Kinderabtreibung
Abtreibung abgetrieben
Der Gouverneur des US-Bundesstaates Süd Dakota hat ein bahnbrechendes Gesetz unterzeichnet. Lebensschützer hoffen, daß es nun von Kinderfeinden gerichtlich angefochten wird.
(kreuz.net, Sioux Fall) Der Gouverneur von Süd Dakota, Mike Rounds, hat gestern ein Gesetz unterschrieben, das alle Kinderabtreibungen verbietet. Als Ausnahme gilt nur eine unmittelbare Todesgefahr der Mutter.

In Amerika gibt es somit erstmals seit 1973 wieder einen Bundesstaat, der das Lebensrecht ungeborener Menschen respektiert.

Das neue Abtreibungsverbot wird im Juli in Kraft treten. Bei illegaler Kinderabtreibung sieht es relativ milde Gefängnisstrafen von bis zu fünf Jahren vor.

Bei der Unterzeichnung des Gesetztes erklärte der Gouverneur von Süd Dakota, daß sich eine Gesellschaft immer daran gemessen habe, wie sie mit ihren verletzlichsten und hilflosesten Mitgliedern umgeht.

Die Unterstützter des neuen Gesetzes seien davon überzeugt, daß die Abtreibung falsch sei, weil die ungeborenen Kinder die verletzlichsten und hilflosesten Menschen in der Gesellschaft sind.

Dieser Meinung könne er sich nur anschließen, erklärte auch Gouverneur Rounds.

Er sei sich bewußt, daß das neue Gesetz das berüchtigte Urteil des Obersten US-Gerichtshofes in Frage stelle, welches im Jahr 1973 das Lebensrecht ungeborener Menschen leugnete. Seither können in den USA Kinder bis zur Geburt beliebig getötet werden.

Der Gouverneur rechnet damit, daß das Abtreibungsverbot vor Gericht angefochten wird. Es könne darum Jahre dauern, bis es rechtsgültig werde.

Es scheint, daß das Abtreibungsverbot von Süd Dakota auch zum Ziel hat, eine solche Klage zu provozieren. Würde sie vor dem Obersten Gericht der USA abgelehnt, käme das blutige Unrecht der Kinderabtreibung im ganzen Land zu Fall.

Was immer letztlich entschieden werde, gelte es, für das Leben einzutreten – so Gouverneur Rounds:

„Wenn wir für das Leben kämpfen, müssen wir um die Notwendigkeit wissen, für Frauen zu sorgen, die mit einer schwierigen Schwangerschaft konfrontiert sind.“

„Unabhängig von den Umständen einer Schwangerschaft können wir das unschuldige Kind nicht beschützen, solange wir seine Mutter nicht beschützen und für sie sorgen.“

Jeder Mutter müsse geholfen werden – bekräftigte Gouverneur Rounds – damit sie den Wert und das Geschenk eines Kindes anerkennen könne.