Donnerstag, 22. September 2005 15:17
Geht es dem Sonntag an den Kragen?
Ende November stimmen die Schweizer über ein Gesetz ab. Sollte es angenommen werden, dürfen künftig Geschäfte in größeren Bahnhöfen und Flughäfen am Sonntag uneingeschränkt offenbleiben.
(kreuz.net) Ein christliches Komitee bemüht sich gegenwärtig in der Schweiz, das neue Arbeitsgesetz zu Fall zu bringen:

„Wir wollen den heutigen Sonntagsverkauf von Medikamenten, Lebensmitteln und anderen Gütern für den Reisebedarf in Bahnhöfen und Flughäfen nicht verbieten.“

Aber die berechtigten Ausnahmen vom Verbot der Sonntagsarbeit solle nicht zur Regel werden, heißt es in einer Erklärung des Komitees.

Die Gesetzesrevision ist Teil einer politischen Strategie, die auf eine generelle Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten zielt.

Der schleichende Einzug der Sonntagsarbeit ist ein Schritt zur Abschaffung des arbeitsfreien Sonntags, erklärt das Komitee.

Denn früher oder später müsse man den Gewerbetreibenden außerhalb der Zentren des öffentlichen Verkehrs die gleichen Wettbewerbsbedingungen zugestehen.

Solche Bestrebungen seien bereits im Gang, erklärt das Komitee weiter.

Das ökumenische ‘Komitee für den Sonntag’ wird von Kirchgemeinden, Pfarreien und zahlreichen Gemeinschaften und Organisationen unterstützt.

Es setzt sich nicht nur für den christlichen Feiertag ein, sondern für die Bewahrung des Sonntags als Tag der Ruhe, der Freizeit, der Familie und Gemeinschaft für die ganze Gesellschaft.

Das Herzstück der Kampagne sind Plakate: „Sonntag zum Werktag machen? NEIN!“

Die Plakate können bei den Initianten bestellt werden. Das Werbematerial umfaßt auch Postkarten und Sonntagszuckerbeutel mit angeheftetem Abstimmungsaufruf.
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