Freitag, 10. Februar 2006 08:22
kreuzmeldungen
Einladung angenommen + „Wir werden euch alle umbringen“ + Kosten gesenkt + Das Motiv + Gefährliche Propaganda
Einladung angenommen

Vatikan. Papst Benedikt XVI. wird vom 28. bis zum 30. November dieses Jahres die Türkei besuchen. Dies bestätigte der Pressesprecher des Vatikan, Joaquin Navarro-Valls, am gestrigen Donnerstag. Der Heilige Vater habe die Einladung des türkischen Präsidenten Ahmet Necdet Sezer angenommen, Einzelheiten der Reise würden gegenwärtig abgeklärt. Eigentlich wollte der Papst bereits letzten Herbst in die Türkei reisen, um am orthodoxen Andreasfest teilzunehmen. Damals hatte die türkische Regierung die Reisepläne des Papstes durchkreuzt.

„Wir werden euch alle umbringen“

Türkei. In der Türkei ist gestern erneut ein katholischer Priester angegriffen worden. Dies berichtete die katholische italienische Nachrichtenagentur ‘asianews’. Der slowenische Franziskanerpater Martin Kmetec wurde in der westtürkischen Stadt Izmir – dem früheren Smyrna – von einer Jugendbande zusammengeschlagen und gewürgt. „Wir werden euch alle umbringen“, brüllten die jugendlichen Angreifer. Der Apostolische Vikar von Anatolien bezeichnete Attacke als „Frucht eines stark anwachsenden Fanatismus“.

Kosten gesenkt

Belgien. Ein Euthanasist aus der belgischen Stadt Gent tötete vor knapp drei Wochen eine 87jährige demenzkranke Frau. Anschließend veröffentlichte er in einem sogenannten Fachjournal einen Bericht über seine Tat. Er wolle dadurch die Debatte über die Legalisierung der Beihilfe zum Selbstmord anheizen, erklärte der Mörder. Seine Patientin habe den Wunsch geäußert, im Fall einer Demenzerkrankung getötet zu werden. Trotz der Krankheit habe sie – „in lichten Augenblicken“ – ihre Todessehnsucht wiederholt. In einer solchen Phase habe sie auch das tödliche Gift eingenommen.

Das Motiv

Türkei. Der 16jährige Junge, der am Montag einen italienischen Priester (60) vor dessen Kirche in Trabzon im Norden der Türkei erschossen hat, bekannte seinem Vater das Verbrechen. Dies berichtete die türkische Tageszeitung ‘Hürriyet’. Der Jugendliche gestand, daß er im Internet einen entsprechenden Tötungsauftrag erhalten habe: „Ich habe ihn erschossen. Wenn ich ihn nicht erschossen hätte, hätten sie dich erschossen“, zitierte der Vater seinen Jungen.

Gefährliche Propaganda

„Seit 2003, seit der Streit mit dem Iran intensiver wird, ist es eigentlich regelmäßig so, daß in den letzten 10-14 Tagen vor entscheidenden Sitzungen der Wiener Atombehörde kurzfristig nicht zu be- oder widerlegende neue Verdächtigungen gegen den Iran über Diplomaten oder Medien gestreut werden. Diese Meldungen haben natürlich dann eine Druck machende Wirkung auf die Verhandlungen und auf das Klima.“

Der Sicherheitsexperte Otfried Nassauer – Direktor des Berliner Informationszentrums für transatlantische Sicherheit – nach einem Bericht des Südwestfunks.
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