Alte Messe
Ein mysteriöses Dokument
Seit einiger Zeit geistert ein Dokument durch das Internet. Es soll konkrete Hinweise liefern, daß es im Vatikan Bestrebungen gibt, die Zelebration der Alte Messe dem Neuen Ritus anzupassen.
(kreuz.net) Das im Internet publizierte Dokument ist nicht über jeden Verdacht erhaben.

Es soll von der vatikanischen Kommission ‘Ecclesia Dei’ stammen.

Diese Kommission wurde für die pastorale Sorge für jene Katholiken gegründet, die sich dem Alten Ritus verbunden fühlen.

Anders als die üblichen Dokumente von ‘Ecclesia Dei’ trägt der Text jedoch keinen vatikanischen Briefkopf, sondern an dessen Stelle einen runden Stempel der Kommission.

Das ist im römischen Kurialgebrauch nicht üblich.

Der Text ist in lateinischer Sprache gehalten.

Er trägt die Überschrift: „Die gesungene Konventmesse soll auf diese Weise geordnet werden.“

Die Anweisung soll für die französischen Benediktinerklöster von Le Barroux, Fontgombault, Randol und Triors verfaßt worden sein.

Es handelt sich um bekannte Männerklöster, in denen die gesamte Liturgie nach dem alten lateinischen Ritus zelebriert wird.

Die Anweisungen scheinen einen Versuch zu beinhalten, einen Zwischenritus durchzusetzen, um die alten Messe, die in diesen Klöstern gefeiert wird, behutsam dem Neuen Ritus anzugleichen.

Der Text beinhaltet acht Regeln.

Die erste verlangt einen abgekürzten Anfang der Konventualmesse, wenn sie sich direkt an eine Gebetshore der Mönche anschließt.

In diesem Fall beginnt die Messe nach den neuen Regeln sofort mit dem Introitus.

Die im Alten Ritus vorgeschriebenen Stillgebete am Fuß des Altars sollen wegfallen.

Der Wortgottesdienst wird nicht vom Altar, sondern vom Sitz des Zelebranten aus gehalten. Die Lesungen sind auf lateinisch oder in der Volkssprache zum Volk hin vorzutragen.

Vor dem Offertorium könnten Fürbitten eingefügt werden.

Das Stillgebet über die Gaben am Ende des Offertoriums ist laut zu beten.

Die Schlußdoxologie „Durch ihn und mit ihm und in ihm“ soll gesungen und vom Chor mit „Amen“ beantwortet werden.

Das Vaterunser, das in der Alten Messe vom Priester alleine gebetet wird, wird vom ganzen Volk gesungen.

Gesungen werden solle auch der Schlußsegen, wobei das Schlußevangelium wegfällt.