Montag, 10. Oktober 2005 18:16
In Italien hat man trotz eines jüngsten Verbotes des Gesundheitsministers wieder mit der Abgabe von Präparaten begonnen, die zur Vergiftung von ungeborenen Kindern dienen.

Links: Die Kindertötungspille RU 486
(kreuz.net, Rom) Der Vatikan hat die erneute Zulassung der Kindertötungspille RU 486 in einem Turiner
Krankenhaus scharf verurteilt. Das umstrittene Tötungs-Präparat wird dort seit September – wie es heißt –
„probeweise getestet“.
Die Tageszeitung des Vatikan, der ‘Osservatore Romano’, vergleicht die Einnahme
der tödlichen Pille mit einem „Mord“. Man sei bestrebt, die Kinderabtreibung immer mehr zu einer Verhütungsmethode
zu machen.
Dabei sei die „Verdunkelung des Gewissens“ schon so weit vorangeschritten, daß man es als
Freiheitsakt bezeichne, ein ungeborenes Kind – das „wehr- und schutzloseste Wesen“ – umzubringen.
Das
Kindergift sei „eine Erniedrigung der Wissenschaft“.
Diese habe ein chemisches Präparat erzeugt, das
„einzig dem Töten von Millionen von Unschuldigen“ diene.
Eigentlich hatte der italienische Gesundheitsminister,
Francesco Storace, die umstrittene Kindertötungspille Mitte September – zwei Wochen nach ihrem probeweisen
Einsatz im Land – wieder aus dem Verkehr gezogen.
Der Gesundheitsminister traf diese Maßnahme, nachdem
eine von zwanzig Müttern, die das Kindergift eingenommen hatte, ihr getötetes Kind zuhause auf die Welt
brachte.
Einige Frauen erlitten schwere Blutungen.
Doch am vergangenen Dienstag veranlaßte Mario Valpreda,
der Vorsitzende einer regionalen Ethik-Kommission, die mörderischen Experimente fortzuführen.
Der Ethik-Komitee-Vorsitzende
erklärte gegenüber der italienischen Nachrichtenagentur ‘AGI’, daß die tödlichen Experimente in Kürze
wiederaufgenommen würden.