Gomorrhismus
Preisfrage: Warum schweigen die US-Medien?
Wenn eine Tagesveranstaltung ungefähr 400.000 Menschen in eine der wichtigsten US-Städte anlockt, ist das gewöhnlich eine Nachricht wert. Von Kelly Boggs, baptistischer Prediger in McMinnville, Oregon.
(kreuz.net, San Francisco) Ein Anlaß dieser Größe ist gewöhnlich von Reportern belagert. Ich bin mir aber ziemlich sicher, daß das ‘Folsom Street Treffen’, das am 25. September in San Francisco stattgefunden hat, dem durchschnittlichen Bürger praktisch unbekannt ist.

Dieser jährliche Anlaß ist eine der wichtigsten Darstellungen des „alternativen Lebensstils“ in San Francisco.

Beim Treffen wird Geld für lokale Homo- und Aids-Organisationen gesammelt. Im Jahr 2004 wurden an einem Tag umgerechnet über 200.000 Euro eingenommen.

Ist es nicht seltsam, daß ein Anlaß, der so eine große Menge anlockt und soviel Geld einnimmt, von den Medien fast nicht beachtet wird?

Nach langer Suche fand ich nur vereinzelte Artikel über den Anlaß. Sie stammten alle aus kalifornischen Medien. Nach Lexis-Nexis – eine ausführliche Nachrichten-Datenbank – gab es darüber außerhalb von Kalifornien keinen einzigen Artikel.

Warum lassen die wichtigsten Medien der USA das ‘Folsom Street Treffen’ unbeachtet?

Antwort: Wenn der Durchschnittsamerikaner über den „alternativen Lebensstils“ informiert würde, wie er sich auf diesem Treffen darbietet, dann würde die sogenannte „Gay, Lesbian, Bisexuelle und Transvestiten“-Bewegung Schaden nehmen.

Was geschah am diesjährigen ‘Folsom Street Treffen’?

Nach den erwähnten kalifornischen Nachrichten-Berichten offenbarte der Anlaß die entartete Seite der alternativen Lebensstil-Bewegung.

Ihre Anhänger – die ihre sexuellen Freuden beim Fesseln, Geißeln, Schlagen und Hinternversohlen finden – präsentierten ihre Neigungen in aller Öffentlichkeit.

Beim Treffen gab es auch jede Menge Nacktheit, sowie gespielte und echte Sexualakte.

Nach der Webseite ‘Inside Bay Area’ befand sich unter den Tausenden von Anwesenden auch ‘Schwester Ahornsirup’, eine lederbekleidete Nonne mit hohen Absätzen, schwarzen Stiefeln und neonblauem Haar.

„Ich bin eine perverse Nonne“, erklärte Ahornsirup und fügte hinzu: „Eine großartige Weise, um einen Mann zu kontrollieren, besteht darin, ihn dazu zu bringen, Frauenunterwäsche zu tragen.“

Bill Worthen, der Vizepräsident des ‘Folsom Street Treffens’ war auch beim Treffen anwesend.

„Jeder besitzt einen gewissen Grad von Fetisch“, meinte er.

Die Homepage ‘Inside Bay Area’ berichtete, daß Vizepräsident Worthen schon seit zehn Jahren zur Lederbewegung gehört und „frei über das Verlangen nach Geschlagenwerden“ spricht – auch über die sexuelle Erregung, die ihn überkommt, wenn er auf eine andere Person uriniert oder von dieser uriniert wird.

O nein, ich erzähle keine Witze.

Als der Berichterstatter der Homepage ‘Inside Bay Area’ einem gewissen Bahran Aliassa begegnete, befand sich dieser gerade nackt in einer Gruppe und masturbierte – etwas, was er auf dem Treffen seit sechs Jahren tut.

Man möge bedenken, daß solche Handlungen auf dem Treffen die Regel und nicht die Ausnahme bilden.

Die Webseite des ‘Folsom Street Treffens’ rühmt sich, daß die Aufgabe der Veranstaltung darin bestehe, einen von Freiwilligen organisierten „Weltklasse Leder-Event zu organisieren, um es der Bewegung des alternativen Lebensstils zu ermöglichen, sich auszudrücken“.

Warum ignorieren Medienträger in den ganzen USA eine so große Versammlung der „Gay, Lesbian, Bisexuelle und Transvestiten“-Bewegung?

Ein Grund könnte darin bestehen, daß manche Homo-Aktivisten behaupten, daß die Fetisch-Bewegung nur eine Randerscheinung sei.

Es ist wahr, daß jedes Anliegen auch radikale Elemente anzieht. Doch eine Versammlung von 400.000 Menschen in einer Stadt kann keine Randgruppe sein.

Wenn der Anti-Homo Aktivist Fred Phelps mit 15 Demonstranten an einem Anlaß teilnimmt, dann erscheinen darüber im ganzen Land Artikel.

Man wird auch Bilder von Phelps’ berüchtigten „Gott haßt Homos“-Plakaten zeigen.

Doch die Tatsache, daß Phelps eine wirkliche Randerscheinung ist, hindert die Medien nicht, seine Provokationen zu berichten.

Sollten die 400.000 Personen, die in San Francisco ihre Perversionen zum besten geben, wirklich eine Randgruppe darstellen und nicht zur Masse der „Gay, Lesbian, Bisexuelle und Transvestiten“-Bewegung gehören, warum denunzieren Vorkämpfer für Homo-Rechte dann diese Veranstaltung nicht?

Als Fred Phelps vor einigen Jahren in Oregon protestierte, wurde ich von einem Lokalblatt um einen Kommentar gebeten.

Ich sagte dem Reporter, daß Phelps unsere baptistische Gemeinschaft nicht repräsentiert, auch nicht 99.9% der Baptisten der Südstaaten. Viele baptistische Vertreter – sogar der Präsident der Bewegung – haben ähnliche Erklärungen abgegeben.

Ich habe noch von keinem Vertreter einer Homo-Organisation gehört, daß sich die „Gay, Lesbian, Bisexuelle und Transvestiten“-Bewegung vom sogenannten Fetisch-Rand distanziert oder diesen verurteilt hätte.

Wenn es in der „Gay, Lesbian, Bisexuelle und Transvestiten“-Bewegung nur um Liebe und Beziehung geht – das wird zumindest in der Bewegung gebetsmühlenhaft wiederholt – warum wird dann nicht öffentlich erklärt, daß öffentliche Nacktheit, Sex auf der Straße und Fesselspiele die Bewegung nicht repräsentieren?

Der Grund, warum das nicht geschieht, ist, weil es in der „Gay, Lesbian, Bisexuelle und Transvestiten“-Bewegung um nichts anderes geht als um entarteten Sex.

Doch wenn auch nur eines der „alternativen sexuellen Verhalten“ verurteilt wird, dann ist keine von den anderen mehr davor sicher, in Frage gestellt zu werden.

Die Medien ignorieren Anlässe wie das ‘Folsom Street Treffen’, weil sie versuchen, die häßliche Wirklichkeit der „Gay, Lesbian, Bisexuelle und Transvestiten“-Bewegung zu verstecken.

Möge die Wahrheit bekannt werden: Homos, welche in einem monogamen Verhältnis leben, sind die große Ausnahme.

Würde man über Anlässe wie das ‘Folsom Street Treffen’ berichten, dann würde die öffentliche Unterstützung für „Homo-Rechte“ und für das „Homo-Konkubinat“ stark zurückgehen.

Diejenigen, welche der „Gay, Lesbian, Bisexuelle und Transvestiten“-Bewegung wohlwollend gegenüberstehen, wissen das.

Das ist der Grund, warum praktisch nichts über einen Anlaß bekannt wird, der 400.000 Menschen nach San Francisco brachte.

Kelly Boggs ist Pastor in einer Baptistenkirche in der Nähe von Portland im US-Bundesstaat Oregon.