08:40:45 | Donnerstag, 9. Dezember 2004
kreuzmeldungen
Unbefleckt vor Gottes Angesicht + Lehmann: Geringe Chancen für Islam-Dialog + Geißelnahme und Zwangskonversion + Ehemalige Homepage des Weltjugendtages propagiert Kinderabtreibung + Blasphemisches Beckham Bildnis
Unbefleckt vor Gottes Angesicht
Vatikan. In seiner Predigt zum Fest der Unbefleckten Empfängnis Mariens
forderte Papst Johannes Paul II. die Gläubigen auf, Maria als unbefleckt im Angesicht Gottes zu betrachten.
Anläßlich des 150. Jahrestages des Dogmas der unbefleckt empfangenen Gottesmutter erinnerte der Papst
an die Bulle „Ineffabilis Deus“ des seligen Papstes Pius IX., in der es heißt: „Mit ein und demselben
Tun hat der allmächtige Gott den Ursprung Mariens und der Menschwerdung der göttlichen Weisheit ausgezeichnet. „
Kardinal Lehmann: Geringe Chancen für den Islam-Dialog
Deutschland. In einem Interview mit der Tageszeitung
„Die Welt“ räumt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, dem Dialog mit
dem Islam nur geringe Chancen ein. Das Problem bestehe darin, daß die Ausgangsbasis der beiden Gesprächspartner
sehr unterschiedlich sei. Die Bibel gäbe, so der Kardinal, eine große Möglichkeit, den nächsten anzunehmen.
Im Islam hingegen sei die Eroberung ein zentrales Thema. Trotzdem sprach sich Kardinal Lehmann für ergebnisoffene
Verhandlungen im Hinblick auf einen Beitritt der Türkei zur Europäischen Gemeinschaft aus.
Geißelnahme
und Zwangskonversion
Ägypten. In Ägypten sollen muslimische Extremisten am vergangenen Wochenende die
Gattin eines koptischen Priesters entführt haben. Die Christin soll angeblich gezwungen werden, zum Islam
zu konvertieren. Rund 3000 ägyptische Kopten demonstrierten am 5. und 6. Dezember gegen die Geißelnahme.
In letzter Zeit sind Übergriffe gegen die Christen im Land häufiger geworden. Vergewaltigte und zur
Konversion gezwungene Frauen sowie in Brand gesetzte Häuser, die koptischen Christen gehören, sind in
Ägypten keine Seltenheit. Rund 15% der ägyptischen Bevölkerung sind Christen.
Ehemalige Homepage des
Weltjugendtages propagiert die Kinderabtreibung
Kanada. Der Name der offiziellen Homepage des Weltjugendtags
2002 in Toronto verlinkt neuerdings auf Kinderabtreibungsanstalten und auf Vereinigungen, welche Verhütungsmittel
propagieren. Die Homepage mit der Adresse „wyd2002.org“ wurde für die jugendlichen Pilger des Weltjugendtags
ins Leben gerufen. Im unmittelbaren Umfeld des Weltjugendtages betreuten die Koordinatoren des Weltjugendtags
die Seite. Danach wurde sie der kanadischen Bischofskonferenz übergeben. Von dort gelangte der Name der
Homepage im Dezember 2003 in die Hände einer Firma mit Sitz in Massachusetts (USA). Seitdem wird die
Adresse benützt, um Kinderabtreibungen und Verhütungsmittel zu propagieren. Immer noch verlinken rund
1.300 meist katholische Websites wohlmeinend auf die konvertierte Plattform.
Blasphemisches Beckham Bildnis
Großbritannien. Der Vatikan hat scharfe Kritik an einer Krippendarstellung des britischen „Wachsfigurenkabinetts
Madame Tussauds“ geübt. Nach Berichten der britischen Tageszeitung „The Times“ gibt die Darstellung die
weihnachtliche Geburtsszene mit gewissen Abwandlungen wieder. Sie zeigt den britischen Starfußballer
David Beckham in der Person des hl. Josef und seine Gattin, Ex-Spice-Girl Victoria, als Jungfrau Maria.
Die drei Weisen aus dem Morgenland werden durch Tony Blair, George W. Bush, und Prinz Philip von Edinburgh
verkörpert. In seiner Reaktion sagte der Vatikan, die dargestellte Szene grenze an Blasphemie.