13:23:16 | Donnerstag, 13. Oktober 2005
Der designierte polnische Ministerpräsident äußerte sich kürzlich vor Journalisten zur Homo-Debatte, von der sein Land gegenwärtig heimgesucht wird.
(kreuz.net) Der Kandidat für das Amt des neuen polnischen Ministerpräsidenten, Kazimierz Marcinkiewicz,
erklärte Anfang Oktober, daß die Homosexualität „unnatürlich“ sei.
Er wiederholte damit frühere
ähnliche Erklärungen von Vorstandsmitgliedern seiner Partei.
Marcinkiewicz sprach mit der polnischen
Ausgabe des Magazins ‘Newsweek’. Er wurde kürzlich von seiner Partei ‘Recht und Gerechtigkeit’ (PIS)
beauftragt, eine neue Regierung zu bilden.
Der polnische Politiker erklärte dem Magazin, daß sich der
Premierminister an der gegenwärtig im Land angekurbelten Debatte um angebliche Homo-Rechte beteiligen
sollte.
Auf die Frage, ob die Homosexualität zu verurteilen sei, erklärte Marcinkiewicz: „Sie ist unnatürlich.
Die Familie ist natürlich, und der Staat muß die Familie beschützen.“
„Es ist mir egal, ob jemand
homosexuell ist oder nicht. Es ist mir auch egal, ob ich das von jemandem in Erfahrung bringen würde.
Deshalb würde ich eine Person nicht anders beurteilen“, erklärte Marcinkiewicz weiter.
„Aber wenn diese
Person versucht, andere mit seiner Homosexualität anzustecken, dann muß der Staat gegen diese Verletzung
der Freiheit vorgehen.“
Während der Wahlkampagne verlangte der katholische Vorsitzende der Regierungspartei,
Jaroslaw Kaczynski, Homo-Ideologen von der Erziehung von Kindern fernzuhalten.
Sein Bruder Lech, der
Bürgermeister von Warschau ist, fand Ende Mai internationale Anerkennung, als er in der polnischen Hauptstadt
einen Marsch von Homo-Ideologen untersagte.
Lech Kaczynski wird in eineinhalb Wochen bei einer Stichwahl
für das Amt des polnischen Präsidenten antreten.