11:11:08 | Freitag, 10. März 2006
Verbrechen
Der europäische Hurenmarkt ist unersättlich
Den sexuell befreiten Westeuropäern ist es egal, daß Scharen von herbeigeschleppten mittellosen Mädchen den Perversionen der Reichen geopfert werden. Wer zahlt, befiehlt.
(kreuz.net) Weltweit bringt die Prostitution mehr als 10 Milliarden Euro ein. Davon profitieren vor allem
Menschenhändler. Das berichtete die US-Tageszeitung ‘The Wall Street Journal’ Anfang Januar.
Die Stadt
Bremen erwartet, daß während der diesjährigen vierwöchigen Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland
ungefähr 30.000 bis 40.000 Huren ins Land geschafft werden.
Die Kölner Stadtverwaltung plant deshalb –
nach dem Vorbild der Olympischen Spiele in Athen – außerhalb der Stadt spezielle Kabinen für das Hurereigeschäft
aufzubauen.
Man will den guten Ruf der Stadt nicht gefährden.
Nach einer Studie der ‘London Metropolitan
University’ sind 60% bis 90% der Huren in der EU Ausländerinnen. Der Handel mit ihnen – ob voll- oder
minderjährig – ist ein Kernpunkt im Sex-Geschäft.
Nach einem jüngsten Bericht der ‘Internationalen
Arbeitsorganisation’ über Zwangsarbeit werden in den Industrieländern mehr als 250.000 Mädchen und
Frauen in der Hurerei herumgeschoben.
Sogenannt fortschrittliche Stimmen haben lange behauptet, daß
die Regulierung der Prostitution „als normaler Beruf“ den Menschenhandel eindämmen und das mit der Hurerei
verbundene organisierte Verbrechen einschränken könnte.
Dieser Weg wird heute in den Niederlanden und
in Teilen Deutschlands gegangen. In den Niederlanden erwirtschaftet der legale Dirnenmarkt 5% des Bruttosozialproduktes.
Die Kölner Stadtverwaltung führte vor zwei Jahren eine monatliche Huren-Steuer von 150 Euro pro Prostituierte
ein. Dazu kommt die Einkommenssteuer, die von lizenzierten Huren bezahlt werden muß.
Es ist inzwischen
offensichtlich, daß solche sogenannte Liberalisierungen die Situation verschlimmern.
Im Jahr 2001 legalisierten
die Niederlande den Betrieb von Bordellen. Die Prostitution war im Land schon lange legal.
Seither stieg
allein die geschätzte Anzahl minderjähriger Huren von 4.000 im Jahr 1996 auf 15.000 im Jahr 2001. Die
Einnahmen des Geschäfts mit der Unzucht und sexuellen Ausbeutung wuchs um 25%.
Ähnliche Resultate produzierte
die liberale Prostitutionspolitik in anderen Ländern.
In Dänemark stieg die Zahl der gehandelten Dirnen
in den letzten zehn Jahren um das zehnfache.
In Griechenland wurden anfangs der 90er Jahr jährlich etwa
2.100 Prostitutionsopfer ins Land geschleppt. Jetzt sind es 20.000 pro Jahr.
Der Grund, warum die Legalisierung
der Hurerei das Problem verschärft, ist leicht zu verstehen.
Durch die Entkriminalisierung des Geschäftes
mit Frauen und Mädchen erleichtern die Staaten den Triebtätern, ihre Perversionen auszuleben.
Wo gesetzliche
Hindernisse verschwinden, verschwinden auch soziale und moralische Barrieren.
Solche Staaten ermutigen
Triebtäter, die Frauen und Mädchen auf dem Prostitutionsmarkt als Handelsware zu betrachten.
Das Problem
ist nicht ohne Lösung. Ein System, das nicht den Zuhältern und Triebtätern, sondern den gehandelten
Mädchen entgegenkommt, praktiziert Schweden seit Januar 1999.
Die schwedische Antwort auf den Menschenhandel
besteht darin, daß das Gesetz die Triebtäter – nicht aber die Prostituierten – als Verbrecher betrachtet.
Entsprechend ist es in Schweden zwar erlaubt, sich zu prostituieren, nicht aber für Prostitutionsdienste
zu bezahlen. Es ist ein Verbrechen, eine Hure zu bezahlen – nicht sich der Hurerei zu verkaufen.
Das
Gesetz anerkennt die Realität der Prostitution und entlarvt den heuchlerischen Mythos der „freien Wahl“.
Mädchen, die in die Mühlen des Prostitutionshandels geraten, sind immer Opfer der sexuellen Unzucht
und Gewalt.
Das schwedische Gesetz blieb nicht ohne Effekt.
Bereits im Jahr 2001 war die Straßenprostitution
um 70% bis 80% gesunken. Die Hurerei in Clubs, Hotels und anderen Einrichtungen wurde halbiert.
Das Gesetz
versetzte auch dem Menschenhandel einen Schlag. Jetzt werden jährlich noch ungefähr 400 bis 600 Frauen
und Mädchen nach Schweden importiert. Dagegen führt das viel kleinere Dänemark pro Jahr etwa 3000 Prostituierte
ein.
Zwischen 1999 und April 2004 wurden in Schweden 734 Triebtäter wegen Bezahlung für Prostitutionsakte
verhaftet.
Die Schwedische Gesetzgebung ist ein Hoffnungszeichen für Europa, wo man diese Dinge zu lange
auf die leichte Schulter genommen beziehungsweise auf die Schultern ausgebeuteter Mädchen geladen hat.