Blasphemie
Der Hetzfilm kommt nach Deutschland
„Es ist unmöglich, sich einen ähnlich respektlosen Umgang mit dem Islam oder dem Judentum vorzustellen.“ Nun soll die Hetze ausgerechnet in Deutschland wiedergeboren werden.
(kreuz.net) Der umstrittene US-Musiksender ‘MTV’ will ab Anfang Mai die kirchenfeindliche Zeichentrickserie ‘Popetown’ – zu Deutsch: Papststadt – zur Hauptsendezeit in Deutschland ausstrahlen.

Die Kirchenhetze ‘Papststadt’ handelt vom alltäglichen Leben des in Soutane und Turnschuhe gekleideten Pater Nicolas und versucht gezielt, die Kirche zu beleidigen und lächerlich zu machen.

Die Hauptfigur schlägt sich in insgesamt zehn Folgen mit einer macht- und mediengierigen Meute im Vatikan, mit zwiespältigen Kardinälen und den exzentrischen Gepflogenheiten eines infantilen Papstes (77) herum.

Der Heilige Vater wird als ein Maniker dargestellt. Er hüpft auf einem Springstock durch den Vatikan, besitzt eine Schwäche für Waffen und badet mit seinem vertrottelten Bürochef.

Die Zeichentrickserie wurde ursprünglich für den ‘Britischen Rundfunk’ produziert. Der ‘BBC’ fand die Serie „lustig, satirisch und bizarr“. Dennoch nahm der Sender im September 2004 Abstand von einer Ausstrahlung.

Grund für die Zensur waren Proteste britischer Kirchenvertreter.

Der Bischof von Motherwell in Schottland, Mons. Joseph Devine (68), sprach damals von einem „unberechtigten Angriff“: „Es ist unmöglich, sich einen ähnlich respektlosen Umgang mit dem Islam oder dem Judentum vorzustellen.“

Der Hetzfilm ‘Papststadt’
Die Kirchenhetze 'Papststadt' versucht gezielt, die Kirche zu beleidigen und lächerlich zu machen.Hauptfigur der Zeichentrickserie ist der in Soutane und Turnschuhe gekleidete Pater Nicolas.Der Papst in 'Popetown' ist ein infantiler Maniker mit exzentrischen Gepflogenheiten.

Der Erzbischof von Birmingham, Mons. Vincent Nichols (60), führte gegen den ‘BBC’ eine Protestaktion an. Zehntausende Katholiken unterzeichneten einen Antrag gegen die Ausstrahlung der Serie.

Erzbischof Nichols erklärte nach der Verbannung des Hetzfilms, über die Entscheidung „sehr glücklich“ zu sein.

Um die Produktionskosten von knapp 3,5 Millionen Euro dennoch einfahren zu können, bot der ‘Britische Rundfunk’ die Serie ausländischen Fernsehsendern zum Verkauf an.

Der umstrittene Film wurde aber nur ein einziges Mal gezeigt. Im Juni 2005 nahm der antikirchliche neuseeländische Fernsehsender ‘Channel 4’ die Serie ins Programm. Darauf rief die Kirche zu Boykotten auf und erwog eine Klage. Im ganzen Land demonstrierten die Katholiken.

Neben dem neuseeländischen Sender hatte auch ein unbekannter italienischer Kabelsender mit dem Namen ‘Canal Jimmy Italy’ die Filmrechte gekauft.

Nach dem Tod von Papst Johannes Paul II. im April letzten Jahres entschied sich der Sender aber, ‘Papststadt’ dem Mülleimer anzuvertrauen.