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Vom Himmel aus + Rentner für die Jugendkirche + Menschenjagd + Publikumswirksam + Schwere Geburt
Vom Himmel aus

Vatikan. Papst Benedikt XVI. hat gestern Mittag im Petersdom eine Messe für die im vergangenen Jahr verstorbenen Kardinäle und Bischöfe gelesen. In seiner Predigt erinnerte er an das im Monat November übliche Totengedenken, das an diesem Tag besonders den verstorbenen Kirchenmännern gewidmet sei. Er sei lange Zeit Teil des Kardinalskollegiums gewesen, erklärte der Heilige Vater. Deshalb fühle er sich dieser einzigartigen Gemeinschaft in besonderer Weise verbunden. Zuletzt habe er auch die Ehre gehabt, dem Kardinalskollegium in den unvergeßlichen Tagen nach dem Tod des geliebten Papstes Johannes Paul II. vorzustehen. Auch in diesem Moment denke er an seinen Vorgänger und dessen geistliches Erbe: „Wir wissen, daß er seine Fürbitte vom Himmel aus noch stärker fortführt.“

Rentner für die Jugendkirche

Deutschland. Jeder Fünfte der 1,2 Millionen Katholiken im Bistum Aachen erhält jetzt Post von Diözesanbischof Heinrich Mussinghoff. Angeschrieben werden die 245.000 Katholiken des Bistums, die über 60 Jahre alt sind. In seinem Brief bittet Mons. Mussinghoff um Spenden für eine Jugendkirche in Krefeld. Krefeld befindet sich 70 Kilometer nordwestlich von Aachen in Westdeutschland. Eine erste groß angelegte Spendenbrief-Aktion vor Ostern diesen Jahres hatte teilweise scharfe Kritik ausgelöst, weil sich deren Kosten auf über 100.000 Euro beliefen. Immerhin waren aber in wenigen Wochen 340.000 Euro zur Finanzierung des Weltjugendtages eingegangen.

Menschenjagd

USA. Ein neues Verfahren soll mongoloide Kinder schon im dritten Lebensmonat ausforschen, um sie effizienter töten zu können. Bislang war dies erst ab dem vierten Monat mit riskanten Fruchtwasser- oder Gewebeuntersuchungen möglich. Für fast alle Kinder ist die Diagnose eines sogenannten Down-Syndroms das Todesurteil. Das neue Verfahren zum Aufspüren behinderter Menschen wurde bereits an 38.000 Müttern in 15 Kliniken getestet. Dies berichtete die US-Fachzeitschrift ‘New England Journal of Medicine’ in ihrer jüngsten Ausgabe. Die Menschenjagd soll eine Zuverlässigkeit von 87 Prozent aufweisen. Es untersucht das Blut der Mutter auf bestimmte Proteine und Hormone. Zusätzlich wird mit Ultraschall die Dicke der Haut am Hals des ungeborenen Kindes gemessen.

Publikumswirksam

USA. In 70% aller US-amerikanischen Fernsehsendungen ist der menschliche Geschlechtsakt ein Thema. Dies berichtete die US-Tageszeitung ‘Los Angeles Times’ unter Bezugnahme auf eine am Mittwoch veröffentlichte Studie. Seit 1998 habe sich die Zahl von pornographischen Filmszenen fast verdoppelt. Zur besten Sendezeit sei statistisch knapp sechsmal pro Stunde eine Sexszene zu sehen. In den beliebtesten Sendungen für Jugendliche sei dieser Wert noch höher.

Schwere Geburt

Kardinal Schönborn: „Die Reaktionen darauf, daß eine Kandidatin für ein politisches Amt einmal daran erinnert, daß es nicht normal ist, daß fast die Hälfte der Kinder in Österreich nicht zum Leben kommen dürfen, daß das nicht normal ist. Wenn das nicht mehr gesagt werden kann in einem Land, dann muß ich mich fragen: Wo sind wir hingekommen? Was ist das für eine demokratische Kultur, wenn jemand die Stimme erhebt für einen nicht unerheblichen Teil der Bevölkerung, der halt noch nicht das Glück hat, ans Tageslicht gekommen zu sein, aber die schon warten. Und die in unserem österreichischen Recht sogar erbschaftsberechtigt sind. Der Ungeborene, der Embryo ist erbschaftsberechtigt, aber er ist nicht lebensberechtigt.“

Der Wiener Kardinalerzbischof Christoph Schönborn ließ sich für eine morgen in Österreich ausgestrahlte Sendung interviewen. Wegen verkürzter Vorabberichte sandte die Pressestelle der Erzdiözese Wien gestern den inhaltlich korrigierten Interviewauszug als Pressemeldung aus.