Verbrechen
Gewalt im Gottesdienst
„Gewalt findet nicht irgendwo statt, sondern in meiner nächsten Umgebung und vielleicht sogar in mir“, erklärte der Bischof von Osnabrück.
(kreuz.net, Osnabrück) Der Umgang mit häuslicher Gewalt müsse ein „breites Thema“ in den Pfarreien werden, forderte der Osnabrücker Bischof, Mons. Franz-Josef Bode, Mitte Oktober bei einem Treffen mit der ‘Frauen-AG’ – AG steht für Arbeitsgemeinschaft – im Bistum Osnabrück.

Der Bischof reagierte damit auf einen Bericht der Ordensfrau Anna Mayrhofer, die sich gegen Frauenhandel und Zwangsprostitution engagiert.

Die Tagung mit dem Bischof befaßte sich mit einem Projekt, das die Arbeitsstellen für Frauen- und Männerseelsorge des Bistums für die Deutsche Bischofskonferenz entwickeln.

Es will das Thema der häuslichen Gewalt in die Pfarrgemeinden transportieren.

„Gewalt findet nicht irgendwo statt, sondern in meiner nächsten Umgebung und vielleicht sogar in mir“, sagte Bischof Bode zur Begründung.

Christen müßten Möglichkeiten schaffen, über Gewalt in der Familie und eigene Aggressionen zu sprechen.

Die Einstellung „Bei uns gibt es das nicht!“ führe zur Vereinsamung von Frauen und Kindern, die unter Gewalt leiden.

Im Mittelpunkt der Planungen stehen ökumenische Gottesdienste zum Thema Gewalt, die Ende November und Anfang Dezember unter dem Titel „Ich habe keinen Menschen…“ in Osnabrück, Bremen und Meppen gefeiert werden.