13:32:17 | Montag, 12. Dezember 2005
Kinderabtreibung
Mutter opfert das Leben für ihr Kind
Eine in England wohnhafte philippinische Mutter, bei der ein Krebsleiden festgestellt wurde, verzichtete auf eine Chemotherapie, um das Leben ihres ungeborenen Kindes zu retten.
(kreuz.net, Ingleby Barwick) Die Philippinin Bernadette Mimura (37) konkubinierte mit ihrem britischen
Lebensgefährten (33) in Ingleby Barwick im Nordosten von England.
Sie hatte bereits drei Kinder (11,
7 und 5), die von ihrem japanischen Ehemann stammen, von dem sie staatlich geschieden lebte.
Frau Mimura
war mit ihrem vierten Kind schwanger, als bei ihr ein bösartiger Brustkrebs diagnostiziert wurde. Ihre
Schwangerschaft war am Ende des ersten Monats.
Mutter Mimura wurde von den Ärzten gedrängt, eine Chemotherapie
zu beginnen. Diese hätte ihr Leben vielleicht gerettet, ihr Kind aber mit Sicherheit getötet.
„Es war
eine schwierige Entscheidung“, erklärte Frau Mimuras Lebensgefährte am Freitag gegenüber dem Britischen
Rundfunk: „Aber wir kamen zum Schluß, daß wir Nathan nicht aufgeben konnten.“
Die Geburt des Buben
wurde im siebten Monat frühzeitig eingeleitet, weil sich der Zustand seiner Mutter drastisch verschlechtert
hatte. Während der Schwangerschaft erhielt Frau Mimura nur eine leichte Chemotherapie mit dem Ziel, das
Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen.
Nathan kam gesund und kräftig zur Welt. Er ist mittlerweile
vier Monate alt.
Seine Mutter lebte noch lange genug, um die Taufe ihres Sohnes zu erleben. Eine Woche
später wurde sie ins Krankenhaus eingeliefert und starb.
Frau Mimura sei eine Optimistin gewesen, voller
Leben, immer mit einem Lächeln im Gesicht, erzählt ihr Lebensgefährte: „Sie war Leben. Das ist es,
was sie war.“
Der katholische Priester Alan Sheridan, der den kleinen Nathan getauft hatte, erklärte,
daß das Leben und die Geburt ihres Sohnes für Frau Mimura das wichtigste waren. Sie hätte niemals eine
Therapie akzeptiert, die dem Kleinen geschadet hätte: „Sie mußte sich entscheiden, welches Leben wichtiger
war.“
Der Priester ist gegenwärtig damit beschäftigt, Geld zu sammeln, um den Leichnam der toten Mutter
auf die Philippinen zu transportieren.
Etwaiges Restgeld soll dem Vater von Nathan und seinen drei Halbgeschwistern
zugutekommen.