Dienstag, 25. Oktober 2005 18:17
Ohne die Vorzugsstimmen von Frau Kugler-Lang sähe das Wahlergebnis der Wiener Christdemokraten anders aus. Das sollte die ÖVP beachten. Von Mag. Dietmar Fischer, Chef von ‘Human Life International’, Wien.

(kreuz.net, Wien) Die Sozialisten haben in Wien in 21 von 23 Bezirken absolut gesehen an Wählerstimmen
verloren. Die ‘Grünen’ mobilisierten viel weniger Stimmen aus dem christlichen Lager als früher.
Frau
Kugler-Lang wurde vom linken Lager wegen ihrer Lebensschutz-Position frontal attackiert. Auch der Wiener
ÖVP-Chef Johannes Hahn ist ihr in den Rücken gefallen.
Angesichts dieser Tatsache sind ihre 2.413 Vorzugsstimmen
sehr viel.
Frau Kugler-Lang lag damit im gesamten Wahlbereich an siebter Stelle.
Sie bekam mit 2.413
mehr Vorzugsstimmen als alle ÖVP Kandidaten vor ihr auf den Listenplätzen 3.-17. zusammengezählt. Diese
15 ÖVP Kandidaten vor ihr auf der Liste haben es zusammen nur auf 2002 Vorzugsstimmen gebracht.
So erhielt
sie 4,3 Mal mehr Vorzugsstimmen als der ÖVP Klubobmann Mathias Tschirff und 56,4% der Vorzugsstimmen
des Wiener ÖVP-Chefs Johannes Hahn – und das ohne die Mitteln der kapitalkräftigen ÖVP.
Wenn die Wiener
ÖVP nicht sieht, daß ihr Stimmenzuwachs direkt auf das Wahl-Engagement der Lebensschützer zurückgeht,
ist sie blind. Sie muß sich dann nicht wundern, wenn diese Stimmen – die für politische Werte und Geradlinigkeit
stehen – nächstes Mal ins Lager der Freiheitlichen Partei wechseln.
Es ist auch zu beachten, daß der
Einsatz der Lebensschutzorganisation ‘Human Life International’ – besonders die Informationen mit Zitaten
des früheren Kardinals Joseph Ratzinger und verschiedener Bischöfe – ‘Grüne’ und Sozialisten ins Herz
getroffen hat.
Wenn man unser Engagement in den Wahlen der österreichischen Bundesländer verfolgt,
sieht man, daß die Verkündigung der Wahrheit zu wirken beginnt.
Es wäre nicht christlich, den großartigen
Einsatz der vielen, die gekämpft und gebetet haben, jetzt schlecht zu reden.
Es ist Zeit, daß die Christen
kämpfen. Denn eine Schlacht, die nicht geschlagen wird, ist bereits verloren – erklärte kürzlich der
italienische Kulturminister Rocco Buttiglione.
Die Politiker und Meinungsforscher können sich nicht
erklären, warum die Grünen plötzlich stagnieren.
Wir können es. Denn Gebet in Verbindung mit Verkündigung
der Wahrheit und vollem Einsatz wirkt immer.
Wenn aber die Wiener ÖVP jetzt behauptet, daß sie gewachsen
sei und bezüglich der Homo-Ideologie in der Bundespartei eine Vorreiterrolle übernehmen könne, dann
ist das ein direkter Verrat an den dazugewonnenen Wählerstimmen.
Der Stimmenzuwachs kommt aus dem christlichen
Lager, das wir mobilisiert haben.
Wären die Vorzugsstimmen für Frau Kugler-Lang – 1,89% der Stimmen –
statt an die ÖVP an Heinz-Christian Strache von den Freiheitlichen gegangen, läge die ÖVP jetzt bei
18,41% und hätte nur um 2,02% zugenommen.
Sie befände sich damit hinter der SPÖ, und die Freiheitlichen
kämen auf 103.193 Stimmen oder 15,19%. Gemeinsam mit den BZÖ [Bündnis Zukunft Österreich]-Stimmen
hätten die Freiheitlich dann nur noch 3,82% der Stimmen des Jahres 2001 verloren.
Darum sollte die ÖVP
aufpassen, was sie mit dem christlichen Stimmenpotential macht.
Wir werden es nicht zulassen, daß damit
die Homoideologie und die Kinderabtreibung propagiert werden.
Dem Wiener ÖVP-Chef Johannes Hahn sei
es ins Stammbuch geschrieben: „Wer mit der Zeit geht, geht mit der Zeit!“
In diesem Sinne bitte ich alle
christlichen Kräfte die Zusammenführung des christlichen Lagers zu unterstützen, damit Satan – der
Vater der Lüge und Mörder von Anbeginn – die guten Kräfte nicht spalten kann.