empfinden können. Die Studie, an der Abtreibungsunternehmer maßgeblich beteiligt waren, wurde am Mittwoch im Journal des Amerikanischen Ärzteverbandes veröffentlicht. Ein Lebensrechtler aus dem Bundesstaat Washington im Nordwesten der USA erklärte vor der amerikanischen Tageszeitung ‘USA today’, daß die Wissenschaftlichkeit der Forschungsergebnisse mit ideologischen Vorurteilen behaftet sei: „Wenn der Amerikanische Kongreß an einer objektive Bewertung interessiert ist, ob Kälber und Lämmer tiergerecht geschlachtet werden, wird er sich nicht gerade auf den Bericht eines Fleischers verlassen.“

Erneute Gesprächsrunde

Schweiz. In den nächsten Tagen wird sich der Bischof von Basel, Mons. Kurt Koch, mit dem Kirchenrat von Röschenz treffen. Wann genau das Gespräch stattfinden wird, ist nicht bekannt. Keine der beiden Seiten hätte Bedingungen für das Treffen gestellt. Das erklärte der Röschenzer Kirchgemeindepräsident am Donnerstag vor der Schweizerischen Nachrichtenagentur ‘sda’. Er sehe dem Treffen mit einer „gewissen Zuversicht entgegen“. Die Kirchgemeinde Röschenz aus Baselland widersetzt sich seit März der Anordnung ihres Diözesanbischofs Mons. Koch, den rebellischen Pfarradministrator Franz Sabo per Ende September zu entlassen. Bereits im Juli war es zu einer Aussprache zwischen Bischof Koch und dem Pfarradministrator von Röschenz gekommen. Der Kirchengemeinderatspräsident hofft nun auf eine „einvernehmliche Lösung“ – und meint, daß der Bischof nachgeben solle: Mons. Koch möge die Entlassung um ein Jahr verschieben.

Mehr Abtreibungen als Geburten

Rußland. In Rußland gibt es mehr Abtreibungen als Geburten. Das erklärte der Vizepräsident der Russischen Akademie für Medizin vor der Dienstagsausgabe der offiziellen Regierungszeitung ‘Rossiskaya Gazeta’. Rund 1,6 Millionen Mütter ließen ihr Kinder im letzten Jahr abtreiben. Dagegen brachten nur 1,5 Millionen Frauen ein Kind zur Welt. Zahlreiche weitere Kinderabtreibungen seien nicht erfaßt, meinte der Mediziner. In Rußland werden im Vergleich zu den Vereinigten Staaten 24 Prozent mehr Kinder abgetrieben. Dabei zählt die USA doppelt so viele Einwohner wie Rußland.

Menschen im Gehege

Großbritannien. Im Londoner Zoo gibt es eine neue Attraktion: Acht leicht bekleidete Männer und Frauen tollen seit gestern durch ein Gehege aus Kunstbergen und bringen Besucher zum Staunen. Das berichtete der ‘Österreichische Rundfunk’. Die Sonderausstellung ‘Human Zoo’ soll „die Bedeutung der Stellung des Menschen im Ökosystem des Planeten veranschaulichen“, teilte der Tierpark mit. Die Zoomenschen haben sich über das Wochenende in Gefangenschaft begeben. Sie werden – ganz wie Zootiere – mit Musik und Spielen bei Laune gehalten.