USA
Die Erzdiözese Boston zieht die Konsequenzen
Gesellschaftsfähig wurde die Homo-Unzucht mit dem Argument gemacht, daß es sich um eine Privatsache des einzelnen handle. Doch das war eine infame Täuschung.
(kreuz.net, Boston) Der Adoptionsdienst der Erzdiözese Boston wird zugesperrt. Das berichtete der Nachrichtendienst ‘Catholic World News’ am vergangenen 10. März.

Der Grund: Der US-Bundesstaat Massachusetts wollte den Dienst dazu zwingen, Kinder auch an Homo-Paare auszuliefern.

Nach den Normen des Naturrechtes ist eine solche Plazierung eine Form der Gewalt gegen Kinder.

Die Stadt Boston befindet sich im US-Bundesstaat Massachusetts 300 Kilometer nordöstlich von Neu York.

Zunächst erklärten die vier Bischöfe des Bundesstaates, daß sie sich um eine Ausnahme von dieser Vorschrift bemühen wollten.

Der Konflikt begann bereits im vergangenen Oktober, als bekannt wurde, daß der katholische Adoptionsdienst Kinder in Homo-Haushalten plaziert hatte.

Daraufhin erhielt der Erzbischof von Boston, Mons. Sean O’Malley, eine direkte römische Anweisung, die seinem Adoptionsdienst eine weitere Verwicklung in Homo-Adoptionen untersagte.

Ende Februar erklärten die vier Diözesanbischöfe des Bundesstaates Massachusetts darum, daß sie sich um eine Ausnahme vom staatlichen Gesetz bemühen wollten, das Katholiken zur Durchführung von Homo-Adoptionen zwingt.

Doch die jüngste Ankündigung zeigt, daß die Bischöfe dieses Vorhaben aufgegeben haben.

Es gebe keinen Weg, die Lehren der Kirche und die Homo-Gesetze des Bundesstaates miteinander zu vereinbaren, erklärten zwei Vertreter des Sozialdienstes am 10. März.

Der Gouverneur von Massachusetts hatte den Bischöfen versichert, daß er zwar keine Möglichkeit habe, dem Sozialdienst eine Ausnahme zu gewähren, aber einer Gesetzesänderung positiv gegenüberstehe.

Abgeordnete des Bundesstaates wiesen die Bischöfe allerdings darauf hin, daß eine Ausnahmeregelung für die Kirche nicht durchsetzbar sei und den Bischöfen nur der Gerichtsweg offenstehe.

Der Präsident der ‘Catholic Action League’ in Massachusetts bedauert in einer Stellungnahme, daß der Gerichtsweg von den Bischöfen ausgeschlagen wurde. Er glaubt, daß gute Chancen bestanden hätten, das sogenannte „Anti-Diskriminationsgesetz“ des Bundesstaates zu Fall zu bringen.

Die Entscheidung, den Adoptionsdienst kampflos aufzugeben, sei eine Niederlage für die Religionsfreiheit und für die Katholische Kirche.

Wie tief sich die Homo-Ideologie bis in die Kirche eingeschlichen hat, zeigt die Tatsache, daß acht Stiftungsratsmitglieder des Sozialdienstes aus Protest zurücktraten, nachdem die Bischöfe angekündigt hatten, eine Ausnahmeregelung zu erhalten.

Im Dezember hatte der Stiftungsrat mit überwältigender Mehrheit für die Weiterführung von Homo-Adoptionen gestimmt.

Der katholische Sozialdienst hat in den vergangenen Jahren etwa 30 bis 40 Kinder pro Jahr plaziert. Insgesamt werden in Massachusetts jährlich einige hundert Kinder vergeben.

Der erzdiözesane Sozialdienst arbeitet mit einem Jahresbudget von umgerechnet 34 Millionen Euro. Das meiste Geld kommt von staatlichen Förderungen.