13:26:46 | Dienstag, 7. März 2006
Welches ist der weltweit häufigste medizinische Eingriff, den Frauen über sich ergehen lassen?
(kreuz.net, Münster) „Der weltweit häufigste medizinische Eingriff, den Frauen über sich ergehen lassen,
ist leider die Abtreibung“, berichtete die Bundesvorsitzende der ‘Christdemokraten für das Leben’, Mechthild
Löhr, gestern in Münster anläßlich des Weltfrauentages am 8. März.
Aktuelle Berechnungen der UN-Organisation
gehen von 46 Millionen Abtreibungen jährlich aus.
„Gegenwärtig beobachten wir außerdem eine breit
angelegte, internationale Kampagne für ein sogenanntes Menschen- und Frauenrecht auf legale Abtreibung,
die auch von Organisationen betrieben wird, die sich für aktive Bevölkerungsentwicklungskontrolle einsetzen.“
Länder wie China und Indien machten aus dem „Recht abzutreiben“ eine Pflicht für Mütter. Sie bekennen
sich öffentlich zu ihrem Zwangsabtreibungs- und Sterilisierungsprogramm.
Auch in weiteren Ländern werden
Mütter gerade in sozial schwierigen Lagen mehr und mehr gedrängt oder gezwungen, Schwangerschaften durch
Abtreibungen zu beenden.
Mechthild Löhr:
Fast jede zweite Frau unter 25 entwickelt nach einer vorgeburtlichen
Kindstötung schwere Depressionen.
Oft geht dabei die Entscheidung und Initiative vom Umfeld der Mutter
und seinen Interessen aus.
In der Regel werden Mütter nicht über die psychischen und physischen Folgen
nach einer Abtreibung aufgeklärt.
Internationale Untersuchungen, wie sie an der Universität Oslo und
in Australien veröffentlicht wurden, belegen den engen Zusammenhang zwischen psychischen Erkrankungen –
wie posttraumatischen Störungen – und Abtreibungen.
Fast jede zweite Frau unter 25 entwickelt nach einer
vorgeburtlichen Kindstötung schwere Depressionen.
Ebenso können bleibende gesundheitliche Folgen auftreten,
wie höhere Quoten bei Entzündungen und Fehlgeburten oder Sterilität – bei ungefähr 4% der abtreibungsgeschädigten
Mütter.
Allein diese negativen medizinischen Konsequenzen, unter denen Millionen Mütter leiden, müßten
Anlaß genug sein, Abtreibungen nicht als „positives Frauenrecht“ zu deklarieren und einzufordern.
„Gleich
unter welchen konkreten Bedingungen sie durchgeführt wird, für eine Frau ist eine Abtreibung immer ein
Risiko und insofern auch keine »frauenfreundliche« Entscheidung, wie von vielen Abtreibungsbefürwortern
behauptet wird.“
„Wer die Lebenswirklichkeit von Frauen verbessern will, muß am Weltfrauentag auch die
Schattenseiten eines sogenannten »Fortschritts« in der Entwicklung der Frauenrechte thematisieren“,
so Frau Löhr.
Die ‘Christdemokraten für das Leben’ (CDL) sind eine Lebensrechtsinitiative innerhalb
der CDU/CSU.