kreuzmeldungen
Eröffnung des Semesters + Zwei neue Weihbischöfe + Erzbischof für Homo-Weihen + Papst und Wucherei + Zeichen der Lebendigkeit
Eröffnung des Semesters

Vatikan. Papst Benedikt XVI. fuhr gestern in die römische Gemelli-Klinik, um das akademische Jahr der medizinischen Fakultät zu eröffnen, die an das Krankenhaus angeschlossen ist und von der ‘Università del Sacro Cuore’ in Mailand abhängt. Der Heilige Vater würdigte die Universität vom Herzen Jesu – die größte katholische Hochschule Europas – als Laboratorium, wo Glaube und Vernunft in Einklang gebracht werden. Der Papst dankte auch den Ärzten für die Pflege von Johannes Paul II.

Zwei neue Weihbischöfe

Österreich. Papst Benedikt XVI. wird angeblich in Kürze zwei Weihbischöfe für die Erzdiözese Wien ernennen. Das berichtete die österreichische Tageszeitung ‘Presse’ unter Berufung auf eine „gut informierter Quelle“. Der Wiener Kardinalerzbischof hatte bereits vor Monaten um zwei Weihbischöfe gebeten. Die zwei Geistlichen, die angeblich zuoberst auf der Wunschliste stehen, sind Hw. Karl Rühringer und Hw. Franz Scharl. Hw. Rühringer ist seit 2001 Bischofsvikar für das einwohnerstärkste der drei Wiener Vikariate. Hw. Scharl ist Pfarrer und Dechant in zwei Wiener Bezirken.

Erzbischof für Homo-Weihen

Irland. Der Erzbischof von Dublin, Mons. Diarmuid Martin, erklärte am Donnerstag, daß Homosexuelle nicht von der Priesterweihe ausgeschlossen seien. Erzbischof Martin sprach mit der irischen Tageszeitung ‘Irish Times’. Der Erzbischof kommentierte das am Dienstag von Unbekannten veröffentlichte vatikanische Homo-Dokument. Mons. Martin hatte bereits früher vor der linkskatholischen britischen Wochenzeitung ‘The Tablet’ erklärt, daß man einen Priesteramtskandidaten nicht verstoßen könne, nur weil er homosexuell sei.

Papst und Wucherei

Schweiz. Die ‘Katholische Volkspartei Schweiz’ hat es begrüßt, daß Papst Benedikt XVI. während der Generalaudienz vom 23. November zum Einsatz gegen die Wucherei aufgerufen hat. Die ‘Katholische Volkspartei’ ermuntert den Vatikan, auf diesem Gebiet vermehrt aktiv zu werden. Betroffen von der Wucherei sei nicht nur die Familie. Die Wucherei habe die gesamte Wirtschaft infiziert und gefährde Gerechtigkeit und Wohlstand ganzer Länder: „Wenn beispielsweise Managerlöhne das 20- und 30fache der oft nicht mehr familiengerechten Minimallöhne von Angestellten betragen oder die Bruttorendite von Kapitalanlagen bei 18 Prozent und mehr liegt, sind Arbeit und Kapital offensichtlich nicht mehr im Gleichgewicht“.

Zeichen der Lebendigkeit

„In den Sitzungen selbst und vor allem in den Gesprächen in den Pausen konnte man Bischöfe verschiedener Hautfarbe und Sprache miteinander in lebhaftem Gespräch sehen. Das erschien mir als Zeichen einer vitalen und lebendigen Kirche.“

Franz Kardinal König († 2004) über seine Erfahrungen am Zweiten Vatikanum. Aus einem Bericht der Homepage der Erzdiözese Wien vom 12. Oktober 2005.