Montag, 24. Oktober 2005 10:34
Die Kirche der Alpenrepublik kommt nicht zur Ruhe. Nach dem annus horribilis 2004 stehen jetzt Skandale ähnlicher Größenordnung ins Haus.

Links: Ex-Regens Andreas Pumberger
Rechts: Ex-Regens Josef Dionys Suntinger
(kreuz.net) Am Samstag fand eine Sitzung der österreichischen Regentenkonferenz statt.
Danach wurde
bekanntgegeben, daß Ex-Regens Andreas Pumberger, ehemaliger Leiter des Priesterseminars der Diözese
Linz, und Ex-Regens Josef Dionys Suntinger, bis vor kurzem Vorsteher des Priesterseminars der Diözese
Gurk-Klagenfurt in Graz, nicht nur ihre wichtigen Ämter in der Priesterausbildung aufgegeben, sondern
auch die Absicht bekundet haben, auf eine weitere Ausübung ihres Priesteramts zu verzichten.
Seit 1995
erfolgt die Ausbildung der Priesteramtskandidaten der Diözesen Gurk-Klagenfurt und Graz in einem Haus.
Für das laufende Studienjahr übernimmt der Regens des steirischen Priesterseminars auch die Verantwortung
für die Kärntner Seminaristen.
Die beiden Ex-Regenten galten als bedeutende Vertreter der liberal-progressistischen
Linie und waren angesehene Mitglieder des klerikalen Establishments der österreichischen Kirche.
Sie
führten beide fast leere Priesterseminare.
Die Entscheidung der Ex-Regenten ist mit deren Zurückversetzung
in den Laienstand verbunden.
Gewöhnlich geht dieser Prozeß einer Verehelichung der betroffenen Kleriker
voraus.
Die Sache ist um so brisanter, als der Gurker Ex-Regens Suntinger seit einiger Zeit sogar der
Vorsitzende der österreichischen Regentenkonferenz war.
Noch vor einer Woche – am 16. Oktober – hatte
er außerdem im österreichischen Rundfunk (Ö1) das Sonntagsevangelium ausgelegt.
Die Sendung wurde
österreichweit ausgestrahlt.